Denkmalschutz vs. Wespen




Hallo liebes Forum,

wir haben in unserem "Schätzchen" ein kleines, aber nicht mehr zu übersehendes Problem. Ich fabge von einfach einmal von vorne an.

Bei der Sarnierung unseres Hauses wurde auch das Dach erneuert. Das Denkmalamt schrieb damals die zu benutzenden Dachziegel vor. Zur Auswahl standen zwei Produkte, welche wir über einen belgischen Händler bezogen. Die Ziegel waren handgearbeitet und von daher nicht wirklich passgenau. Jedoch war dies die einzige Variante, welche genehmigt wurde.

Nun haben wir festgestellt, dass wir ca. 15 Wespennester an unterschiedlichen Stellen unterhalb der Dachziegel haben und sorgen uns natürlich um die Bausubstanz, sollten die Wespen sich aufgrund Platzmagels in tiefere Gefilde begeben. Denkmalschutz hin oder her, 160 € pro Kammerjägereinsatz und Nest können wir auf Dauer sicher nicht aufbringen und auch die Feuchtigkeitsschäden bei durchstoßener Unterspannbahn macht uns natürlich große Sorgen.

Was meint ihr dazu?

lg

Dany



fast vergessen...



"ie Wespen verursachen üblicherweise keine schweren Bauschäden. Das Benagen von Holz und Isolierung hält sich im Allgemeinen in Grenzen; in der Regel weichen die Tiere in vorhandene Hohlräume aus. Es gibt allerdings Fälle, wo sich die Tiere durch gewebeverstärkte Folie oder Rigipswände durchgenagt haben. Man kann vermuten, daß in diesen Fällen entweder extreme Platznot oder aber ein Verschluß des Einflugloches vorlag - die Tiere suchen dann nach einem Ausweg und bei großen Nestern mit einigen Tausend Tieren können sie sich dann auch durch solche Hindernisse nagen. Von Hornissen ist bekannt, daß sie aktiv Styroporisolierungen abtragen um sich Raum zu schaffen - in der Regel ziehen sie aber dann von selber um. Wespen dahingegen können nicht umziehen."



habe dasselbe problem



auch bei uns entdeckten wir ca 1 jahr nach der dachsanierung faustgroße löcher an der Unterspannbahn die durch wespennester verursacht wurden.(ich glaube nicht, dass die wespen daran nagen...) nach gesprächen mit dachdeckern sehe ich das problem nun eher gelassener. ein feuchtigkeitsschaden ist eher dann zu befürchten, wenn Dachziegel kaputt sind oder "flugschnee" zwischen dachziegel und diffubahn gelangt. dies muss dann noch dazu genau an der kaputten stelle geschehen um einen feuchtigkeitschaden entstehen zu lassen.
die löcher in der diffubahn habe ich folgerndermassen "gestopft": 1 schnitt oberhalb der beschädigten stelle-
welcher links und rechts ein paar cm länger ist -zuvor habe ich von den resten der diffubahn ein rechteck ausgeschnitten - dieses danach mit einer ecke voran soweit in den schnitt vorgeschoben bis die beschädigte stelle darunter von dem rechteck abgdeckt war. 1x angetackert und im falle läuft das wasser wunderbar darüber hinweg. kostet nichts und ist effizient. gegen die wespenplage habe ich bis dato noch nichts unternommen.... aber vielleicht tauchen hier ein paar brauchbare umweltfreundliche tipps auf



Keine Sorge



Die 'Undichtigkeit' des Daches sorgt für eine lange Lebensdauer der Konstruktion. Die Wespen (die Arten, die man in Dächern findet, bauen freihängende Nester aus selbst gemachtem Karton) sind für die Bausubstanz keine Gefahr und nur dann ein Problem, wenn sie, besonders im Spätsommer und Herbst, beim Essen im Freien lästig werden, besonders wenn jemand auf Wespenstiche allergisch ist. Die Nester werden übrigens im Herbst aufgegeben, es überleben nur die Königinnen. Das Holz wird üblicherweise von angewitterten Holzteilen oberflächlich abgenagt und mit Speichel zu einer Art Papier verarbeitet.



Ein Kammerjäger...



...hat bei uns mit einem Fraßköder gearbeitet. Das erwischt dann alle Wespen mit einem Streich.

Zuviel Natur kann zuweilen auch lästig werden.

Grüße

Thomas