Was ist in einer Wohnung mit Gasanschluß am effekktivsten?

27.02.2007



In unserer neuen Wohnung wollen wir die kaputte Gas Kombi Tehrme auswechseln. Wäre es besser und billiger nen Durchlauferhitzer für die Warmwasserleitung zu installieren und für´s Heizen eine andere Möglichkeit auszuwählen? Habe gehört, dass Kombithermen nicht gerade energiesparend sind.



Brennstoff Gas



Wenn Sie beim Brennstoff Gas bleiben wollen,empfehle ich Ihnen eine Gas-Brennwert Therme mit Brauchwasserspeicher.
Ein Durchlauferhitzer ist bezogen auf den Nutzen auch nicht gerade energiesparend.
Möglicherweise benötigen Sie zwar eine Abgasleitung im jetzigen Abgasschornstein, aber ansonsten ist die Umrüstung nicht sehr aufwendig.



Neue Therme alte Heizkörper



Hallo,

ganz so einfach muss ein Wechsel der Therme nicht sein. Immerhin sind die älteren Heizungsanlagen auf eine Vorlauftemperatur von 75°C ausgelegt - ein Wert, den eine moderne Brennwerttherme in aller Regel nicht erreicht bzw. dann auch nicht mehr im wirtschaftlichen Kondensationsbetrieb arbeitet. Andersherum bekommt man in einer schlecht gedämmten Hütte die Räume nicht mehr ordentlich warm, wenn durch die Heizkörper nur Wasser fließt, was 20 - 30° kälter ist, als es eigentlich gedacht war. Eine Heizung ist eben mehr als nur der Kessel im Keller, an dem über ein paar Rohre diverse Heizkörper angeflanscht sind. Schnappen Sie sich einen Installateur und lassen Sie sich vor Ort beraten.

Vom energetischen Standpunkt ist zentrale Warmwasserbereitung mit el. Strom Unsinn. Da haben Sie erst die Verluste bei der Stromerzeugung, dann beim Transport, gefolgt von Verlusten bei der Warmwasserbereitung und schließlich Leitungsverluste auf dem Weg zur Zapfstelle. Eine Gastherme hat da sicher den besseren Wirkungsgrad bezogen auf die eingesetzte Primärenergie.

Gutes Gelingen





Danke für die Antwort, wir würden die Instalation schon vom Handwerker machen lassen. Vorher sollen wir uns entscheiden, wie wir heizen wollen. Ob wir Wasser mit Gas-Durchlauferhitzer machen und für die Zimmer eine andere Mglichkeit finden (wir sparen dann bei der Verlegung der neuen Rohre für die Heizkörper, Heizkörper sollen eventuell auch ersetzt werden) oder wir lassen alles komplett über eine Kombi-Gas-Therme laufen...?



Auch mein Tipp: Brennwertgerät



Ich würde auch zur Empfehlung des Schornsteinfegermeisters neigen, der sich damit immerhin selbst ins Fleisch schneidet, und trotzdem den richtigen Rat gibt - hat man nicht immer, Respekt. Bei Brennwertgeräten mit Leistungen unter 11 kW bleiben Ihnen nämlich auch etliche Kaminkehrerkosten erspart.

Die Heizungsbauer bauen natürlich auch gerne mehr Leistung ein, weil sie mehr dran verdienen (aktuellen Gasjahresverbrauch in cbm durch 300 teilen, das sollte in etwa die benötigte Heizleistung ergeben. In D sind die Anlagen oft doppelt so groß wie notwendig).

Zum Einwand mit den 75 Grad Vorlauf möchte ich entgegnen, dass diese, wenn überhaupt, nur an 3-4 Tagen im Jahr gebraucht werden. Außerdem holt ein LAS-Abgasrohr, was sich meist konstengünstig in einen bestehenden Kamin einziehen lässt, selbst dann noch Energie aus dem Abgas raus. Deshalb also auf ein und rd. 10% sparsameres Gerät zu verzichten?



Gas-Brennwert



ist auch aus meiner Sicht eine Lösung die man anstreben sollte. Ich würde das ganze noch durch eine thermische Solaranlage erweitern. Eventl. gibt es da auch noch Fördermöglichkeiten und die Gaspreise werden auch in Zukunft mit Sicherheit nicht sinken.



