Decken bzw Bodenaufbau

25.08.2013 freehawk



Hallo zusammen,

wir sind gerade am Entkernen einer Wohnung bei uns im Haus. Die Wohung umfasst den ersten und zweiten Stock des Hauses. Darunter ist eine Mietwohnung im Erdgeschoss.

Nun geht es mir darum, mal eine Idee dafür zu bekommen wie ich meine Böden/Decken aufbauen kann. Mir ist klar dass es hier auch noch auf statische Fragen ankommt. Die würde ich aber erstmal ausklammern, da es mir erstmal um die Möglichkeiten geht.

Hauptsächlich geht es mir um die Decke bzw Boden zwischen der Mietwohnung und der Wohnung um die es geht. Hier würde ich gerne, da ich es schon am Umbauen bin etwas am für die Trittschalldämmung tun.

Also es ist eine Holzbalkendecke. Auf der Unterseite ist eine Konterlattung mit einer Rigsdecke angebracht. Zwischen den Balken befindet sich 30 Jahre alte Glaswolle. Obendrauf Dielen mit Teppichboden/PVC Boden versehen.

Nun zu meinen Problemstellungen:
- Trittschall verbessern
- Höhenausgleich zwischen den Räumen (es gibt 3 verschiedene Niveaus mit ca. 2 cm Unterschied)
- Balken nicht eben
- Raumhöhe ist endlich derzeit 2,30

Bodenbelag soll Parkett bzw. Fliesen im Bad werden.

Mir ist auch bewusst, dass wenn man alles erschlagen will es teuer wird, aber dadrum gehts mir auch bei meiner Anfrage. Was wäre die alles erschlagende Lösung und was die Einfachste (mit Abstrichen wie ca. kein gleiches Niveau)...

Also bis ich mal gespannt.

Gruß
Markus



Moin Markus,



wir haben damals auch den gesamten ersten Stock entkernt, um einen zusamenhängenden Wohn-, Koch- Essbereich daraus zu machen und hatten teils Estrich auf Kappendecke, teils Holzbalkendecke mit Dielen.

Das erste war der Gang zum Statiker, der uns die passenden Doppel-T-Träger gerechnet hat, dann zum Metallbauer der uns das Ganze eingebaut hat.

Um Bodengleich mit dem angrenzenden Bad und WC rauszukommen und gleichzeitig eine vernünftige Trittschalldämmung zur Wohnung im EG hinzubekommen, haben wir folgende Lösung gewählt:

- Ausgleich der durchhängenden Balken auf höchstes Raumniveau
- auffüllen der Hohlräume über der Schlackefüllung mit Perlite
- 18mm OSB als Bodenplatte
- 2cm Trockenestrichplatte mit 1cm HWP-Trittschalldämmung
- 2mm Korkunterlage
- 14mm 3-Schicht-Parkett

Jetzt können beide Parteien in Zimmerlautstärke Musikhören und nur wenn wir zu laut trampeln nervt's den Untermieter.

Die Glaswolle bringt dir Schalltechnisch kaum etwas und wäre besser durch etwas Massereicheres zu ersetzen. Wieviel Kg/m² du gefahrlos einbringen kannst, kann dir aber erst der Statiker sagen, also zäum den Gaul ruhig von vorn auf.

Gruss, Boris





Hallo,

danke für die Antwort. Das mit dem Statiker ist klar, nur bevor ich da mit einem Kontakt aufnehme, will Ich verschiedene Möglichkeiten kennen.

Wie hast du deine Balken ausgeglichen? starke Bretter links und rechts oder oben auf die Balken aufgefuttert?


Ich würde diese Lösung nun als Mercedes bezeichnen. gibt es auch Lösungen für den kleineren Geldbeutel bzw. weniger Aufwand?



Bei 2,30m vorhandener lichter Höhe...



... wird es in der Tat schwierig, einen funktionierenden Aufbau zu finden, der den gesetzlichen Vorgaben und Normen zu Schall-, Wärme- und Brandschutz entspricht. Such Dir mal die LBO Baden-Württemberg, §34 glaube ich...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Moin Markus,



Bretter seitlich anlaschen ist einfacher gerade zu kriegen. Höchsten Punkt im Raum ermitteln und von da aus alle weiteren ins Wasser setzen.

"Mercedes": Ich habe damals lange rumrecherchiert und gerechnet und fand es die günstigste Lösung um alle geforderten Funktionen zu vereinen. Grossartig günstiger geht's nicht.

Alternativ kannst du die losen Dielen nachschrauben, mit Ausgleichsmasse glattspachteln,4cm HWP mit hängenden Latten drauflegen und 21mm Dielen drüber, bekommst dann aber eine deutliche Stufe an der Eingangstür und hast weniger Masse zur Schalldämpfung.

Und wie die Akustik jetzt ist weisst du ja.......eben die billige Lösung.

Gruss, Boris