Fachwerkhaus im Winter unbewohnt! Ab und zu durchheizen oder ständig lüften?

16.09.2003



Hallo, wir haben in Süddeutschland ein altes Fachwerkhaus als Ferienhaus! Im Sommer ist es vermietet, jedoch im Winter ist es oft monatelang unbewohnt! Ich wollte fragen, wie ich eventuelle Schäden vorbeugend vermeiden kann. In der unbewohnten Zeit wollte ich alle Innentüren offen lassen, einige Fensterläden schließen (Sie schließen nicht dicht) und die Fenster hinter den geschlossenen Läden offen lassen. So kann ständig die Luft leicht zirkulieren und trotzdem nicht hineinregnen. Vor der Frostperiode lasse ich auch die Wasserleitungen leerlaufen. Eigentlich können doch mit dieser Methode keine Schäden am Fachwerk entstehen, denn wenn nicht geheizt wird, entsteht auch kein Dampfdruck und Taupunkt in den Außenwänden! Stimmt das??? Oder ist es besser, wenn ich alle Fenster geschlossen halte und jeden Monat für ein Wochenende hinfahre und dann das Haus kräftig aufheize?? Was ist besser? Hat jemand Erfahrung?





...also ich lass die fenster immer alle zu, damit kein ungezifer rein kommt. wenn es stark friert, kann man ja mal das haus stark aufheizen! das reicht dann wieder für ein paar wochen (monate)..





Hallo, ich sehe nur dann Probleme, wenn die Schale nicht mehr intakt ist, sprich der Außenputz. Dann wird ihr Haus durch Schlagregen und Schnee etc. schön langsam so durchnässt, dass es selbst im Sommer nicht mehr durchtrocknet, und dann gibt es Frostrisse und und und. Also mal den Putz durchgehen, die Anschlüsse zum Holz kontrollieren und ggf. mit Kalkputz sanieren.
Gruß Günter Flegel



Lüften, nicht heizen



Ich stimme Herrn Flegel zu!
Wenn die Fugen zwischen dem Fachwerk und den Gefachen gut abgedichtet sind (Wasser darf nicht einsickern können), sehe ich kein Problem! Auf keinen Fall, wie unten geschrieben, die Fenster alle geschlossen lassen! Wenn nicht geheizt wird muß ständig die Luft zirkuieren können! Schädlich sind auch kurze Heizphasen, wie unten empfohlen! Dadurch entsteht auf der Innenseite der ausgekühlten Wände erheblicher Tauwasseranfall, der anschließend, wenn das Haus wieder kalt ist, nicht verdunsten kann und zu Pilzen führt!
Also: Im Winter nicht heizen und ständig für Lüftung sorgen!



Lüften



Hallo,

ohne jetzt sagen zu können was besser ist, meine Erfahrungen: In meinem EFH wurde vom Vorbesitzer jahrelang weder geheizt noch gelüftet -> das war definitv nix. Schimmel und nasse Wände.
Durch simples Kippen der Fenster sind alle feuchten Wände trockener geworden.
So wie ich es sehe, konnte vorher die durch das Sandsteinfundament aufsteigende Feuchtigkeit (baulich bedingt) nicht aus den Räumen.
Ausgetrocknete Siphons haben zusätzlich Mief und Feuchte Luft aus der Kanalisation ins Haus gebracht.
Geheizt habe ich nun seit April nicht mehr, im Winter großteils nur per Elektrolüfter (Baustelle).
Nach dem späteren Aufbuddeln der Wand an der Hangseite ists nun staubtrocken :-) Muß nur noch Zeit finden, zum Verputzen, Abdichten und Drainage legen, damit nicht wieder Hangwasser an der Wand staut.

Grüße, Rainer





Hallo,

wir haben auch ein kleines Ferienhaus, Hier werde ich vielleicht im nächsten jahr eine kleine Solaranlage einbauen, die das haus im Winter immer leicht mit Wärme versorgt. Im Sommer werden die Kollektorflächen zudedeckt, so dass sich das Haus nicht unnötig erwärmt.

viele Grüße Michael reisinger