Bodenaufbau im OG die x te

18.06.2005



Da wir in unserem Haus zur Kontrolle der Holzbalken im OG die Dielen teilweise herausnehmen mussten, haben wir uns nun für komplett neue Dielen entschieden, da die alten beim besten Willen nicht mehr zu verwenden sind.

Der alte Boden Aufbau sah wie folgt aus (von oben)

1. V100
2. Dielen
3. Lehm/Stroh zwischen den Balken
4. Rigipsdecke

Nun soll der neue Fussboden wie folgt aussehen:

1. Dielen
2. ??????
3. Lehm/Stroh zwischen den Balken
4. Rieselschutz aus Malerpapier
5. abgehangene Rigipsdecke an Metallkonstr.

Meine Frage ist nun, was kann oder sollte man zwischen die Dielen und Balken machen.

Balkenabstand 58-60 von Mitte der Balken. Feuschtschäden = 0
Oden Wohnraum unten Wohnraum und Gewölbekeller. Für einen guten Tipp wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße aus Köln



Was soll erreicht werden?



Gehören die beiden Wohnraum oben und Wohnraum unten zur gleichen Wohnung?
Wenn ja, kann man die Dielen natürlich direkt auf den Balken aufbringen. Dann müssen die Bretter allerdings nach den Regeln für eine aussteifende Deckenscheibe verarbeitet werden. Das bedeutet:
1. mind. 2 Befestigungsmittel (Nägel, Schrauben) pro Brett und pro Auflager.
2. daraus folgt, dass der Boden nicht verdeckt geschraubt werden kann.
3. Brettstöße um mindestens 2 Balkenfelder versetzt und nicht breiter wie 1 Meter auf einem Balken.
4. Brettstärke >= 21 mm
5. Brettbreite >= 12 cm
(ein Bild hierzu gibts in meinem Profil)
Wenn das alles nicht gewünscht ist, kann unter dem nachher sichtbaren Dielenboden eine Rauhspundschalung unter den o.g. Bedingungen eingebaut werden. Hierdurch spart man sich die Problematik der Verleimung von Span- oder OSB-Platten.
Soll noch ein gewisser Schallschutz erreicht werden empfiehlt sich eine Zwischenlage z.B. aus Holzweichfaser mit Einlegeleisten. Diese haben allerdings eine Stärke von 40 mm.

Werden hier Räume unterschiedlicher Wohnungen voneinander getrennt, sind die Vorschriften bezüglich Brand- und Schallschutz einzuhalten. Dies sprengt allerdings die Möglichkeiten eines Forums und bedarf einer besonderen Beratung und Nachweisen durch eine entsprechende Fachfrau oder Fachmann.