Welcher neue Bodenbelag auf Dielen?

24.05.2014 FamilieFrank



Guten Tag,

wir wollen in 4 Wochen in unser gemietetes Haus einziehen.
Wir haben allerdings noch ein kleines Problem und zwar der Bodenbelag.

Wir haben 3 Zimmer mit alten Dielen und die sehen wirklich nicht mehr gut aus wie man es sehen kann.

Dazu dachten wir, dass wir auf denen dann einen anderen Boden drauf legen. Weil wir für einen Fachmann zum Abschleifen haben wir das Geld nicht und zum selber machen fehlt uns die Erfahrung + Zeit. Dazu denke ich, dass er auch einfach zu alt ist zum abschleifen und vor allem halt viele verbrannte stellen hat vom abschleifen.

Davor war auf denen Teppich drauf verklebt, der wohl sehr lange lag.
Wir dachten da an einen PVC oder Laminat.
Nun was könnt ihr empfehlen und welche Kosten da auf uns zu?

Ich würde am liebsten auch die Dielen lassen, aber das ist so nicht möglich.

Viele Grüße
Familie Frank



Hallo



Leider kann man auf dem Foto die Dielen schlecht erkennen,ich würde immer versuchen das Alte zu retten.
So einen Boden abzuschleifen ist keine schwarze Kunst und das kriegt man auch hin ,wenn man keine Erfahrung hat.
Macht euch hier schlau,leiht euch einen Walzzenschleifer und legt los.
Wie dick sind die Dielen?

Plaste und Laminat wären meine letzte Wahl.

Grüße Marin



Walzenschleifer



Ich würde auch zum Schleifen tendieren! In jedem Fall ist die Miete des Gerätes (Wochenendmiete) + Papierverbrauch + Öl wohl wesentlich günstiger als ein wie auch immer gearteter Bodenbelag.
Es gibt gute Anleitungen im Netz, wie man verfahren muss (Schleifrichtungen) und wie man den Boden zum Schluss behandelt.
Mit ein bisschen Glück beteiligt sich auch der Vermieter an der Aktion (seine Mietsache wird ja schließlich aufgewertet)

Verkleben würde ich einen Teppich nicht auf den Dielen! Bekommst Du nie wieder runter (und hast dann beim Auszug das Problem). Laminat benötigt einen ebenen Untergrund, der nicht nachgibt. Könnte schwierig bis unmöglich sein. Mindestens Filz o.ä. muss drunter.

Bleibt zu klären, ob die Dielen zum Schleifen noch ausreichend dick sind.
Vorher Nägel versenken!

Viele Grüße, Anne



Abschleifen



Hallo Famillie Frank,

wir haben in unserem Haus auch verschiedene alte Dielenböden in unterschiedlicher Qualität (Rauspung, raumlange PitchPine und 35cm breite Weichhholzbretter ohne Nut und Feder) vorgefunden. Auf allen war irgendwas draufgeschraubt, draufgelegt oder draufgepappt....und wir konnten alle Böden wieder Aufarbeiten dass sie wirklich gut aussehen!

Wagt euch daran sie zu schleifen und zu ölen. Das lohnt sich sicher mehr als nen neuen Boden drüber zu legen. Das kosten ja auch Zeit und Geld!

In Sachen Böden haben wir viel Hilfe von Frank von natural farben hier aus dem Forum bekommen. Alternativ gibt es bei euch relativ ums Eck in Laufen a.N. auch einen Laden für natürlichen Baustoffe, Bodenöle, Farben etc. der hat uns auch mit viel Information zur Seite gestanden.

Viele Grüße

derMicha





Danke für Eure Antwort, inzwischen tendieren wir auch dazu den Boden selbst abzuschleifen.
Weil machen lassen kommt zu teuer und das mit den anderen Bodenbeläge kommt auch uns nicht wirklich in Frage, wäre wohl eine Notlösung gewesen.
Wir haben heute auch nochmal mit dem neuen Vermieter gesprochen und er meint auch, dass man ihn ohne Probleme abschleifen kann.

Was kommt aber jetzt auf uns zu?
Was braucht man da und mit welchen Kosten muss man da rechnen?
Es sind 3 Zimmer mit je 15-20qm.
Und welcher Zeitaufwand ist das? Weil das hat uns auch erst abgeschreckt.

