Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?




Hallo zusammen,

ich habe im Innenbereich in zwei Feuchträumen oberhalb der Fliesen eine mit Quickmix Kalkputz verputzte Wand ganzflächig mit Knauf Kalkspachtel Z verspachtelt.

Danach habe ich Baufan Streichkalk aufgetragen. Eine Schicht mit der Malerrolle, eine mit dem Pinsel und eine dritte Schicht für eine absolut glatte Oberfläche mit einem Flächenspachtel. Der Baufan Streichkalk war somit in ca. 0,8 mm Schichtstärke aufgetragen.

An einigen Stellen (ca. 10 % der Gesamtfläche) löste sich der Streichkalk nach einer Woche sichtbar vom Untergrund. Ich führte das zunächst darauf zurück, dass ich nicht sorgfältig genug die Staubschicht über der Spachtelschicht entfernt hatte.

Daraufhin habe ich mit dem Spachtel die losen Schichten Streichkalk wieder entfernt, mit einem feuchten Tuch die Stellen von Staub befreit und die Prozedur 2x Pinsel und 1x Flächenspachtel an den auszubessernden Stellen wiederholt.

Leider hat sich der Baufan Streichkalk erneut vom Untergrund gelöst. Die innen liegende Wand ist absolut trocken - an Feuchtigkeit kann es nicht liegen.

Ich habe mich dann einmal ein wenig eingelesen und mir wurde klar, dass ich eine Farbe brauche, die sich den Verkieselungseffekt zunutze macht. Ich dachte dann direkt an eine Dispersions-Silikatfarbe, aber der Haken ist, dass der Verkieselungseffekt nicht auf Gipsflächen eintritt. Bei dem Untergrund (Knauf Kalkspachtel Z) handelt es sich ja laut Beschreibung um einen Dünnputz auf Gipskalkbasis.

Wie bekomme ich denn nun einen atmungsanktiven Endanstrich in der Farbe weiß hin, der mir nicht wieder gleich abfällt?

Bin sehr dankbar für Tipps.

Viele Grüße
Rolf



diffusionsoffenen Anstrich auf Kalkgipsputz



ZB Gekkosol-Farbe,
Grundierungen auf solchen Putzen gibts auch von Haga,
diffusionsoffen ist auch Marmormehlfarbe oä

Andreas Teich





Ja, die GekkkoSol-Farbe könnte eine Lösung sein, dass wäre mir nicht gleich eingefallen.

Ansonsten denke ich das der Streichkalk einfach zu dick aufgetragen wurde.

Der "Streichkalk" ist eine Kalkfarbe aus einem dispergierten Weisskalk und einem "Spritzer" Kunstharzbinder, damit kann man schon das Bad malern.

Normalerweise trocknen Kalkfarben recht spannungsarm ab und können sehr häufig überstrichen werden ohne Schäden.

Auf der aber schon sehr glatten Fläche wird es sicher zu viel sein. Besser den Spachtel in der gewünschten Oberflächengüte applizieren und lediglich dünn streichen.



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?



Vielen Dank für die schnellen Antworten bis hierhin. Fa. Baufan hat auf Anfrage mitgeteilt, dass es sich bei Baufan Streichkalk um reines Weißkalkhydrat in Wasser handelt. Es sind keinerlei modifizierende Stoffe für die Elastizität oder Bindemittel zugemischt. Sie meinen auch, dass ein Aufrauen der Oberfläche und eine Reduzierung der Schichtstärke ratsam sind.

Aufrahen mit Messingbürste?

Gekkosol sagt mir nun rein gar nichts. Ich werde mich schlau machen. ;-)

Viele Grüße
Rolf





80er Sandpapier!



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?



Achso, danke. Dann ist mein 100er Schleifgitter, das ich für Uniflott Gipskartonfugen verwende wohl etwas zu zahm. Übrigens schrieb Baufan auch noch, dass eine Grundierung das Problem verstärken würde. Das hatte ich vorhin versehentlich weggelassen.





Auf sehr glatten Flächen kann es eben sein, dass die Grundierung gar nicht eindringt und so gar mehr eine Trennschicht ausbildet.

Bessser auch einen Pinsel einsetzen, die Scherkräfte der Borsten massieren den Anstrich in die Oberfläche. Beim Rollen wird der Anstrich mehr nur öberflächlich abgelegt.



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?



Vielen Dank für die vielen Tipps! Ich merke, hier sind Profis unterwegs. Fest steht, ich werde wie empfohlen den Spachtel in der gewünschten Oberflächengüte applizieren. Ein dünnes Verstreichen des Streichkalk mit einer Bürste mit 65 mm Chinaborsten wäre vermutlich völlig ausreichend für meine Anforderungen. Und dann wiederholtes Aufbürsten des Streichkalks nach völliger Durchtrocknung für eine optimale Deckkraft.

