Wer kennt sowas? Holzverschalung von Innen

27.09.2020 FW-Eigenbau


Hallo liebe FW-Community,
ich habe mir ein Fachwerkhaus gekauft und erst einmal "Sichtfenster" im Putz angelegt, um den Wandaufbau etc ein wenig besser kennen zu lernen. Bevor ich großflächig die Wände aufmache, möchte ich mich gern bei Euch rückversichern, ob es sinnvoll ist, was ich da tue.
Zu meinem Erstaunen sind alle (!) Außenwände und ein Großteil der Innenwände über dem Fachwerk (meist Staken und Lehmausfachung) mit Holz verschalt worden!? Hat man sowas schon gesehen?? Wozu??? War das damals als primitive Dämmung gedacht? Das Haus ist Baujahr 1840 und erneuert 1924. In diesem Jahr hat man es offenbar auch neu mit Kalkputz von innen verputzt. Da dieser einige risse zeigt, dachte ich, schau ich mir mal den Wandaufbau an und nun sowas.

Mein Plan war eigentlich eine vor das Fachwerk von Innen vorgesetzte Holzfaserdämmplatte und dann mit Lehmputz verputzen.

Meine Frage jetzt: sollte ich die Holzverschalung (die anscheinend intakt ist, abnehmen oder dranlassen für meinen geplanten Wandaufbau? Oder: würde aufgrundder Holzverschalung ein ganz anderer Wandaufbau Sinn machen??

Von Außen ist es Sichtfachwerk.

Vielen lieben Dank für Eure Aufmerksamkeit und evtl Antworten!



hier besser sichtbar



unter der Armierung die Holzverschalung/Verbretterung



Holzverschalung ?



Entweder die Fotos sind so ungenau oder ... Was ich sehe ist auf dem1. Foto Schilfrohr als Putzträger auf den Gefachen und auf dem 2. Foto sehe ich eine Ziegelausmauerung.



Fotos schlecht erkennbar



Hallo Pope,

ja das schaut aus wie Ziegel, sind aber Holzbretter! Unter der Schilfrohrarmierung genauso,- horizontale Holzbretter. Komisch!

Der Aufbau ist also: Fachwerk HolzbretterVerschalung, Armierung, Putz

Mich dünkt, es könnte sein dass damit eine gerader Putzträger hergestellt worden ist. Die FW-Wand wäre ja sonst nicht so gerade gewesen....oder wie?? Hab ich noch nie gesehen!



Warum auch immer



die Frage ist, wie sieht es hinter den Brettern aus. Eine Innendämmung mit Holzfaserplatten sollte dringend hohlraumfrei und kapillaraktiv ausgeführt werden. Das ist ohne den Blick hinter die Bretter nicht zu garantieren.




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