Wie Haus ohne Heizung beheizen ?

27.09.2010



Guten Tag,

wir haben ein Haus an der Ostsee, welches voraussichtlich ab Dezember leer stehen wird. Die bisherigen Mieter werden ausziehen und wir können dann endlich mit der Sanierung beginnen.

Das Haus ist gemauert und hat einen Teilkeller. Sehe jetzt folgendes Problem:

Es gibt im Haus nur Kachel- und Kohleofen. Da wir nicht vor Ort sind (870 KM) haben wir keine Möglichkeit das Haus im kommenden Winter zu beheizen.

Was können wir tun bzw. was ist notwendig ? Klar, Wasser abstellen u.ä.
Hatte als Notlösung schon an elektr. Bauheizer mit Thermostat gedacht.

Danke für jeden Tipp.

Grüße
Christian





Wenn alle Leitungen entleert sind (auch Siphons von Abwasserleitungen) und die Fenster alle geschlossen sind, Schaden Frosttemperaturen nicht.
Hier werden viele im Winter nicht benutzte Ferienhäuser kalt überwintert.
Heikel sind Absperrhahnen mit Kugel oder Konus - diese bleiben in der Bohrung voll Wasser, wenn das Ventil geschlossen wird, was meist dazu führt, dass der Hahnkörper platzt.
Wenn das Hauptabsperrventil nicht in einem Bodenschacht, sondern irgendwo an der Wand frei montiert ist, kann die Zuleitung druckseitig auch einfrieren. Bei Dauerfrost hilft da auch dämmen dieser Kaltwasserzuleitung nichts. Besser sollten sie die Leitung deshalb mit dem Absperrventil für den Hauswasseranschluss abstellen. Meist ist das irgendwo in der Zufahrtsstrasse ein kleiner Gussdeckel, und man braucht einen grossen Vierkantschlüssel dazu.



Klasse Beitrag, Jens ! --



-- Ergänzend möchte ich noch anfügen, daß alle Siphone im Haus entleert sein müssen -- auch die der Kloschüsseln.
Nach dem Entleeren müssen aber alle Geruchsverschlüsse mit
einem geeigneten Material geruchsdicht verstopft werden.
--- Sonst "duftet" es nach der Winterpause erbärmlich in der Hütte. ( von brennbaren Gasen ganz zu schweigen)
> Waschbecken und Spüle : Stöpsel rein und die Überlauföffnung mit Klebeband abkleben.
> Kloschüsseln und Fußbodenentwässerungen mit Lumpen oder
Plastiksäcken zustopfen.



die



Geruchsverschlüsse in WC und so weiter kannst Du aber auch mit Frostschutzmittel für Scheibenwaschanlagen sicher über den Winter bringen ....



Bauheizer...



...ist zu mutig.

Es gibt elektr. Frostwächter, die ein Fachmann installieren sollte, ferner für Wasserleitungen Heizkabel.

Grüße

Thomas





Das mit dem Frostschutzmittel ist gut.
Sollten Sie das aber wieder ins Wasser einleiten, begehen Sie eine Straftat nach dem Wasserhaushaltsgesetz.
Also: Absaugen, wenn nicht mehr in Gebrauch.

Grüße





Im Klo gehts einfacher:
Siphon entleeren, einen billigen Kinderball aus Plastik nehmen, Luft rauslassen, in den Ablauf des Klos schieben und aufpumpen.

(Ball vor Wiederinbetriebnahme entfernen ...)

Im Lavabo gehts einfacher:
Siphon entleeren, Stöpsel zu, Entlüftungsöffnung mit Malerkrepp zukleben



Danke,



für die vielen Tipps.

Habe jetzt folgendes beschlossen:
Haupthahn fürs Wasser wird abgestellt, alle wasserführenden
Rohre/Leitungen entleert.

Alle Fensterausschnitte werden von innen mit Styropor verschlossen.
Zwei Frostwächter werden aufgestellt.
Einmal die Woche sieht jemand nach dem Haus.

Und wenn es Witterung und unsere Zeit zulassen, kommt der große Hammer !!!!!!!

Grüße
Christian





Du bist ein Pessimist? Das sind die mit Gürtel und Hosenträger.
Wenn die Frostschutzheizung funktioniert, kannst Du Dir die Entleerung sparen. Entleerst Du, brauchst du die Heizung nicht.
Frostwächter mit Leitungsinnenbeheizung erfordern einen gewissen Installationsaufwand und machen nur Sinn, wenn man das Wasser während einer Frostperiode nutzen will.
Das mit dem Styropor im Fenster ist viel Aufwand, wozu? Im Frühjahr liegt das Zeug dann rum und nervt. Mach lieber die Fensterläden zu.