Den Streichkalk werde ich nicht mehr als Feinspachtel missbrauchen. Nachdem ich nun zu GekkkoSOL gelesen habe und mich diese Nanotechnologie irgendwie begeistert und ich etwas "traumatisiert" bin wegen des hochgekommenen Streichkalks, werde ich wohl den noch übrigen Streichkalk entweder bei anderen Wänden einsetzen oder aber erst über eine verstrichene Schicht GekkkoSOL Feinkorn streichen, die ich mit der Bürste auf allen Kalkspachtel- und Mischspachtelflächen auf den Gipskartonplatten einsetzen werde.

Ich werde dazu wohl auch den GekkkoSOL Verdünner verwenden, da ich davon ausgehe, dass der Knauf Kalkputz Z trotz glatter Oberfläche noch ordentlich saugen wird.

Muss ich den Kalkspachtel auch für den GekkkoSOL anschleifen und wenn ja, muss es wirklich 80er Sandpapier sein oder reicht auch ein 80er Schleifgitter aus Fiberglas aus?

Viele Grüße
Rolf



Gekkosol



Das haftet auch auf Fliesen,
da Anschleifen keine übermäßige Arbeit ist würde ich das trotzdem machen.
Bei glasierten Fliesen bin ich auch so vorgegangen- schon um evt Trennschichten zu beseitigen.

Staub sorgfältig abbürsten, absaugen,feucht abwischen

Andreas Teich



Und wegen was soll eine atmungsaktive Farbe aufgebracht werden?



Was macht denn so eine atmungsaktive Farbe?
Atmet diese besonders leise oder was soll erreicht werden?
Nur Floskeln!!
Aber bei den Ausführungen von unserem Planer Herrn Teich ist das auch bei Fliesen besonders gut geeignet.
Ich gehe davon aus, dass Sie Herr Teich zu wenig Arbeit haben und hier versuchen ständig Ihr Halbwissen einbringen zu müssen.
Eventuell fällt darauf auch mal einer darauf rein und denkt weil Sie so viele Pseudovorschläge abgeben, sind Sie Fachmann.
Nun haben Sie doch das Recht Ihre Beiträge weiterhin abzugeben.
Wundern Sie sich jedoch nicht, dass man diesen Nonsens von Ihnen auch an anderer Stelle im Netz findet. Ob das so sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln.
Und da Sie sehr viel zu Themen schreiben von denen Sie nichts Konkretes kennen und verstehen fällt es halt umso leichter diese halbwissenden Antworten aufzudecken.
Aber Sie sind sehr hartnäckig und merken nicht warum Sie so oft daneben liegen und auch immer wieder Ihre "Weisheiten" dazu geben.
Da hier jedoch sehr oft Laien anfragen kommt es oft so an als ob Sie fachlich versiert wären.
Es fällt auch auf, dass Sie - der ja noch in Arbeit steht, viel Zeit aufwenden um in Foren Ihren neuen Auftraggeber zu suchen.
Es gibt dazu den schönen Spruch " oft ist weniger mehr"!
Mein Vorschlag an Sie wäre deswegen - konzentrieren Sie sich auf Beiträge die Sie auch sicher beherrschen.
Es könnte natürlich auch sein, dass Sie Recht haben und nur ich nicht weiß warum ein Anstrich "atmungsaktiv" sein muss.
Aber bitte stören Sie hier nicht weiter sondern senden Sie Ihren Kommentar an meine email direkt.
Übrigens ich habe seit 2010 viel Zeit da ich keinen Betrieb habe und auch deswegen keinerlei Aufträge brauche.
Mir macht es einfach Freude anderen Menschen zu helfen.
Und da ich sehr viel Praxiswissen habe gebe ich dies gerne weiter.
Noch ein schönes Wochenende und vergessen Sie nicht zu atmen!





Ich dachte die GekkkoSol zunächst als Alternative für die Silikatfarbe bei Haftungsproblemen.

Die körnigen Anstriche sind wirklich sehr gut als Haftbrücke geeignet für dünne mineralische Beschichtungen. Wichtig ist hier immer besonders sorgfälltig Abzudecken, da Wasserglas selbst Fliesen und Glas ätzt.

Auf den Kalkspachtel sollte es mit dem (dünnen) Streichkalk eigentlich keine Probleme geben. Ein leichtes Aufrauhen sollte auch mit dem Schleifgitter gelingen.

