Woher kommt eigentlich die Behauptung mit der aufsteigenden Feuchte?

28.03.2017



Nur weil es unten meist feuchter ist?



Denke mal



das ist nur eine dahergesagte Floskel. Wie mit dem Kaltdach, wenn man von innen die Dachziegeln sehen kann. Ist halt im Winter kalt. Aber auch sehr heiß im Sommer.



Angst machen



Das ist doch ein klasse Feld mit der aufsteigenden Feuchte. Man kann es nur sehr schwer quantifizieren und man kann sehr gut etwas verkaufen.

Wie gesagt, ich hab ja ein Beispiel da ist es einfach die Masse die gut kühlt. Unten ist es feucht, oben nicht. Ich habe in den Boden geschaut und kenne auch den Schichtenaufbau des Baugrunds. Wenn mir einer mit aufsteigenden Feuchte kommt, schmeiße ich ihn raus. Aber es ist sicher nicht in allen Fällen so leicht an den Randbedingungen zu sehen.

In Deutschland ist ja immer das "es könnte sein ..." Also versucht man alles auszuschließen. Dafür hat man vor 40 Jahren alle Balken mit Xyla... oder ähnlichen Wundermitteln imprägniert und wundert sich woher der Krebs gekommen ist. Aber wenigstens gehe ich davon aus dass die Wundermittelchen für die Horizontalsperre weniger gefährlich sind als all die Fungizide die heute überall versteckt werden, nachdem ja die Pestizide der 60er Jahre ihre Gefährlichkeit schon gezeigt haben.

Aber mit all den Präventivaktionen lässt sich viel Geld verdienen. Also wird der Glaube an die Horizontalsperre aufrecht erhalten. Lass sie glauben und zahlen. Im Bausektor leben davon richtig viele Unternehmen und Beratungsfirmen.



Guten Abend,



steigt den in einem Ziegelmauerwerk, ohne Horizontalsperre, garkeine Feuchtigkeit kapilar auf?

Beste Grüße Danilo



Auf der Suche nach Ursachen



bin ich auf folgenden Artikel auf der Website von Herrn Bromm gestossen:
"4 Die Wahl des geeignetsten Verfahrens und einer zuverlässigen Fachfirma

Wer hilft bei der Lösung der Pro­bleme, näm­lich einen feuch­ten Keller tro­ckenzulegen oder eine Quer­schnitts­abdich­tung gegen auf­stei­gende Feuch­tig­keit im Mauer­werk her­zu­stel­len oder den Haus­schwamm­scha­den zu be­seiti­gen?

Natürlich kann man sich an die Hand­werks­kam­mern, Bau­innun­gen, Ver­brau­cher­ver­bände oder an das Bau­zen­trum in der Radlkoferstrasse 16; Mün­chen wenden. Sie sollten Ihre Erwartungen allerdings nicht zu hoch ansetzen . . .

Doch ist es sicher nicht aus­rei­chend, sich drei oder vier Firmen aus dem Bran­chen­buch heraus­zu­suchen. Eine sorgfältige Schadensuntersuchung tut not, als nächstes die Wahl eines geeigneten Verfahrens zur Abhilfe."



Fangfrage?



Sehr geehrter Herr Bromm,

ist dies eine Fangfrage an uns Laien?

Sie sind ja Abdichtungs-Profi (Vorstandsmitglied der WTA ...!)

Worauf wollen Sie also hinaus - auf K. Fischer?



Von der Unkenntniss,



und von der falschen Interpretation.

Gr??e aus Koblenz



Schon mal Danke für diese Beiträge



Das was ich lesen wollte ist hier jedoch nicht dabei.
Es hat auch nichts mit Fangfrage zu tun.
Mir ging es darum, weil sowohl Laien als auch Fachleute sofort den Begriff erwähnen.
Es hat sich halt so ergeben.



@ Herr Kowalski



wahrscheinlich ist es keine Fangfrage, Herr Bromm und Herr Meurer wollen uns Laien (auf diesem Gebiet) nur dumm halten.



Mitleser



Also ich kann bei mir nach der Untersuchung sicher von Kondensat ausgehen. Alles weist darauf hin und das Haus steht auf einem Sockel. Es gibt keine wasserführenden Schichten unter dem Haus und die Fundamente unter den Schwellbalken (Kalk und kleine Feldsteine) sind trocken. Es ist nur eine Innenwand im nicht unterkellerten Bereich die feucht ist. Übrigens eher feuchter als eine ganz ähnliche Wand 3 Meter weiter die ein Stockwerk tiefer als Abschlusswand im Keller ist.

Ich lese jetzt seit gut 2 Jahren hier mit und stelle fest, dass viele aufsteigende Feuchtigkeit behaupten. Irgendwie glaubt aber niemand dass das häufige gepostete Bierglas eine Relevanz hat. Das Modell mit der aufsteigenden Feuchtigkeit ist so schön, dass es jeder glaubt. Ich habe so viele Argumente gelesen, aber alle wollen nachträglich die Abdichtung einbringen. Koste es was es wolle. Was mich auch wundert ist dass alle annehmen Steine gehen kaputt wenn sie feucht sind. Woher die Auffassung kommt weiß ich auch nicht. Wenn ich mir die Steine in meinem Garten oder im Wald hinter dem Haus anschaue sehe ich zwar Moos, aber die Steine wittern nur ein klein wenig ab.

Die Lösung warum es unten feuchter ist, ist einfach. Der Boden hat eine feste Temperatur und damit ist die Wand unten kälter als oben im geheizten Bereich. Das führt dann zur Kondensation an der kältesten Stelle.

