welchen Boden im Bad (im O.G.)




Hallo,

ich habe zwar kein Fachwerkhaus, sondern ein doppelschalig gemauertes Reihenhaus von 1928, entscheidend für meine Frage ist aber die Holzbalkendecke und die haben ja beide Bauarten.

Wir sind im Moment dabei das gesamte Haus zu sanieren (Elektrik, Wasser usw.) und sind jetzt auch beim Bad angekommen. Der jetzige Bodenaufbau ist wie folgt. PVC- OSB - Diele (Fichte) - Balken mit Schüttung aus Schutt...

Welchen grundsätzlichen Aufbau würdet ihr für ein solches Bad nehmen? Wir schwanken zwischen zwei grundsätzlichen Varianten, die sich preislich wahrscheinlich sogar ungefähr die Wage halten dürften.

Wasserdicht oder Diffusionsoffen...

soll heißen, entweder wir würden oberhalb der OSB Platte abdichten und Click-Vinyl Verlegen (wir wollen keine Fliesen). Das wäre eine Pflegeleichte Lösung, die aber zumindest die hypothetische Gefahr mit sich bringt, dass wenn es im laufe der Jahre doch mal zu undichtigkeiten kommt, das Wasser nicht mehr vernünftig abtrocknen könnte... andererseits, mit Fliesen wird das so wohl in Millionen Haushalten gemacht sein.

die Alternative wäre den Boden bis zum Balken raus reißen, nivelieren, Schüttung ersetzen und neue Dielen verlegen, der Vorteil hierbei wäre, das eindringendes Wasser auch wieder abtrocknen könnte... den Pflegeaufwand (zur Oberflächenbehandlung kämen wir dann später) stelle ich mir dann aber erheblich größer vor. Auch davon habe ich hier schon einige Male gelesen.

Für ein Bad dürften die alten Dielen eher nicht geeignet sein (Fichte... eher rustikal, mit größeren Fugen...), von daher würden wir es hier nicht auf einen Rettungsversuch ankommen lassen. Bisher haben wir den Preis für neue Dielen gescheut, aber die Abdichtung und der Vinylboden sind auch nicht gerade Schnäpchen, so das der Preisunterschied wahrscheinlich gar nicht so sehr ins Gewicht fällt.

Wichtig vielleicht noch... wir werden keine komplett geschlossene Duschkabine haben, sondern eine Badewanne mit Glasduschwand... außerdem könnte in den nächsten Jahren auch noch Nachwuchs dazu kommen... bei aller Vorsicht die wir an den Tag legen würden... ausschließen das der eine oder andere größere Spritzer wasser doch mal (oder auch regelmäßiger) seinen Weg auf den Boden findet können wir also nicht.

Ich tendiere trotz alledem zu Holz, bin aber in einem Haushalt ohne Holzböden aufgewachsen und unsere Erfahrungen aus den anderen Zimmern beschränken sich auch auf wenige Monate, kann das also überhaupt nicht einschätzen. Deshalb geht es uns jetzt erstmal um das ganz grundsätzliche... die Details können später geklärt werden, nur viel Höher sollte der Boden nicht kommen, damit kein riesiger Absatz zum Flur entsteht.

Viele Grüße und Danke schonmal,

Tobias



Ergänzungen



Ich habe jetzt nochmal einige stunden recherchiert... leider ohne jetzt wirklich viel mehr zu wissen... nach DIN-Norm wäre wohl eine Abdichtung, trotzdem schwören andere auf offenen Aufbau.

Derzeit ist der Übergang zum Flur nahezu ohne Stufe, rechne ich die Verlegeplatte und die Dielen raus, hieße das, dass wir ungefähr 5cm für die Aufbauhöhe hätten. Eine kleine Stufe wäre sicherlich verkraftbar, teilweise habe ich aber Aufbauten mit 12cm und mehr gesehen, das wäre eindeutig zu viel, dann könnten wir als nächstes den Türsturz erhöhen und hätten eine riesige Stufe.

Was vielleicht noch entscheidend ist, wir machen vieles selber, aber sind da, wo es als Handwerker einfach drüber ist auch Bereit Fachbetriebe zu engagieren... eine Bodenabdichtung wäre z.B. so ein Beispiel wo ich mir das vorstellen könnte. Wäre ein Fliesenleger da der richtige Ansprechparter? Auch wenn keine Fliesen drauf kommen?

Tobias



Bad



Hallo Tobias!

Ich antworte dir mal als Laie mit ähnlichem Badezimmer :-)
Wir standen auch vor der Entscheidung.
Wir haben nach langem, langem Überlegen, Recherchieren und uns-beraten-lassen jetzt einen ähnlichen Aufbau wie von dir auch vorgeschlagen favorisiert:

-Balkenlage
-alte, aber sehr ebene, perfekt grade (Fichte-)Dielen, die wir mit unzähligen Schrauben zusätzlich versorgt haben
-dadrauf OSB: 2-Lagig, versetzt verlegt, komplett verschraubt
-dadrauf wird vom Fliesenleger abgedichtet (mit Entkopplungsmatte)
(-bei uns dann Fliesen drauf)

Haben uns auch wegen plantschendem Nachwuchs und aber auch dem sonst zumindest für uns komplizierten Einbau von Wanne/Dusche gegen nen Holzaufbau entschieden... haben aber lange gehadert ;-)



Danke...



Für die erste Antwort... ein paar Wochen haben wir zum Glück noch zum überlegen.

