Wiedermal Zwischensparrendämmung - Sanierung - Alternativen

23.05.2017 Mac-Dämm



Hallo Forum,

ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich auch nach tagelangen Lesen im www, informieren bei Fachleuten usw. nicht zu einer befriedigenden Lösung komme!

Die Ausgangslage: unser EFH, Baujahr 1992 - teilweise ausgebautes Dachgeschoß mit Zwischensparrendämmung / 120 mm Mineralwolle - schlecht ausgeführte Dampfsperre!
Dachaufbau von Innen nach außen:
- in den ausgebauten Räumen Holzdecke
- Folie als Dampfsperre
- 120er Mineralwolle
- 4 cm Hinterlüftung
- Dachschalung - 18er Fichtenbretter
- diffusionsoffene "Dachpappe" (weiß den Namen nicht genau)
- Lattung und Konterlattung
- Frankfurter Pfannen

Zum Teil ist die Mineralwolle schwarz verfärbt, was ziemlich sicher auf Schimmel hindeutet! Schimmelabklatsch und Raumlufttest wurden heute durchgeführt und an das Labor zurückgesendet! Ergebniss in ca. 2 Wochen!

Egal wie der Test ausfällt, werde ich beginnen, in einem Raum die Fichtenholzdecke abzunehmen um zu sehen, wie die Dämmung in den bewohnten Räumen aussieht!
Der Ausbau von vor 1996 hergestellter Mineralwolle ist nicht ganz unproblematisch.
Sollte es soweit kommen, das die ganze Dämmung saniert werden muss, was dann? Ein Handwerker riet uns zum Warmdach, der nächste zu einer Aufdachdämmung (finanzieller Supergau).
Aufdach scheidet aus finaziellen Gründen aus, Warmdach ist mir nach all dem gelesenen sehr suspekt.Die kleinste Schwachstelle der Dampfsperre ist wohl fatal, und ob die verbaute "Dachpappe" wirklich nach 25 Jahren noch diffusionsoffen ist, bezweifle ich sehr!
Ich denke, die Hinterlüftung der Dämmung hat uns vor dem allergröbsten bewahrt!
Am liebsten, glaub ich, wäre uns ein solcher/ähnlicher Aufbau, wie in einem Beitrag aus 2008 geschrieben!
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/dachgeschoss-daemmung-96675.html
"Ich habe vor ca. 10 Jahren einen Aufbau gemacht, der immer noch gut funktioniert (hab's noch mal geöffnet, um ein Kabel durchzuführen): Innenverschalung 28er Rauhspund auf die Balken, dann Distanzhölzer 10cm aufgeschraubt, dazwischen Holzweichfaserplatten 2x 5cm, sehr sauber verlegt ohne Fugen (Bauteilanbindungen mit Stopfhanf ausstopfen), darüber wieder eine Verbretterung aus 24er Dielung. Die insgesamt 15cm Holz + HWPL lassen die Feuchte gut durch, dämmen im Winter und halten im Sommer die Wärme durch die thermische Trägheit des Holzes gut draußen."

Wer hat Erfahrung mit "alternativen" funktionierenden Dämmungen? Wer bzw. welche Firma würde dies oder ähnliches im PLZbereich 91795 ausführen oder beratend begleiten? Oder zurück zum alten System nur mit besserer Dampfsperre? Sollte im isolierten Spitzboden Giebelseitig für Entlüftung gesorgt werden?
mit besten Grüßen und vielen Dank, Johannes



Dachdämmung



Die schwarzen Verfärbungen deuten auf ein Durchströmen der Dämmung mit Luft hin (Staubablagerungen), das wiederum auf Undichtigkeiten in der Dampfsperre. Ein typischer Baufehler aus der Zeit.
Ob ein Neuaufbau fällig ist kann man nur vor Ort entscheiden, auch wie der aussehen sollte.