Feuchte Räume durch Lehmwände

26.08.2008



Guten Tag, ich wohne seit einem Jahr zur Miete in einem alten Haus, das vom Vermieter in Eigenarbeit mit Lehm (innen) verputzt wurde. Seit ich hier wohne habe ich ständig Probleme mit den Atemwegen (Erkältungen etc.). Viele Dinge im Haus sind ständig etwas klamm (Handtücher, mein Schreibpapier wellt sich, alle eingeschlagenen Nägel sind verrostet). Eine Wand mußte schon saniert werden, weill sie vollkommen mit Schimmel überzogen war. Hat hier der Vermieter beim Verputzen Fehler gemacht, oder ist das normal. Ich befürchte, daß das Raumklima nicht gesund ist. Wer kann mir weiterhelfen?





Hallo Ilona,
normal ist das nicht!
Schauen Sie doch hier im Forum nach einem Baubiologen in Ihrer Region. Der wird Ihnen kompetent Auskunft geben können was mit Ihrem Wohnklima nicht stimmt und ob die Wohnung überhaupt bewohnt werden sollte.

gruß jens



Das klingt



nach Sanierung in Eigenleistung und gravierenden bauphysikalischen Fehlern. Aber das lässt sich nur vor Ort in seiner Gesamtheit beurteilen.
Auch Lehmputz ist kein Wundermittel, falsch eingesetzt, kanns durchaus zu Problemen kommen.
MfG
dasMaurer



Wohnung naß



Ja dann rücken Sie doch mal mit ein paar Informationen mehr raus:
- wie groß ist die Wohnung ?
- wie viele Prsonen leben darin ?
- was ist Ihr Heizsystem ?
- wie sind Ihre persönlichen Lüftungsgewohnheiten ?
- was für Fenster sind drin ?
- wo steht die Waschmaschine ?
- wie wird die Küche gelüftet ?
- haben Sie Warmwasseraquarien oder sonstige Feuchtigkeitsquellen ?
- wie und wo trockenen Sie große/kleine Wäsche ?

Zum Haus:
- Ist die Dacheindeckung in Ordnung ?
- ist die Entwässerung intakt ?
- Gibt es Wasserablaufspuren ?
- Steht das Haus beschattet oder sonnig ?

.................

Denn eines steht fest: Am Lehmputz kann es nicht liegen.

Grüße vom Niederrhein



Feuchte Räume



Hallo Frau Metscher,
Es mag Sie vielleicht nicht Interessieren...einige Jahre meiner Kindheit lebte ich in einem Häuschen dass auf´s schnellstmöglichste, nach dem Krieg, errichtet wurde.
Ein sehr einfacher Bau, Backsteine mit Lehm gemauert.
In der Wohnküche war Lehmboden, im Schlafraum hatte man Holzdielen eingebaut.Auf die Deckenbalken wurden Holzdielen genagelt, ein Satteldach bot Schutz vor Regen oder was immer auch runterkam. Im Winter wuchsen Eisblumen an den Scheiben.Bei kalten Nächten wurde mit einem kleinem Holzofen geheizt.
Als Putz für die Innenwände wurde das gleiche Material genommen wie zum Mauern, also Lehm und Spreu. Außen hat man nicht verputzt.
Die Innenwände wurden jedes Jahr vor dem Winter Gekalkt und zur Verschönerung wurden Blumenmotive an die Wand gerollt.

Alles hat bestens funktioniert und vorallem, es war kein Schimmel vorhanden!

Jetzt könnte man sich überlegen; was kann man alles falsch machen, um sich das Wohnen angenehmer und noch schöner zu machen.

Schließe mich gerne den Vorrednern an.

Mit freundlichen Grüßen

Mladen Klepac



Kondensfeuchte



Hallo Fr. Metscher,
mit welcher Farbe ist denn der Lehm gestrichen?
Ich denke bei Ihnen ist es ein Kondensfeuchteproblem.
Sie koennen das mit einem einfachen Hygrometer kontrollieren.
Wenn die Luftfeuchte dauerhaft ueber 70% liegt, dann ist es zu viel.
Ich empfehle hier entweder die Romankalk-Schlaemme von kremer Pigmente zu Streichen oder MoX von klimasan.
Beide Produkte und weitere Infos bekommen Sie bei www.steinhausen-naturbau.de
Gruss N. Hoepfer



Baufeuchte



Habe auch mal ein frisch renoviertes Fachwerkhaus bezogen und alles hat im ersten Winter geschimmelt. Aber nur im ersten. Das war wohl einfach die Baufeuchte.