Ich jedenfalls werde meine Wände so lassen wie sie sind nachdem ich sie diffussionsoffen verputzt habe. Falls es irgendwann wirklich lästig werden sollte kann man auch mit einem kleinen Rohr die Wand etwas aufheizen. An einer Stelle habe ich die Tapete entfernt, den Boden isoliert und dort sind auch die Ausblühungen komplett verschwunden.

Aber wenn die Leute mit Gewalt ihre Steine mit Chemiepampe tränken wollen ...
Oder einen großen Graben um das Haus ziehen wollen ...
Viele Bauunternehmer können davon leben.
Und wer will schon einen Gutachter bezahlen der einfach sagt dass alles passt wie es früher gemacht wurde.



Herr Bromm und Herr Meurer wollen uns Laien (auf diesem Gebiet) nur dumm halten



Danke für die Blumen.

Ich habe geschrieben was mir in den Sinn kam!

Sorry, Pope wenn ich Dir auf die Füße getreten bin, war nicht meine Absicht.

Viele Grüße aus Koblenz
Gerd



Gerd Meurer



ich bin nicht empfindlich, aber wünschte mir von so einem Forum, dass zur Kenntnisverbreitung beigetragen wird und nicht nur die Unkenntnis festgestellt wird. Auch das Forumsmitglied Danilo Conraths, ein versierter Dachdecker, hatte Fragen zur Materie und wird abgebügelt. Ich finde es schade, gerade weil hier viele mitlesen, die solchen Geschäftemachern auf den Leim gehen. Ich hätte mir einen Link gewünscht, wo versucht wird aufzuklären. Das Zitat aus Herrn Bromms Artikel zeigt auch eher auf, wo man wenig oder gar keine Hilfe bekommt. Der Hinweis auf eine fundierte Schadensanalyse wird zwar gebracht. Aber ich selbst habe es erlebt: 3 Gutachter (ohne Sanierungsfirma), 3 Meinungen.



Hallo Pope,nur mal am Rande,



ich finde ich habe auf Beitrag ordentlich und mit aller Höflichkeit geantwortet.

Ich persönlich halte aufsteigende Feuchtigkeit für eine wie ich geschrieben habe Fehleinschätzung.

Ich stelle statt aufsteigender Feuchtigkeit wie der Betroffene denkt oft Kondensatausfall wegen kalter Oberflächentemperaturen fest, oder manchmal auf eine defekte Regenrinne.

Wer sich eine präzise Einschätzung und Schadensanalyse in diesem Forum wünscht ist hier fasch!

Grüße Gerd



aufsteigende Feuchte



Na gut, wenn Links gewünscht werden:
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/allgemeines.html

In Frage kommen die Artikel:
"Gab es früher trockene Keller"
"Müssen Wände atmen"
"Wann ist eine Wand nass"
und die zweite Hälfte von "Über die Baustellenetikette".



Warum sollte ich jemanden bei dieser Frage für dumm halten?



dass es sich manche sehr einfach machen weiß man doch.
Außerdem kenne ich aus meiner Erfahrung auch - frage drei Menschen und erhalte mehrere Meinungen.
Ich weiß auch, dass es saugfähiges Material gibt.
Auch, dass es darauf ankommt welche Porenverteilung und Porengröße sowie Anzahl der Kapillaren usw.. für den Feuchtetransport gibt, denn ich habe mich sehr viel mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Mir geht es hier nicht darum wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten sondern nur darum wie unqualifiziert mit diesem Thema umgegangen wird.
Und da habe ich mir einfach diese Frage erlaubt.
Es ist doch interessant was dazu alles geschrieben wird.
Nochmals Danke für Eure ernst-gemeinten Beiträge.



Totschlagargument



Hallo,
Wenn jemand zu Ihnen ins Haus kommt und ohne genau zu prüfen, woher die Feuchtigkeit kommt, haben Sie es mit einem Berater und nicht mit Fachmann zu tun. Betrater kommt für mich noch vor Verschwörungstheoretiker ;-). Spaß bei Seite. Die Ursachen sind meistens vielgestaltig. In dem Beitrag, "Wie kommt der Schimmel an die Wand" (//forum.derhausdoktor.net/#post6), habe ich versucht die Problematik zu umreißen. Es ist immer eine Frage, wo tritt sie auf. Außen kann die Ursachen, z.B falsches Gefälle, undichte Leitungen usw. sein. Bei punktueller Durchfeuchtung an starken Setzungsrissen, besteht die Möglichkeit, das kapilar Wasser aufsteigen kann. Eine weitere Ursache kann ein veränderter Grundwasserspiegel sein. Also die Möglichkeit besteht, mehr nicht.



Schimmel



Lieber Herr Schmidt,
es gibt keine Kältestrahlung (siehe Ihr Beitrag im obigen Link).
Es gibt auch keine Öfen die nur als Wärmestrahler heizen, genauso wie es keine Heizkörper gibt die nur durch Konvektion heizen (außer im Vakuum).
"...Der Berechnungsansatz des Glaser-Verfahrens, dem allen Nachweisen zu Grunde liegt, ist ein idelles Näherungsverfahren, das nur für den Zeitpunkt Tag Eins nach Fertigstellung berechnet werden kann..." (Zitat aus dem obigen Beitrag)
Falsch. Das Glaserverfahren ist ein statisches System das auf einer ideellen, festgelegten Ausgangslage beruht. Man kann mit ihm verschiedene Bauteile bzw. Bauteilkombinationen vergleichen.
Nicht bloß im Zustand Tag 1.
Feuchte- und Temperaturströme werden mit den heute üblichen Verfahren konkret für die klimatischen Verhältnisse vor Ort und im zeitlichen Ablauf simuliert, nicht nur für einen Punkt des Bauteils. Das ist seit vielen Jahren der Stand der Technik beim Neubau und der Sanierung, vor allem bei Innendämmungen.




Schon gelesen?

Fehlende Sperrschicht