Wir stehen auf einem Bach!!!!

08.12.2014 Arasanel


Guten Tag,

unser Haus, Bj. 1961, steht wohl auf einem unterirdischen Bach.
Nach dem Messverfahren ” GANN Hydromette – digits" haben wir folgende Ergebnisse erhalten:
Wände wurden bis 40 cm über Bodenplatte gemessen.
Außenwände (Im Raum gemessen!) >170 digits
Innenwände > >130 digits
Bodenplatte (Wohnung, Flur, Keller) >170 digits.
Wir haben im unteren Wandbereich Schwarzschimmel.

Es gibt nur Elektrospeicher.
Ich überlege eine Gas Brennstoffzelle zu installieren.
Die Verrohrung über Putz und Heizkörper in Bodennähe. So der Plan.
Von Fa. AGO Schimmelentferner und Antischimmel. So versuche ich zumindest oberflächlich "Herr der Lage" zu werden.
Was kann ich ohne viel Geld noch machen?

Danke für eure Tipps
Arasanel



Feuchtigkeit



Ihre Anfrage impliziert schon die Schadensursache, einen "unterirdischen Bach".
Bloß gut das Sie noch keinen Rutengänger oder Radioästheten geholt haben, für die ist so eine "Wasserader" eine Todeszone.
Lassen wir das mal mit dem Bach, nicht nur 1961, auch 1861 oder 1561 hätte niemend ein Haus bei solchen Baugrundverhältnissen errichtet.
1961 wurden Bauwerke abgedichtet, an den technischen Regeln dafür hat sich seitdem nicht viel geändert.
Das mit den Digits können Sie auch getrost vergessen. Die sagen nur aus das die Abdichtung funktioniert.
Was bleibt ist, meiner Meinung nach, Kondensatausfall infolge von Wärmebrücken.
Ihre Idee mit der Heizung ist richtig, aber bitte keine Brennstoffzelle sondern eine Brennwerttherme mit Schichtladespeicher und Kollektorunterstützung. Das wäre jedenfalls meine Wahl.



Bach???



Hallo
Wie ist denn der gesamte Wandaufbau und die sonstige Dämmung,

wielange gibt's schon die feuchten Wände?

Stand das Haus länger leer oder ungeheizt?

Habt ihr einen Energieausweis ?

Gibt es Nachbarbebauung mit ähnlichen Problemen?

Vor einer Heizung würde ich die Dämmung verbessern-

Könnt ihr selber etwas machen- zeitlich und von den handwerklichen Fähigkeiten?

Andreas Teich



Wir stehen auf einem Bach- 2



Erst mal vielen Dank für die Antworten.

Das Haus steht direkt am Waldrand und ist in den Berg gebaut worden (Nordhang- wenig Sonne).
Von Oben drückt es gewaltig! Hinter dem Haus ist eine 1,6 m breite Terrasse.
Schon nach 50 cm Tiefe sind die ersten Felsen sichtbar. Die Bodenplatte liegt aber in einer Tiefe von ca. 3 m. Sie ist aus sehr groben Beton. Körnung 10 bis 40 mm.
Das Haus selbst ist aus doppelt - 5-fach gebrannten Ziegeln, in Heimarbeit gebaut worden.
Es gibt keine Dämmung, die Außenwände wurden mit einer Dichtschlämme gestrichen. Feuchtigkeit gibt es seit mehr als 25 Jahre.
Das Haus war immer von 3 Generationen bewohnt. Energieausweis??? NEIN!
Durch Nachbarn weiß ich das man damals eine kleine Prallmauer vor die Bodenplatte gemauert hat.
So wollte man das stark aus dem Berg kommende Wasser umleiten.
Aber: Nur Hören - Sagen!!!
Ich hätte nicht das Werkzeug um das Haus ausschachten zu können. Hier würde man mit sehr starken Gerät arbeiten müssen.
ABER: Es gibt keine Möglichkeit hinter das Haus zu kommen.
Hier könnten die Kosten der Sanierung den Rahmen sprengen.
Deshalb die Idee mit der Heizung.

Für andere, sich rechnende Ideen, wären ich sehr dankbar.
Arasanel



Ich



kenne Häuser, deren Fundament und Kellermauerwerk seit fünfhundert Jahren zweiseitig von Bächen umflossen werden.......

Grüße Martin



Abdichtung



Das was da ans/ ums Haus strömt nennt sich Hang- und Schichtenwasser; die vorhandene Abdichtung hat das im Griff sonst sähe Ihr Keller und Ihr EG anders aus.
Wie alte Häuser aussehen die im Wasser stehen habe ich hier oft genug als Foto eingestellt, darum geht es nicht. Freies Wasser ist etwas anderes als strömende Wässer im Baugrund unter Fundamenten.