Also hier würde ich keinen körnige "Haftbrücke" streichen.

Ein empfehlenswerter Aufbau wäre doch auch direkt auf den (frischen) Kalkputz eine Kalkglätte aufzuziehen. Die gibt es auch in schönem Marmorweiss. Zur optischen Egalisierung könnte man dann noch mit Kalk dünn drüber streichen.

Was auch sein kann ist das du durch übermäßigen Druck beim glätten mit der Kelle, Kalkbindemittel an die Oberfläche ziehst. Diese Sinterschichten sind bei einer Kalkglanzputztechnik gewollt, die Oberfläche gleicht poliertem Marmor, aber ein späterer Kalkanstrich haftet da natürlich schlecht.



Oberflächeneigenschaft im Bad



Die Frage ist welche Eigenschaft der Wand erzielt werden soll-
wenns auf Sorptionsfähigkeit ankommt ist eine Flächenvergrößerung der Putzstruktur besser als eine glatt gespachtelte Wand.

Diffusionsfähigkeit wird ohnehin erhalten, solange keine diffusionsdichten Beschichtungen verwendet werden.

Alkalität ist sinnvoll, um Schimmelrisiken zu reduzieren.

Bei genügendem Lüften und Abwischen nasser Oberflächen ist allerdings nichts von alledem unbedingt notwendig.

Spiegel und kühlere Fliesenoberflächen laufen bei genügend sorptiven Flächen nicht an, was ein sinnvoller Effekt ist.

Wenn dazu schon vorhandene Fliesenflächen reduziert werden sollen ist Gekkosol als Putzgrund zB für Lehmputz auf Fliesen einfacher anzuwenden, als diese abzuschlagen.

Wenn die Fläche glatt sein soll auf Gekkosol Feinkorn den gewünschten Kalkspachtel auftragen.

und an Herrn Bromm-
vielen Dank für ihre glücklicherweise unbegründete Besorgnis-
(wobei die Beurteilung unbekannter Personen schon erstaunlich ist)
ich komme fachlich bestens zurecht, dank jahrelangem Studium,vielfältigen Interessen, handwerlicher Meister- und anderen Ausbildungen, über viele Jahre hin praktischer und planerischer Bautätigkeit in mehreren Ländern,Zusammenarbeit mit Baufachleuten,massenhaftem Besuch von Messen, Fachvorträgen, Fachliteratur,ständiger weiterbildung und Seminaren im Sachverständigenverband.Dank großem Latinum kann ich mir ggf Fachbegriffe herleiten und wenn ich mal etwas nicht wissen sollte gibts heutzutage genügend Recherchemöglichkeiten, auch im englischsprachigem www und Fachleute,die ich befragen kann.
Niemand kann alles wissen- Fremdwissen wird jederzeit gerne angenommen- ggf auch von Ihnen.

Andreas Teich



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?



@ Herr Bromm
Der Begriff "atmungsaktiv" wurde von mir verwendet um meinen Status als Hobbyhandwerker und Laie zu unterstreichen. Selbstverständlich muss es "diffusionsoffen" heißen. Abgesehen davon, dass der Begriff "atmungsaktiv" zum Aussprechen eine Silbe weniger hat ist er so populär, dass selbst auf den Alpina-Eimern mit Mineralfarbe auf Silikatbasis der Begriff atmungsaktiv zu lesen ist. Im Übrigen erwarte ich von Fliesen keine Atmung... ;-)

@ Herrn Teich
Vorher war in den Bädern deckenhoch gefliest. Ich habe lediglich türhoch gefliest. Hinter den Fliesen befindet sich normaler Kalkzementputz. Über den Fliesen habe ich Kalkputz verwendet. Alles zum Zwecke der Sorption. Eine glatte Oberfläche ist für die Sorption weniger geeignet aber ich finde sie so optisch schöner und es verfängt sich weniger Staub.

