Welchen KfW Energiestandard (70 bis 40?) wählen?

04.09.2015 DerJones


Wir stecken derzeit ganz in der Planung unseres Fertighauses. Der geplante Bau unseres Traumhaus dreht sich im Moment ganz um die Energiesparverordnungen.

Eine fachgerechte Planung der Energieausstattung von Profis mit Qualität kostet nunmal.

Ist ein hoher Energiestandard beim Neubau zu empfehlen wie z.B. hier beschrieben: https://www.fertighauskalkulator.de/blog/item/2-kfw70-effizienzhaus.html
Lohnt sich der Ausbau? V.a. beim Abgleich der anfänglichen Investitionskosten und des Energiesparpotenzials der nächsten Jahre?

Hoffe auf zahlreiche Erfahrungsberichte :-)



Schau mal



hier nach: http://www.konrad-fischer-info.de

MfG, Gerhard



Effizienzhaus



Wohnt denn der Herr Fischer in so einem Haus?
Damit meine ich DEN Haustyp von DER Fertigteilhausbaufirma und zu DEM Preis den der Fragesteller zu kaufen gedenkt.
Dann muß das Haus noch in der gleichen Klimazone stehen und ein zumindest ähnliches Nutzungsverhalten erfahren.



Dämmung



Hallo Lukas,

muss es unbedingt ein Fertighaus sein???

Es soll Architekten geben, die auch gute Arbeit machen.

Dann können sie sich ein Haus nach ihren Wünschen planen.

Ich bin immer für die höchstmögliche Wärmedämmung eingetreten. Jetzt sind wir aber an einem Punkt angelangt, wo eine Reduzierung an seine Grenzen stößt. Wenn sie den Wärmeverbauch weiter reduzieren wollen, muss noch mehr auf Winddichtigkeit geachtet werden und eine Lüftungsanlage wird dann unumgänglich.

Ich habe auch damit experimentiert. Ich will aber nicht in einem Haus leben, wo ich von der Klimaanlage abhängig bin.

Der Aufwand an Investition und Betrieb müsste man mal mit den eingesparten Kosten gegenrechnen.

Dafür sollten sie sich einen Architekten suchen, der sie unabhängig berät.

Der von Ihnen aufgeführte Link ist meines Erachten nur dafür da, um Adressen von Leuten zu sammeln die an einem Fertighaus interessiert sind. Wenn ich genug Adressen habe lassen die sich sicher bei den Firmen für gutes Geld verkaufen.

Viel Erfolg wünscht
Heinz-Josef

Nachtrag

Ich glaube nicht, dass unterm Strich ein „Architektenhaus“ teurer sein muss als ein Fertighaus. Suchen sie in diesem Forum mal nach Beträgen über ältere „Fertighäuser“. Ich glaube, dann ist das Thema „Fertighaus“ gestorben.



Hausbau Kriterien



Energie-Effizienz ist sicher ein Kriterium,
wobei nur mit diesem auch eine gedämmte Styroporkiste mit Super U-Wert und jeder Menge aufwendiger Technik herauskommen kann.
Sehr schadensträchtig, aufwendig zu unterhalten, schadstoffemittierend,
nur teuer zu entsorgen.

Das Grundstück/Bauvorschriften sollte Gebäudeausrichtung und -gestaltung u.a. nach solaren Kriterien ermöglichen- das allein kann über 30% Energie sparen.
Ökologische, sehr gute Dämmung mit Holzverkleidung oder mineralischem Verputz.
Wärmebrückenreduzierung

Sinnvolle Grundrisse ohne unnötige Leerflächen/Verkehrswege

Räume mit Wasserinstallationen neben-/übereinander legen

Heizsystem nach ökologischen Kriterien auslegen, ggf Erdwärmepumpe/Grabenkollektor/Fotovoltaik

Ggf KWL, die müßte ohnehin nur während der Heizperiode betrieben werden und bei ökologischen Baustoffen müssen keine erhöhten Luftwechselraten durch Einrichtungsgegenstände bedingte Emissionen abführen.

Es gibt mittlerweile auch gute, ökologisch gebaute Fertighäuser,
teils von örtlichen Zimmereien errichtet-
wobei Altbauten mit Geschichte und guter solider Bausubstanz ganz andere Qualitäten haben, die mit keinem Neubau erreichbar sind.

Fast alles läßt sich auf einen auch energiesparenden, angenehmen Wohnstandard hin sanieren-
vorherige gründliche Beurteilung der Substanz vorausgesetzt.

Wenn schon Fertighaus würde ich auch Passivhäuser als eine Möglichkeit in Betracht ziehen, sofern ökologisch gebaut.

Andreas Teich



KfW



Da es sich um einen Neubau handelt, müssen die Vorgaben der EnEv eingehalten werden.
Alles was darüber hinausgeht, kann man machen, muss man aber nicht.
Das ist entscheidend vom zur Verfügung stehenden Kapital abhängig.
Und den eigenen Wünschen.
Nur ein Beispiel zum Nachdenken:
Je dicker die Dämmung, je geringer der Wärmeverlust. Bedeutet: je dicker, desto teuer und die Einsparung durch geringeren Wärmeverlust schiebt die Amortisation auf den Sanktnimmerleinstag.

Oder anders ausgedrückt: die Kosten die entstehen um ein KfW-40-Haus zu bauen muss man mit den Kosten eines normalen Hauses vergleichen und dann mit den Födermöglichkeiten gegenrechnen.

Und dann muss man entscheiden. Das kann einem niemand abnehmen.