Wie von innen dämmen?

03.01.2018 alfista2110



Zuerst einmal Hallo und ein frohes neues Jahr an alle.
Wie schon oft, hier im Forum diskutiert geht es um die Innendämmung / den Wandaufbau eines Fachwerkhauses (Baujahr ca. 1908).
Da ich nun die alte Dämmung entfernt habe (rigips- und styroporplatten), ist die Wand wieder im Original Zustand zu sehen.
Jetzt ist meine frage ob ich die vorhandene Unterkonstruktion drauf lassen kann, um dazwischen 20mm steico flex zu klemmen, darauf claytec pavaboard Holzfaserdämmplatten und anschließend nach der Armierung Lehmputz auftragen kann?





Das sind irgendwie zu viele und zu dünne Schichten.

Die 20mm Holzfaserplatte auf Traglattung wäre mir als Wandbaustoff zu instabil.

Vielleicht besser nur eine Holzfaserwandbauplatte ab 40mm vollflächig auf dem vorhandenen Lehmputz andübeln.

Falls der Lehmputz schon nicht mehr überall richtig hält, vielleicht auch entfernen und dann die Holzfaserplatten vollflächig mit Lehmklebemörtel ansetzen und zusätzlich verdübeln.



Komplexes Thema...



...welches nicht so einfach mittels Handskizze hier zu beatworten geht.
Abhängig vom bestehenden Energiekonzept ihres Gebäudes, sollte eine entsprechende Lösung gefunden werden.
Ich sehe es ebenfalls so, wie es Erwin bereits geschrieben hat, zu viele unterschiedliche Ebenen.
Wir arbeiten seit Jahren in mit Innendämmschalen, aber die sind von jeden einzelenen Objekt separat zu betrachten und auch zu erarbeiten.
Vorallem die vielen Detailanbindungen, wie Deckendurchführungen, Trennwandanbindungen und auch den späteren Betrachtungen hinsichtlich Befestigungen an diesen Wänden, sollten genauestens am Objekt analysiert und erarbeitet werden.

Gern helfen wir ihnen bei ihren gedanken zur Lösungsfindung und könnten dies mit einem Telefonat sicherlich gut beginnen.

FG Udo Mühle





insgesamt 4 cm Dämmung sind zwar besser als gar keine Dämmung, aber wenn es noch 2 cm mehr wären, wäre es auch gut. Bei der vorhandenen UK und der Pavaboard sollte man auf die Abstände der UK achten, max. 37,5 cm Achsmaß sollten nicht überschritten werden, ggf noch eine Latte zwischen den Bestand setzten. Und bei der Flexdämmung aus Holzweichfaser unter die Pavaboard eine Klimamembran (z.B. von Intello) fachgerecht einbauen. Im Lehmputz auf der Pavaboard die vollflächige Armierung nicht vergessen.
Alternativ dazu die alte UK entfernen, den Untergrund ggf. egalisieren und eine 60 mm Holzweichfaser-Innendämmung (z.B. Pavadentro von Pavatex) mit Lehmkleber verlegen, mit Schrauben und Isoliertellern fixieren und mit Lehm verputzen. Dann braucht man auch keine zusätzliche Dampfbremse mehr.



@ Wugck



...aber eben nicht vergessen, daß umlaufend die Decken und Böden geöffnet werden müssen, um die neue Dämmebene da hindurchzuführen, da ansonsten die Deckenkonstruktionen, speziefisch die balkenanbindungen an die Außenwandbereiche, kühler bleiben und es somit zu Tauwasserausfällen kommen würde und Bauschäden vorprogrammiert sind!