@ Mario
Den Kalkspachtel hatte ich in mehreren Schichten dünn aufgetragen und (auch die evtl. vorhandene Sinterung) teilweise mit 120 Körnung geschliffen. Das war möglicherweise zu glatt, zu staubig oder zu trocken für den nachfolgenden Streichkalk, den ich dann auch noch in drei Schichten bei 15°C Umgebungstemperatur wohl viel zu dick aufgetragen habe zumal ich teilweise nicht jede Schicht separat habe abtrocknen lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass es besser geklappt hätte, wenn ich alle 48 Stunden eine weitere Schicht aufgetragen und geschliffen hätte. Wie dem auch sei, nachdem ich bereits 1 Mal den Streichkalk partiell und 1 Mal komplett auf drei Wänden wieder abgekratzt habe, möchte ich jetzt kein weiteres Risiko eingehen und den GekkkoSOL FEIN-Korn als Haftbrücke einsetzen. Ich habe ihn bereits bestellt. Abgedeckt und abgeklebt sind die Fliesen allemal. Handschuhe und Schutzbrille sind vorhanden. Wie muss ich mir denn die Konsistenz des GekkkoSOL vorstellen? Sind die Körner mit bloßem Auge erkennbar? Vermutlich nicht, oder? Vielleicht wird das Ergebnis ja auch dermaßen zufriedenstellend, dass der nachträgliche Auftrag von Streichkalk überflüssig wird. Ich habe keine Vorstellung davon, wie die Deckkraft des GekkkoSOL ist.



Sorptionsfähige, diffusionsoffene Oberflächen im Bad



Hallo Rolf
Die Gekkosol Farbe sowie die Putze decken sehr gut.

Das Gekkosol- Feinkorn hat eine deutlich sichtbare, aber feine Struktur,
Konsistenz wie bei dickflüssiger Wandfarbe- es soll ja auch mit der Bürste aufgetragen werden.

Zur Egalisierung kannst du evt einen 2. Auftrag mit demselben Material spachteln
oder dazu deinen Kalk-Feinputz verwenden, wenn eine glatte Oberfläche gewünscht wird.

Hinter Fliesen ist ohnehin keine Sorptionsfähigkeit mehr gegeben.

Im Prinzip müßten in Bädern nur die tatsächlichen Spritzwasserbereiche entsprechend wasserfest verkleidet werden.

Bei plantschenden Kindern sind diese naturgemäß größer

Andreas Teich





GekkkoSol Feinkorn ist ein schlämmender Anstrich, mit leicht sichtbarer Körnung (0,5mm) und guter Deckkraft. Es ergibt sich so eine Art feiner "Streichputzcharakter".

In der Tat sollte der Anstrich schön mit Pinsel oder Bürste im Kreuzschlag aufgetragen werden. Der Anstrich ist im Gebinde recht pastös, deswegen auch die Verdünnungsempfehlung, da spart man auch etwas Kraft.



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?



@ Herr Teich
Danke insbesondere für den Tipp mit dem Spachteln. Dann werde ich wohl den Streichkalk fein über den GekkkoSOL FEIN-Korn überspachteln und falls nötig mit 120 und 240 Körnung schleifen.

@ Mario
Immer sehr substanziell deine Hinweise, danke. Jetzt habe ich schon eine gewisse Vorstellung, was mich erwartet. Mir ist nur noch nicht so richtig klar geworden, wann es vorteilhaft und wann es nachteilig ist wenn der Untergrund völlig durchtrocknet ist. Da meine Arbeit nicht direkt mit "Fresken" zu tun hat, gehe ich davon aus, dass meine Untergründe bei Weiterverarbeitung durchgetrocknet sein dürfen oder sogar müssen.

Beim Übergang Wand / Decke aus Gipskarton werde ich eine elastische Fuge (Hersteller Knauf, ähnlich Bauacryl, angeblich überlackierfähig) ziehen. Kann ich da einfach den GekkkoSOL darüberstreichen?





Es gibt zwei empfehlenswerte Varianten um eine feine und glatte Kalkputzfläche zu bekommen.

Der Grundputz wird nach der erforderlichen Standzeit mit einem Kalkfeinputz (0,5 mm) überzogen, so 1,5 - 2 mm dick. Diese Fläche, dass Korn ist hier noch leicht sichtbar, kann dann noch mit Kalkfarbe oder Kalk-Kaseinfarbe gestrichen werden.

Oder man glättet den Grundputz mit 0,5mm Korn lediglich dünn vor und geht dann kurz darauf, "naß in feucht" mit einer Kalkglätte drüber. Die Kalkglätte besteht aus Kalkteig und Marmormehl (0,04 mm) und wird nur ein zehntel Millimeter dick aufgetragen, der Verbrauch mit ca. 200 Gramm Masse pro Quadratmeter entsprechend gering. Hier ist kein Korn mehr sichtbar.

Hier ist es notwendig die Oberfläche in einem Zug fertigzustellen, weil sonst die dünnen Materialschichten zu schnell anziehen und ggf. auch Aufbrennen können.

Anstricharbeiten können innen problemlos auch auf durchgetrocknete Untergründe gestrichen werden, ggf. vornässen. Es sei den du willst wirklich ein Fresko anlegen, da müssen die Farbpigmente lediglich in Kalkwasser angeteigt in den frischen Feinputz einmassiert werden. Wenn du das meisterhaft machst kann es allerdings gut tausend Jahre halten.