Hier ist auch nochmals ein anderes Bild angehängt, habe leider noch keine besseren. Hoffe, dass ich nächste Woche nochmals welche machen will.



Der Fußboden...



...ist Vermietersache. Das sollte Euch gar kein Geld kosten.

Grüße

Thomas



Vermietersache



Nun ja , wenn der Vermieter aber mit dem Boden so wie er ist leben kann,bleibt wohl nix anderes wie in Eigenregie.

Oder ist der Vermieter verpflichtet den Boden geschliffen und geölt dem Mieter zu präsentieren?

Nur abschleifen mit zwei Mann,dürfte ein Wochenende genügen.

Kosten würde ich dort erfragen,wo ihr den Schleifer leiht.

Und wie das ganze am besten geht,da kann ganz sicher der Thomas was zu sagen:-)

Grüße Martin



Nicht...



der Vermieter muss mit dem Boden leben können, sondern der Mieter. Der wohnt dann nämlich drin.

Und der Vermieter hat zu Mietbeginn einen wohnfertigen Fußboden sicherzustellen. Der Fußboden ist nämlich nicht Teil der Schönheitsreparaturen.

Grüße

Thomas



OK



Für Wohnfertig würde dann aber auch ein ausglegter PVC reichen und die Mieter hätten immer noch keinen schönen Dielenboden.... aber das ist rum spekulieren.

Mal konkret was würde der Vermieter bei dieser Maßnahme Kosten mäßig übernehmen?

Grüße Martin



Zeitaufwand



Das Schleifen ansich ist wirklich in ein paar Stunden erledigt. Vorher anlesen, in welchen Richtungen man schleifen muss und wie oft.
Ausreichend Papier in unterschiedlicher Körnung mitnehmen. Nicht benutztes Papier kann man in der Regel zurückgeben!
Die Leihmaschine sollte unbedingt eine Absaugung haben!

Wichtige und zeitaufwändige Vorarbeit: Alle Nägel versenken (so denn von oben genagelt wurde)
Bedenken Sie, dass Sie mit dem Walzenschleifen nicht bis an die Zimmerwände heranreichen; da ist im Nachgang noch Handarbeit gefragt (Bandschleifer???)
Zum Schluss müssen Sie vor dem Ölen noch alle eventuellen Fugen auskratzen (Fugeneisen oder ein alter Schraubendreher + Staubsauger tun es auch,ist aber ein Geduldspiel)

Der Vermieter sollte in der Tat etwas Goodwill beweisen. Ich kann verstehen, dass man ihn nicht "belästigen" will...aber Sie verbessern SEIN Eigentum nachhaltig! Zumindst die Kosten für Leihmaschine, Papier und Öl und sonstiges Material sollte er ersetzen...die Arbeit könnten Sie ihm ja vielleicht großzügig schenken :)

Viel Erfolg! Anne



Bitte!



Die Hackordnung ist doch klar: Der Vermieter ist für den Fußboden zuständig. Wozu genau sollte Ihm der Mieter etwas schenken, auch noch das Kostbarste, was er hat: seine Zeit?

Läßt der Vermieter zu Weihnachten vielleicht auch die halbe Kaltmiete gelten? Wohl kaum. Es muß ja kein Geld für die Arbeitsleistung fließen, aber etwa 10€/m² sollten gegen die Miete gerechnet werden können. Und die Materialkosten/ Leihkosten sollte er auch voll tragen. Auch das Öl kostet Geld.Wenn Ihr so reich wäret, daß Euch das schnuppe ist, hättet Ihr nämlich ein Haus gekauft...

Klar kann der Vermieter bestimmen, was auf den Fußboden kommt. Das kostet ihn aber in jedem Falle Geld. Laminat / Fertigparkett kann man auf eine alte Buckeldiele sowieso nicht legen, und ein Fußbodenbelag, der alle Wellen nachbildet, läuft nicht unter "fachgerecht verlegt". Es müsste also erst einmal ausgeglichen werden. In diesem Sinne ist das Abschleifen+Ölen die preiswerteste Variante.

Grüße

Thomas

P.S. Am Rand schleift man nicht mit einem Bandschleifer, der ist ungeeignet. Dazu wird ein Randschleifer genommen, der hat einen runden 150er oder 180er Teller und steht beim Verleiher neben der Walzenschleifmaschine.