bin neu hier und hab ein paar Fragen...

17.08.2007



Hallo an alle
ich werde mich demnächst wohl auch ein Fachwerkhausbesitzer nennen dürfen, doch zuvor steht noch einiges an Arbeit ins Haus:
Zur Situation:
Fachwerkhaus von 1709: EG gemauert, OG Fachwerk, 1DG + 2DG je auf 8x10m --> Platz ohne Ende!
1. Aktion: Das Dach muss runter: Das Gebälk ist zwar noch ok, aber die müssen beim Bau was verbockt haben sodaß der Giebel mitdem Dach sich zur Straße geneigt hat (ca. 30cm auf 4m Giebelhöhe) ist zwar alles abgefangen worden vor 100 Jahren, aber naja...
Frage: für eine Zimmermannsfirma sollte das doch zu machen sein, oder? Den Giebel wollen wir behalten, aber das restliche Gebälk erneuern...

2. Aktion: Kernsamierung, also alles was kein Balken ist, raus und dann mit ökol. Materialien dämmen und regenerativ heizen und Strom erzeugen + Regenwassernutzung.
Frage: Wofür brauche ich einen Architekten bzw. Bauantrag?

3. Frage: Haus ist als "erhaltenswert" eingetragen (->nicht Denkmal) Was bedeutet das?



Warum, weshalb!



Ein Archtikt bzw. Fachplaner wird Ihnen in jeder Hinsicht den Rücken frei halten, da er das Gebäude in seiner Komplexität sieht und mit Ihnen gemeinsam eben die Gesamtplanung und Konzepterarbeitung bewältigt.
Aufmaße, Bestandserfassung, Planungserarbeitung, Machbarkeitsstudien, Kostenermittlung, Ausführungsplanung mit Zeitfenstern, Baubetreuung, Abrechnungen, etc.etc.
Vielleicht auch die Planungsphase bereits mit guten Fachunternehmungen gemeinsam erarbeiten.
Sollte es für Sie von Interesse sein, so können wir Ihn en sicherlich hilfreich diesbezüglich mit zur Seite stehen.

Bis dahin u.U.
verbleiben

Jannasch LehmHandWerk



Unterstützung durch einen Fachmann...



...kann ich gemäß meinem Vorredner nur empfehlen. Der Aufwand hört sich nach einem ähnlichen Umfang an, auch wenn mein Bauernhaus etwas "anders" saniert wurde und kein Sichtfachwerk ist. Dabei ist ein Planer, der Ahnung hat und die Ausschreibungen und die Betreuung in die Hand nimmt, aus meiner Sicht auch ein Muß.
Nun zu Frage 3.: Steht die Hütte in einem Sanierungsgebiet? Meine Bude ja und wurde vom Denkmalamt ebenfalls als "erhaltenswert" eingestuft. In meinem Fall hat das bedeutet, daß ich nur den Zuschuß vom Land/Gemeinde bekommen habe, weil ich mich mit dem Stadtplaner arrangiert habe. Das heißt bei meiner Bude hat er aufgrund der Aussage vom Denkmalamt nicht nur auf "Bewohnbarmachung" geachtet, sondern auch auf die Ausführung (Dachziegel, Rückbau Fensteröffnungen auf alte Einteilung, verwendete Farben für Putz/Gesimse/Tore, Erhalt der Einteilung von Stall- und Scheunentore, Putzstruktur). Abgesehen davon, daß bei einer Nichtbeachtung und dem damit verbundenen Wegfall der Förderung die Einsparhöhe unter der Zuschußhöhe lag, wollte ich das ohnehin in dieser Form durchziehen.
Am Besten mal schlau machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man sich zwar etwas gegängelt vorkommt, aber es sich sowohl monetär, als auch für's Dorfbild lohnt.

Gruß Patrick.