Welche Schüttung für Zwischendecke?

15.11.2019 C.Janssen



Guten Morgen Leute

Meine Sanierung schreitet vorran und Bald ist die erste Zwischendecke dran.
Ziel Akkustik minimieren. Nebeneffekt Wärmedämmung

Meine Planung:
-Alte Dielen runter, Sparren neu auflagern ( da leicht schwingend)
-Im Anschluss den alten Fehlboden wieder sauber einarbeiten.
-Alles mit Folie rieselsicher verkleben
-Balken mit 2cm Dämmplatte "aufdoppeln" maximal hier und da mit Klammern fixiert
-die Felder mit ca 10cm Schüttung auffüllen
- in jedes Feld auf voller Länge ein Brett einlegen
-Dielen mit Nut-Feder schwimmend Verlegen und mit den vorher eingelegten Brettern verschrauben.

So ist der Plan. Nun habe ich 2 Fragen:

-Wie dicht sollte ich die Folie wirklich verkleben? Welche nehme ich da ? PE Dampfsperre z.b.? es Reicht doch eigentlich Abdeckfolie (perforiert)

Welche Schüttung könnt ihr empfehlen ? Hersteller usw.?
Sollte ich Luft zum Dielenboden lassen? oder bündig auffüllen ?

Vielen Dank !! Grüße



gebundene Schüttung



ich würde persönlich IMMER gebundene Schüttung nehmen.

Diese kann man kostengünstig selbst machen. 1 Sack Iso.... 100L + 1 Sack 25 KG Zement + 15L Wasser.

Diese Art von Dämmung minimiert die Schwingungen aufs geringste und ist sehr leicht.
Darauf würde ich dann Fermacell Trockenestrich verlegen.



IMMER?



Auch zum Tee? Spaß beiseite, unter massiver Dielung ist die gebundene Schüttung eher nicht geeignet - es sei denn, man will sinnlos Aufbauhöhe verspielen. Ausserdem: Klar ist diese gebundene Schüttung leicht. Aber eine Dämpfung der Balkenschwingung braucht nun 'mal Masse.

Grüße

Thomas



Lieber Fragesteller,



das Schwingen der Balken ist Ihrer Länge und ihrem Querschnitt geschuldet, nicht dem Auflager.

Dein Vorschlag lässt zudem die Nivellierung aussen vor.

Lass die Balken besser liegen, und Schraube seitlich beidseitig 40er Bohlen balkenlang und nivelliert an. Die Balken sind eh nicht mehr gerade. Mit einem neuen Auflager allein kannst Du nicht hinreichend nivellieren.5mm Holzweichfaserplatte (Parkettunterlage, selber in Streifen schneiden) auf der Bohlenoberkante als Entkopplung genügen durchaus.

Ich würde die Einschübe tiefer legen, UK Balken also Dachlatten anschrauben, Einschub darauf. Der Hohlraum unter dem Einschub könnte mit einer weichen flexiblen Holzweichfaser geschlossen werden. Darauf tut es ein normaler Rieselschutz. Zwischen 2 beheizten Etagen braucht es keine Dampfsperren. Im Balkenzwischenraum sollte etwas Masse eingebaut werden. Oft genommen werden alte Gehwegplatten oder Ziegelsteine. Abziehen möglichst hohlraumfrei zum Beispiel mit Blähton wie Maxit Clay Holhraumschüttung.

In der Schüttung kann das untergeschraubte Kantholz gut liegen - natürlich lose, also ohne Kontakt zu Gehwegplatten etc.

Viel Erfolg wünscht

Thomas



@Restauratio GmbH



"In der Schüttung kann das untergeschraubte Kantholz gut liegen - natürlich lose, also ohne Kontakt zu Gehwegplatten etc."

Wie ist das zu verstehen, die Schüttung wird auf die Gehwegplatten aufgebracht und bis Oberkante der Kanthölzer abgezogen? Diese angeschraubt an die Balken "liegen" dann von der Schüttung umhüllt? Habe ich das so richtig verstanden?



Anders:



Die Bohlen 40 x (ca.) 160mm werden beidseitig an die Balken angeschraubt mit nivellierter Oberkante. Auf diesen Bohlen liegt die dünne Holzweichfaserplatte. Angenehmer Nebeneffekt: Die angeschraubten Bohlen erhöhen Steifigkeit und Tragfähigkeit des Balkens.

Das Kantholz im Balkenzwischenraum "schwimmt" in der Schüttung, ist nur mit den Dielen verschraubt und verbindet diese quasi zu einer schwimmenden Platte.

Grüße

Thomas

P.S. Auf der Skizze ohne seitlich beigeschraubte Bohlen, da hier von einer neuen geraden Balkenlage ausgegangen wurde.



Danke für die Antworten



Guten Morgen zusammen. Nun melde ich ich nochmal zu Wort.

@ gebundene Schüttung

Macht alles Sinn, bzgl gebundener Schüttung : Welche kannst du da empfehlen? oder machst du die mittels Zement einfach selber?!
Trockenestrich ist bzgl. Aufbauhöhe raus.

