Womit ca. 35cm Boden auffüllen unter dem Estrich?

26.12.2017 D.Selle



Hallo,

In einem alten Haus sind nach Teilung 2 Treppenhäuser entstanden . Es soll ein Zementestrich eingebaut und mit Fliesen belegt werden. Das neue Fußbodenniveau liegt ca. 42 cm höher als das ursprüngliche, da auch die Geländeoberkante auf diese Seite angehoben wurde. Das Mauerwerk der Außenwand besteht aus Poroton Blockziegel 24cm Wandstärke, außen verputzt, mit Dickbeschichtung versehen und mit 40mm xps beklebt, innen jetzt unverputzt; horizontale Feuchtesperre auf der Sohle und der ersten Steinreihe. Die übrigen 3 Wände bestehen aus jeweils verschiedenen Materialien: Trennwand zur Nachbarwohneinheit ca. 60cm Kalksandstein mit horiz Feuchtesperre, die übrigen 2 Wände aus mit Lehm gemauerten Bruchsteinen ohne Feuchtesperre, Dicke zwischen ca. 50cm. Ab ca. 45cm über ursprünglicher OKFB aus Ziegel welche ebenfalls mit Lehm gemauert sind. Verputz beidseitig mit Gipsputz.
Der alte Fußboden besteht aus ca. 6cm Estrich auf PE-Folie. Darunter 2cm Styropor PE Folie und Sand tw. Beton bzw. alte Streifenfundamente. die 2 fraglichen Räume sind je ca. 9m² groß.
Fachwerk gibt es in dem fraglichen Bereich vermutlich nicht mehr. die Roh-Treppe ist 2fach gewendelt aus Beton gegossen und scheint hinreichend fundamentiert zu sein.

Es gab Probleme mit aufsteigender Feuchte an allen Wänden weil die horiz. Feuchtesperre mit Gipsputz dick überputzt war , nach entfernen des gipsputz auf der Außenwand und KS Wand war das Problem gelöst. Eine Bereich der Bruchsteinmauer bereitete ebenfalls Probleme mit Feuchtigkeit. Auf der Wandseite des an das Treppenhaus angrenzenden Raumes wurde der Gipsputz entfernt, die Fugen tief ausgekratzt und mit Kalkmörtel/Putz verputzt. Seitdem gab es noch nicht wieder Feuchteprobleme. Dieser Raum bleibt unverändert auf dem ursprünglichen Bodenniveau.

Es geht jetzt darum den Raum zwischen altem Estrich und neuem Estrich so aufzufüllen das die neue Estrichplatte einen tragfähigen Untergrund erhält und hinreichend gedämmt ist.
Man muß ca. 35cm Dämmung aufbauen bzw. verfüllen. Bei der Höhe halte ich Styropor für ungeeignet und xps recht teuer. Außerdem bin ich unsicher ob man sich nicht Probleme einbaut wenn der Gipsputz auf der Bruchsteinwand nicht mehr luftumspült ist. Auf dem alten Estrich verlaufen Rohre der Gebäudetechnik (Cu- u. Verbundrohre und sog. Dreischichtabflußrohre). Das xps ssuber um die Rohre herum einzubauen wird tw. eine ziemliche Schnippelei werden.

Ich halte den Einbau von Glasschaumschotter 10-60, verdichtet eingebaut, für eine schnelle günstige Lösung, ggfs. oben mit einer Lage 60mm xps abgedeckt. Boden und Wände im aufzufüllenden Bereich mit einer Lage Börner Erika Feuchtigkeitssperre abdichten. An der Bruchsteininnenwand sollte die Bahn nicht hochgezogen werden aufgrund des Gipsputzes, damit es weniger intensiv zur Feuchteansammmlung kommen kann, d.h. der Gipsputz immerhin in die Holhräume vom Glasschaum etwas ablüften kann.

Der Bauherr ist wenig geneigt den Gipsputz auf der Bruchsteinwand ebenfalls zu entfernen, ich habe Sorge, das nach Einbau einer Dämmung an dieser Wand Feuchteprobleme entstehen werden, daher die Glasschaumidee.
Der Architekt hält meine Sorgen für unbegründet, hatte aber auch keine Lösung für das ursprüngliche Feuchteproblem. Die Handwerker interessieren sich nicht dafür und einen weiteren Planer gibt es nicht.

Hat wer eine bessere Idee?


Gruß
Detlef



Auffüllung



Was spräche gegen Schotter bzw. Mineralgemisch (Frostschutz genannt)?



zu schwer



Hallo,

das Gewicht, der nicht vorhandene Wärmeschutz und die bereits verlegten Rohre der Haustechnik die beschädigt werden könnten. Dann schon eher Sand , doch der ist zu feucht und auch recht schwer.

Gruß
Detlef