Die gängigen Acrylmassen sich tatsächlich hinreichend tauglich um auch mit mineralischen Farben überstrichen zu werden.



Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?


Welcher atmungsaktive Anstrich auf Kalkspachtel?

Hallo zusammen noch einmal,

ich habe den GekkkoSOL mit der Bürste auf Decke und Wand aufgetragen. Auf der Wand hatte ich als Untergrund gespachtelten und geschliffenen Streichkalk als Deckanstrich über den oben angegebenen Materialien. Ich habe alles mit einem feuchten Tuch zweimal sehr gewissenhaft entstaubt. Leider ist der GekkkoSOL-Anstrich an einigen Stellen überhaupt nicht angenommen worden. (Siehe Bild) Damit hatte ich nicht gerechnet. Soll ich jetzt die Kreidezeit Kasein-Grundierung für die Problemstellen verwenden und dann die "Löcher" mit GekkkoSOL versuchen zuzuspachteln? Wie würdet Ihr das jetzt machen?

Viele Grüße
Rolf





Kannst du nicht die Fehlstellen mit einem kleineren Pinsel nachbessern?

Die Kaseingrundierung nutzt da nichts, dass ist technologisch genauso wie der "Tiefengrund" zu sehen. Das ist halt nur ein verdünnter Leim aus Milcheiweiß, alternativ zu einem Acrylbinder.



weniger ist mehr


weniger ist mehr

Der Untergrund ist durch das Schleifen wahrscheinlich zu stark verdichtet. Wenn man einen Kalkspachtel mit zu viel Druck schleift, verdichtet sich dieser an der Oberfläche. Dadurch ist keine Aufnahme mehr möglich.Sind Ihnen vorm Streichen glänzende Stellen aufgefallen?
Wir arbeiten immer in folgendem Schichtaufbau, Kalkputz, Kalkglätte die nicht zu stark verdichtet werden darf, als Grundierung verwenden wir Schellack den wir selber ansetzen und verdünnen und darauf 5 bis 7 Anstriche mit Kalkmilch ohne Zusätze! Die Sumpfkalk muss mindestens 24 Monate gelagert sein.Der Schellack setzt die Saugfähigkeit des Untergrundes herab ohne ihn abzusperren. Mehr brauchen wir nicht für unsere Oberflächenarbeiten. Weitere Zusätze oder zugekaufte Produkte machen den Aufbau nur Unberechenbarer!
Ich hoffe das sie den glauben an den Kalk nicht verloren haben! Er ist seiner reinen Form ein guter, günstigster und ein leicht zu händelnder Werkstoff dem leider viel zu viele Produkte der Industrie entgegenstehen.





Manchmal verweisen die Worte noch auf die lange Tradition mit ausschließlich natürlicher Rohstoffbasis.

Das deutsche Wort Lack leitet sich aus dem altindischen Sanskrit-Wort „laksha“ ab. Laksha heißt hunderttausend und bezieht sich auf die Vielzahl von Schildläusen, die dazu nötig waren, um aus ihrem harzartigen Stoffwechselprodukt Schellack zu gewinnen.

http://www.actega.de/terra/ueber-uns/lackgeschichte.html

@Wittenberger Werkstätten

Wie weit wird den der Schellack verdünnt (Ethanol), zur Grundierung auf Kalkputzen?





Zum Grundieren von Kalkputzen verwenden wir diesen Schellack:
http://www.kremer-pigmente.com/de/blaetterschellack-lemon-1-60400.html
Dieser wird nach Gewichtsteilen angesetzt. 1 kg Schellack auf 3 kg Spiritus, darin ist der Schellack nach einigen Stunden aufgelöst. Der Schellack muss fein gesiebt werden um Verschmutzungen und ungelöste Teilchen auszufiltern. Dies ist aber nur eine Basis. Das eigentliche Mischverhältnis muss an jedem neuen Untergrund neu probiert werden! Der Kalk darf in keinem Fall abgesperrt werden, unbedingt Muster anlegen. Lieber 2x dünn als einmal zu dick. Für Ruß-, Wasser- und Nikotinflecken jeder Art kann der Schellack ebenfalls als Isoliermittel verwendet werden. Eine gut Alternative zu Isolierweiß.





Danke. Das ist doch ein schöner Hinweis. Durchschläge bei Kalkanstrichen auf Altuntergründen ist ja immer eine nervige Angelegenheit. Ich werde das mal bei nächster Gelegenheit ausprobieren