Wie Klinkerwand verfugen

13.10.2015 Jakoha



Hallo zusammen. Ich habe eine Gebäude im Garten, das um 1934 erbaut wurde und den Backofen beinhaltete. Aus baurechtlichen Gründen konnte ich die Mauern nur mit einem Flachdach ohne Dachüberstand versehen. Die Wände wurden aus hartgebrannten Backsteinen im Reichsformat auf Sicht gemauert. Dies würde ich aus optischen Gründen gerne beibehalten. Die Fugen, ursprünglich mit Kalkmörtel gemauert und in den 60er Jahren mit Portlandzement neu verfugt, sind zum Teil sehr tief ausgewaschen.

Mein Plan war, die Fugen durch Kalkmörtel neu auszufugen - bei tiefen Fugen ggf. in mehreren Schichten. Trotz mehrerer Versuche ist es mir bisher nicht gelungen einen Mörtel anzumischen, der sich in der Fuge als frostsicher erwiesen hat. Da die Wände teilweise direkten Schlagregen ausgesetzt sind, dachte ich nun, dass ich vielleicht besser mit einem Trasszementmörtel verfugen sollte. Kann ich damit langfristig meine Backsteine beschädigen? Auf was sollte man beim Kauf des Mörtels achten.

Liebe Grüße



Verfugen



Alle Hersteller von Werktrockenmörteln bieten frostsichere Verfugmörtel an. Sie können ihn auch selber mischen: 2 Teile Kalkhydrat, 1 Teil Zement, 8 Teile Sand 0-2.
Wenn der Fugenmörtel hell werden soll Portlandkalksteinzement und Weißkalkhydrat nehmen.



Klinker verfugen



Normalerweise ist jeder übliche Kalk-Zementmörtel frostbeständig.
Mein Haus von 1910 hat auch Fassaden aus Feldbranntsteinen und hat noch die Originalverfugung, bzw Fugenglattstrich- und damals wurde sicher kein Zement verwendet.
Wahrscheinlich werden andere Ursachen vorliegen, vielleicht wurden die Fugen nicht genug gereinigt oder tief genug ausgekratzt oder der Fugenmörtel nicht genügend fest hinein gedrückt oä?

Ein Bild wäre günstig

Andreas Teich.



Verfugung



1910 war Zement etwa 50 Jahre verfügbar und hatte sich für solche Zwecke bereits durchgesetzt. Das soll nicht heißen das er in Ihrem Fugenmörtel drin ist.