Was soll die Person tun, die jede Woche zum Haus sieht?
Melden, dass die Leitung nun doch eingefroren oder nicht eingefroren ist? Wenn die Heizungspanne am Tag nach der Aufsicht passiert und es wirklich kalt ist (was nach Murphy's law so zutreffen wird), friert die ganze Installation ein - dann wäre eine Woche zu lange.

Nur eine Strategie vorsehen, die aber dann durchziehen.
Konsequent entleeren ist für ein den ganzen Winter leerstehendes Haus das Einfachste und billigste.

Alternative: Mieter erst auf Ende März rauswerfen. Da kriegst Du noch Geld, dass die Bude beheizt wird.



Nicht ganz so .....



"Wenn die Frostschutzheizung funktioniert, kannst Du Dir die Entleerung sparen. Entleerst Du, brauchst du die Heizung nicht.Frostwächter mit Leitungsinnenbeheizung erfordern einen gewissen Installationsaufwand und machen nur Sinn, wenn man das Wasser während einer Frostperiode nutzen will."

Habe ich offenbar nicht richtig formuliert. Es gibt keine Leitungsinnenbeheizung o.ä., sondern zwei Heizgeräte die ein starkes auskühlen verhindern sollen.

"Das mit dem Styropor im Fenster ist viel Aufwand, wozu? Im Frühjahr liegt das Zeug dann rum und nervt. Mach lieber die Fensterläden zu."

Ist kein großer Aufwand. Es sind alte, teils undichte, einfache DDR Holzfenster ohne Fensterläden oder Rollo. Wird sicherlich auch einen Beitrag dazu leisten, dass das Haus nicht zu sehr auskühlt. Da wir hoffentlich bald sanieren können, findet sich für das Styropor sicherlich noch eine Verwendung.

"Was soll die Person tun, die jede Woche zum Haus sieht?
Melden, dass die Leitung nun doch eingefroren oder nicht eingefroren ist? Wenn die Heizungspanne am Tag nach der Aufsicht passiert und es wirklich kalt ist (was nach Murphy's law so zutreffen wird), friert die ganze Installation ein - dann wäre eine Woche zu lange."

Zumindest kann er mich informieren falls etwas am Haus ist.

"Alternative: Mieter erst auf Ende März rauswerfen. Da kriegst Du noch Geld, dass die Bude beheizt wird."

Nach langem Streit mit den Mietern bin ich froh, dass der Termin steht. Wurde übrigens vom Gericht festgelegt.

Gruß
Christian



@ Dietmar



lese ich richtig: dann würde ja jeder Autofahrer einen Umweltfrevel begehen - mit Tüv gesegnet....





Wie bitte ?
Welche Umweltsau läßt denn ihren/seinen Frostschutz einfach laufen ?
Den entsorgt man in der Werkstatt.

Nix für ungut



Bevor's zu deftig wird:



Ein Kilo Salz im Wasser tut's auch, und unter "Frostschutz" darf man sicher auch den Scheibenwaschzusatz verstehen.

Grüße

Thomas



mal



zur Erinnerung, das war mein Vorschlag: "...kannst Du aber auch mit Frostschutzmittel für Scheibenwaschanlagen..." deshalb versteh ich nicht den Vorwurf der Umweltverschmutzung von Dietmar ..... nix für ungut.



Nicht vergessen



falls die Wasserleitungen entleert werden und elektrische Durchlauferhitzer vorhanden sind, diese mit Pressluft(es reicht ein einfacher Kompressor)auszublasen bei etwa 1 bar, weil die Geräte nicht selbsttätig leerlaufen. Man kann gut den Pressluftschlauch mit einem geeigneten Schlauchanschluß auf einen Wasserhahn schrauben und über den geöffneten Ablaufhahn am Hausanschluß entleeren. Machen wir schon seit Jahren erfolgreich und habeb seitdem keine Frostschäden mehr.
Zum Frostschutz: Was die Österreicher vor Jahren in den Wein gepanscht haben (Glykol) wird das Abwasser wohl nicht wirklich vergiften, wenn etwas davon in den Geruchsverschluß kommt (Achtung: Scherz).
Ein Geruchsverschluß ist mir auch bei -20° noch nicht zerfroren, aber etwas Salz tuts auch und ist unschädlich für Kunststoffleitungen.
Gruss von Küste zu Küste