Die Frage ist halt auch wie Diffusionsoffen 2-3cm Holz halt auch wirklich sind (die Fugen sind ja auch relativ dicht) und wie es mit dem Luftaustausch unter/hinter der Wanne aussieht. Gedanken mache ich mir weniger um Rohrbrüche sondern eher um den stehen Tropfen der immer Mal wieder den Weg durch die Dichtung finden könnte.



Holz



Bei uns war letztlich auch diese Überlegung entscheidend - bei einer undichten Leitung oder ähnlichen Katastrophen bringt ja die beste Abdichtung nichts, ganz im Gegenteil, da kann ein reiner Holzboden wahrscheinlich einfacher „getrocknet“ werden.

Bei uns war aber auch der Anschluss und die Abdichtung von Dusche / Badewanne ein großes Thema, das geht jetzt mit Fliesen und ohne Holzboden doch deutlich einfacher. Der neue Boden mit zweilagig OSB schwingt auch nicht, da bewegt sich gar nichts mehr - das macht den Einbau von Dusche und Badewanne natürlich auch um einiges einfacher, da das jetzt auch alles bombenfest sitzt.

Aber das ist wirklich nur „wie wir es gemacht haben“ - ohne plantschende Kinder und meinen Wunsch nach Badewanne plus begehbarer Dusche hätten wir es eventuell auch anders gemacht :-)



Vorgehen Abdichtung



Hallo nochmal,

im Moment tendieren wir auch eher zum Abdichten (lassen) und in zwei Wochen kommt auch jemand vorbei um sich das anzuschauen... der hat aber schon durchklingen lassen, dass er von Eigenleistungen wenig hält und auch genügend Anfragen für ganze Bäder hat, also mal schauen ob das was wird.

Wir würden nämlich zumindest den Trockenbauanteil selber übernehmen wollen... und da hätte ich eine Frage zum sinnvollen vorgehen.

Ich würde die Trockenbauwände vor dem Abdichten einbauen, so das ein sauberer Anschluss an die neuen Wände möglich ist, richtig? Also direkt auf die neue Rohdecke (vermutlich doppelt OSB, nach nivelierung der Balken). Scheint mir auch die stabilste variante zu sein, allerdings gäbe es keine Abdichtung falls innerhalb der Trockenbauwände eine Leckage entstünde... die man ggf. auch erst dann sieht, wenn der Rigips unter der Abdichtung komplett weg gegammelt ist. In massiven Wänden gibts die ja aber auch nicht.

Bei der Duschabtrennung bin ich mir noch unsicher bei der Ausführung, am liebsten hätten wir die Wand mit einer Breite von 80cm und etwa 2m höhe... so dass oben noch Licht drüber kommt (um den Raum optisch nicht so ein zu engen). Dann hätten wir aber nur eine Wand und den Boden als "Verankerung"... deswegen wurde uns dazu geraten die Wand doch lieber bis zur Decke hoch zu ziehen... was wir dann auch wohl oder übel machen würden.

Bei meinen Eltern im Haus wurde eine ähnliche Konstruktion, wie wir sie uns vorstellen, mit Ytong gebaut und hält da seit Jahren bombenfest, allerdings auf einer Betondecke. Ist die Deckenkonstruktion mit 2 Mal versetzten OSB Platten auf Balken (ca 80cm Abstand Mitte zu Mitte...) steif genug um darauf zu Mauern? Oder sind da Risse vorprogrammiert?

Tobias



Duschabtrennung


Duschabtrennung

Mal ein anderer Vorschlag. Ich hab die Abtrennung aus Glas gemacht. Sollte mit ESG gemacht werden. Ich habe nur 180 cm Höhe um die Luftzirkulation nicht zu behindern. Ansonsten gibt es hinten in der Dusche immer Feuchte Stellen die nur schwer abtrocknen können. Die paar Tropfen die höher kommen verursachen keine Überschwemmung im Bad.

Befestigt habe ich dann hinten mit einer Winkelstange und einer Querstange an der Wand, weil ich die Fliesen nicht anbohren wollte. Das U-Profil vorne muss aus Edelstahl sein und stabil mit der Decke verschraubt werden. Bei meiner Ausführung mit Alu ist die so labil, dass kaum eine aussteifende Wirkung vorhanden ist. Das ganze ist dann nur mit Silikon gegen die Fliesen geklebt.

Der Boden ist vollflächig abgedichtet und die Wände nur im Bereich der Fliesen plus 10 cm.



Duschabtrennung


Duschabtrennung

Gefällt mir so ganz gut, ist aber leider bei uns im Bad schwer umzusetzen.

Der Raum ist 2x3 Meter, wobei auf der einen Seite noch ein Schornsteinzug ist, der den Raum auf 1,85 verengt. An dieser Seite ist die Tür, gegenüber liegt ein großes Fenster... dadurch fallen gekonnt alle Ecken für eine Dusche weg.

Wir kriegen halt nur Badewanne oder Dusche unter und eine große Dusche ist in der Waschküche noch vorhanden, so dass wir hier darauf verzichten würden... irgendwann ist halt auch Zuwachs geplant.

Hier mal ein ungefähres Bild... der Duschkopf, bzw. die komplette Amatur würde nach unserer Vorstellung Unterputz in der Abtrennung untergebracht werden... so wäre der Abstand zur Fensterbank, die ja in den Duschbereich reicht maximal.