(Wieder) ein feuchter Keller von 1862. Einfach so lassen? (Naturstein und Gewölbedecke)



(Wieder) ein feuchter Keller von 1862. Einfach so lassen? (Naturstein und Gewölbedecke)

Liebes Forum,
nach der Lektüre diverser "feuchte Keller" Beiträge bin ich noch immer ein wenig unschlüssig.
Wir haben ein Haus von 1862 saniert. Den Keller haben wir von aussen nicht aufgegraben, gesperrt o.ä., keine Drainage (haben es auch eigentlich nicht vor). Die Aussenwände des Kellers bestehen aus Naturstein und sind ca. 60cm breit. Die Unterteilung des Kellers ist gemauert, die Decken sind Gewölbedecken ohne Stahlträger.
Der Fußboden besteht aus den alten Ziegel.
Die Luftfeuchtigkeit beträgt zur Zeit deutlich über 80%. Ich hätte gerne einen trockenen oder trockeneren Keller, brauche ihn aber nicht zu Wohnzwecken. Zur Zeit lagern wir Getränke und Obst/ Gemüse.
Wenn ich einen Entfeuchtet laufen habe, bekomme ich die Feuchtigkeit kurz auf 70%, sobald der aus ist, ist die Luftfeuchte wieder auf 85 und mehr Prozent.
Wir haben jetzt alle Fenster auf, dann riecht der Keller auch nicht muffig. Eigentlich alles OK. Von den geziegelten Mauern bröselt nur der Putz wieder ab, die Gewölbe und das EG sind aber trocken. (Der Keller liegt zu 3/4 unter der Erde, ca. 80qm Fläche).
Bekommt man das (sinnvoll) in Griff oder verbrennt man mit der Entfeuchtung nur Geld? Ausserdem kommt wahrscheinlich Feuchtigkeit sofort wieder rein?
Wir haben prinzipiell von der Lage kein Problem mit Grundwasser oder drückender Nässe durch ein Gefälle o.ä.
Was würdet Ihr tun?
Viele Grüße aus Leipzig.



Feuchter Keller



Einen guten Tag,

haben die Wände Salz Ausblühungen ?

Wann Lüftest du ? Über Tag oder Nachts.
Ein Luftentfeuchter kann nicht das Mauerwerk trocknen.

Wenn dann mit einem Flächentrockner in kompi. mit einem Luftentfeuchter.

Beste Grüße

Waldemar Eider





Hallo Waldemar Eider,
Salzausblühungen gibt es, aber nicht sehr viel (bei dem Foto rechts an der Säule).
Die Natursteine haben wir nicht verputzt, hier gibt es gar keine Ausblühungen. (Der alte Putz der Steine ist morsch - hier wollte ich bei Gelegenheit die Fugen mit Trusszement nachbessern.)
Im Augenblick lüfte ich rund um die Uhr (in Leipzig sind es 15 Grad, nachts um die 8 Grad), habe vorher nur Nachts gelüftet bzw. nur, wenn es aussen min. 5 Grad unter der Temperatur im Keller war.
Einen großen Unterschied hat das aber nicht gemacht...
Viele Grüße,
Michael



Vielleicht doch der Boden?



Jetzt habe ich diesen Beitrag komplett durchgearbeitet:
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/massnahmen-keller-161037.html

Im Prinzip eine ähnliche Situation. Hier raten alle zum Abdichten (?) des Fußbodens um die Kondensfeuchtigkeit zu beseitigen. Ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass wenn ich den jetzt "atmungsaktiven" Boden abdichte (und sei es wie in dem Forumsbeitrag diskutiert mit Fliesen oder PVC), dass mir die Feuchtigkeit in den Wänden aufsteigt.



Kellerabdichtung



Warum hält sich nur dieses Märchen vom in die Wände hochdrückenden Wasser so hartnäckig?
Das muß wohl so ähnlich sein wie mit dem vielen Eisen im Spinat oder das August Monier den Stahlbeton erfunden hat.

Zu den nassen Wänden:
Nein, das passiert nicht. Die Wände werden trockener.
Der osmotische Druck ist eine materialbedingte Größe, er hängt ab vom Durchmesser und der Beschaffenheit der Poren in einem Baustoff.