Gas-BW-Heizung + Erweiterung



Selbstverständlich kann man eine solche Gas-BW-Heizung mit einer thermischen Solaranlage erweitern.
Dafür gibt es auch ab 15.März bei der BAFA Fördermittel von 40 bzw. 70 € pro m² Kollektorfläche, je nachdem ob nur zur Warmwasserbereitung oder auch zur Heizungsunterstützung.
Diesen Vorschlag habe ich aber in diesem Fall nicht gemacht, weil von einer Wohnung und nicht eines Hauses die Rede ist.
Um den Aufwand im richtigen Rahmen zu halten, wäre ich schon für eine Erweiterung durch einen Holz-Ofen im Wohnzimmer oder Küche. Dieser spart zusätzlich Gas und funktioniert auch bei Störungen eines Energielieferers.



BW+Solar ist sehr interessant



Das mit der Erweiterung mit einer thermischen Solaranlage klingt sehr interessant, hab auch gehört, dass der Staat das fördert. Ist auch angenehm, dass man für die Entlastung der Umweltverschmutzung was tut.

Wir sind in 5 Stock ganz oben und auf userem Balkon ist auf dem Dach eigentlich Platz für eine Solaranlage. Bloß werden wir sie nicht ohne Genehmigung unseres Vermieters anbringen dürfen, denke ich...

Vieleicht, kämen wir dann mit einer Gasheizung aus (für den Winter) und Warmwasser von den Sonnenkollektoren. Habe ich so richtig verstanden?



Solaranlage in einer Mietwohnung?



Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich der Aufwand nur für Warmwasser im Sommer rechnet. Laut meinem Heizungsbauer entfallen 90 % der Kosten auf Heizung und nur 10 % auf Warmwasserbereitung. In wieviel Jahren soll sich das rechnen? Wirklich interessant wird die Sache, wenn die Anlage zur Heizungsunterstützung genutzt wird.

Und ein Pufferspeicher im 5. Stock?



Hab ich da was überlesen?



Ich dachte, wenn jemand eine Heizung bauen will, dann ist das sein eigenes Haus. Also in einer Mietwohnung würde ich das natürlich auch nicht machen. Da war ich wohl im falschen Märchen.
Wie hoch der Brauchwasseranteil am gesamten Energieverbrauch ist, ist natürlich vom Gebäude abhängig. Ich denke nach 12-20 Jahren wird sich eine Solaranlage schon bezahlt machen. Und dann gibt es ja immer noch die Aspekte des Umweltschutzes und da gibt es ja schon den ein oder anderen, der bereit ist etwas zu investieren.



Wohnung von der Baugenossenschaft



ich weiß nicht, warum es verboten sein soll, in die Mietwohnung etwas zu inverstieren. Unsere Wohnung ist von einer Baugenossenschaft, die Miete ist sehr niedrig, dabei müßen die Mieter sich aber selber um Warmwasser und Heizung kümmern. Wir möchten die alte Kombitherme von dem Vormieter raus schmeißen und uns was effektiveres reinholen.

Uns passt es sehr gut, weil die Miete in diesem Haus seit fast 50 Jahren kaum gestiegen sind. Es ist kein Märchen. Die Baugenossenschaft ist selber durchaus interessiert, dass die Mieter kein Lagerfeuer in der Wohnung machen und man muss als Mieter Antrag stellen, bevor man etwas einbaut oder etwas an der Wohnung verändert. Es ist schon angenehm sich selber entscheiden zu können, was man in der Wohnung haben möchte. Z.B., wenn man in eine Wohnung zieht, in der überall Laminat verlegt ist, wird man wohl den Vermieter nicht dazu überreden Laminat gegen Parkett zu tauschen... oder? In unserer Wohnung sind in allen Zimmern 50 Jahre alte Langriemendielen, die vom Vormieter mit Teppichboden verdeckt wurden. Wir haben sie geschliffen und das Holz sieht in seiner Pracht einfach toll aus....

Wir möchten nicht ewig zur Miete wohnen und die niedrige Miete ermöglicht uns auf das eigene Haus zu sparen. Das ist unsere Überlegung.

Ich hoffe, ich war nicht zu ausführlich und nicht zu sehr von dem Thema gewichen.

Freue mich immer noch sehr auf die interessanten Voschläge und Erfahrungen...

Bald geht es ja ohne Hezung, Frühling ist draußen!!! (Spaß)



"Wir möchten nicht ewig zur Miete wohnen"



Die Nutzungsdauer ist der Knackpunkt. Deshalb empfehle ich speziell in diesem Fall: Gas-Brennwertgerät (unterm Dach ist dies sogar noch einfacher) und eventuell einen Zusatzofen.
Behalten sie die Solarnutzung und Heizung für nachwagsende Rohstoffe im Auge; aber erst für Ihr zukünftiges Haus.