Welche Schriftart ist das? Vorlagen gesucht.

07.09.2014



Hallo, wir wollen den Schriftzug an unserem Haus Restaurieren lassen und in dem Zusammenhang den bereits zerstörten Teil wieder herstellen. Hat jemand von euch eine Ahnung, um welchen Schrifttyp es sich hier handelt oder eine Ahnung, wo ich dies heraus bekomme? Konnte mit Recherche bislang nichts finden.

Gruß aus Kölle



Fragen Sie doch mal ...



... einen Grafiker. Bei Ihnen um die Ecke kann ich Ihnen z.B. Robert Kremer von Herzblut-Kommunikation empfehlen, Stammstraße 41, 50823 Köln, Telefon 0221 9526622, info@herzblut-online.de.

Robert Kremer hat seinerzeit noch Schildermaler gelernt und dürfte sich damit auskennen, vielleicht sogar mit Überlegungen zur Restaurierung Ihres Schriftzugs.





Hallo, ich denke das ist eher Dekorationsmalerei, also Handwerkskunst, als eine technische Schrift. Man könnte evtl. in alten Musterbüchern fündig werden, das wäre aber Zufall.

Aber von dem fraglichen 'P' ist doch noch fast alles ersichtlich oder zumindest rekonstuierbar. Ich könnte mir vorstellen Schablonen zu machen. Oder ein guter Handwerker könnte das vielleicht frei Hand nachzeichnen.

Wie man den Untergrund etc. saniert bin ich überfragt. Anbei meine (grobe, schnelle) Version des 'P'... vielleicht hift's.

Viele Grüße Axel



Nur ein Gedankengang als Vorschlag



Wie wäre es denn, wenn Du den Zerfall nicht restaurieren, sondern konservieren und im Hausensemble einfügen würdest? Der morbide Charme und ein Teil der Geschichte des Hauses bliebe erhalten, würde aber nicht als zeitlos und Klischee gebannt, sondern fortgeschrieben werden.

Gruss



Schriftrekonstruktion



Die Vorarbeit von Axel finde ich schon recht gut und glaubwürdig.! Etwas anderes würde mir auch nicht einfallen. Sicher hat jedes alte Schriftsystem seinen eigenen Namen, aber ob jemand das wirklich passende findet?

Der Vorschlag von Marc ist auch gut. Ich wünsche mir so etwas auch verstärkt, weil es ehrlicher ist, der Geschichte gegenüber. Bei der Kunstguterhaltung (Wandmalereien) wird es in der Regel auch so gehandhabt, sehr konsequent an der mittelalterlichen Kunst.
In der Gebäudesanierung trifft das aber hierzulande auf Unverständnis. Da muß alles so aussehen ( - zumindest bei uns in DE), als ist das Gebäude vorgestern fertig geworden. Kleine Makel sind schon wieder Mängel, die beseitigt werden müssen. Das Ergebnis ist: Unsere Hauslandschaften sehen sich von Flensburg bis Garmisch immer ähnlicher - leider.





Danke für die Tipps und Hinweise.

Hergestellt wird ja nur das P. Beim restlichen Schriftzug werden die in den 50ern nachträglich angebrachte Blockschrift Buchstaben nun einfach belassen und aufgefrischt. Der Rest (eter Fredel) wird nur gereinigt und konserviert. Das war auch der Tenor der Restauratoren hier vor Ort. Wir persönlich hatten halt ursprünglich überlegt, alles wieder in Ursprungszustand Malschrift zu bringen. Davon sind wir ab.

Selbiges beim Schuh auf der anderen Seite. Hier wird der alte Teil belassen und der zerstörte Teil wieder ergänzt.
Nach der ersten Reinigung sieht das schon gar nicht so schlecht aus. Darunter schimmert sogar noch die vorherige Werbeinschrift von vor 1900 durch.

Wiederhergestellt wird dagegen der im Schaufensterbereich weg geschlagene Stuck und die Putzfläche. Siehe zweites Bild. Das ist einfach eine sehr unschöne Narbe die dem haus schlichtweg nicht steht.

Gruß
Lars





So sieht es gerade aus.




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