@lieber Fragesteller

Die Auflager auf den Zwischenwändne weisen Luft auf, wir sprechen hier von richtigen Schwingungen ;-) Die werde ich defintiv mit Hartholz neu unterfüttern.

Der Boden ist zwar nicht in der Waage, eine nivellierung ist aufgrund der Höhe leider nicht drin. Ich habe jetzt 2cm Spielraum für eine Dämmplatte, dann ist Feierabend, da ich mir sonst die letzte Stufe im Treppenhaus total zerschieße. Ich muss das mal einmal "ablasern" eigentlich ist ein seitliches aufdoppeln aber nicht vorgesehen.
Bzgl Gewicht: Die Variante mit den Gehwegplatten finde ich gar nicht verkehrt, da mein Vater noch 2 Paletten rumstehen hat. in welchen Abständen bringt man die ein?

Nochmal bzgl Schüttung. Ich sollte zu einer tendieren, die das meiste Gewicht /m² mitbringt, richtig?
vom U-Wert sind die ja meist eh bei 0,05 und insgesamt ist dieser so oder so sekundär.

Vielen Dank für die Antworten.



Also,



noch 'mal breitgezogen: Du kannst keine gebundene Schüttung verwenden, die im Niveau der untergeschraubten Leisten liegt (nur darunter ohne Kontakt mit diesen wäre wohl sinnlos.... Gebundene Schüttungen entkoppeln nicht. Du könntest sie nur (bis OK Balken nivelliert) einbauen, wenn Du darauf noch Platz für eine schwimmende Unterkonstruktion (Holzweichfaser, oder OSB - kein Trockenestrich, weil nicht schraubbar) hättest. Aber nach eigenem Bekunden hast Du diesen Platz nicht.

Von Zwischenwänden war bisher nicht die Rede. Du kannst natürlich zur Zwischenwand zu moderat unterkeilen. Auf was stehen denn die Zwischenwände? Die (außenwand)seitigen Auflager würde ich nicht verändern.

Nivellieren: Deine Balken sind garantiert nicht gerade. Daran ändert auch das mittige Unterkeilen oder das Verändern der äußeren Auflager nicht hinreichend viel. Meist sind die Balken zudem in sich etwas gedreht. Über die Notwendigkeit des Nivellierens kannst Du vor dem Lasern gar nicht befinden. Fakt ist: Ein neuer Boden sollte auch eine gerade Basis haben. Ob diese nun völlig waagerecht werden kann, oder wegen der Anbindung an Treppen etc. in sich gerade, aber in eine Richtung fallend ausgeführt werden muss, ist erst einmal zweitrangig. Jedenfalls ist das seitliche Anschrauben von Bohlen eine etwas materialintensivere, aber dafür einfache und genaue Möglichkeit, den Unterbau für einen massiven Dielenboden zu erstellen. Den Unterbau sieht man ja hinterher nicht. Pfusch an dieser Stelle rächt sich jedoch, und eine Korrektur ist weitaus aufwändiger als ein von Anfang an guter Aufbau.

Wie schon ausgeführt, reichen zur Entkopplung 5mm Holzweichfaserplatte. Die liegen viel besser auf neuen Bohlenoberkanten als auf alten verzogenen Balken. Und schon hast Du 15mm mehr zum Spielen.

Die Masse der gesamten Füllung im Balkenzwischenraum hängt natürlich von der Belastbarkeit der Balkenlage ab. Diese wächst im Übrigen nicht unerheblich mit angeschraubten hohen Bohlen.

Ein Mittelwert ist für mich 2 Gehwegplatten auf 1m. Der U-Wert ist zwischen beheizten Etagen unwichtig.

Grüße

Thomas



Okay



@ Thomas

Okay, die gebundene Schüttung lassen ich dann mal außen vor. Die Trennung hätte ich hierbei wohl eingehalten. Ich möchte auch nicht wieder 100derte Liter Wasser in der Bude haben.. Ist jetzt im Winter echt nicht der Hit. Die Zwischenwände stehen auf den Balken bzw. der Zwischenwand aus der Etage darunter.
Die Balken, von denen ich aktuell spreche sind auf einem auf der Zwischenwand aufliegenden Balken aufgelagert. Dort habe ich teilweise 5mm Luft. Ich hatte vor die Balken einzeln minimal mittels Stütze hoch zu drehen und dann mit Holz zu unterlegen.
Die Auflager an den Außenwänden lasse ich dann mal in Ruhe. Den Hohlraum bis zum eigentlichen Auflager dort werde ich dann mal mit Dämmwolle auffüllen.

Ich werde die Balken seitlich aufdoppeln und mal schauen, wo ich mit dem Laser Lande. Des weiteren gefällt mir die Variante mit den Gehwegplatten + Schüttung ganz gut. Sollte ich darauf achten, dass mein KVH im Feld auch keinen Kontakt zu der Schüttung hat, oder sollte ich bündig abziehen?



In der losen Schüttung...



...kann das KVH liegen.

Viel Erfolg

Thomas



Per



fekt.

Danke