Welche Holzlasur!

23.11.2014 Sascha



Hallo,
ich habe mal einen Frage ich suche eine Holzlasur für mein Eichenfachwerk. Welche könnte ich da nehmen und welche erfahrungen habt ihr damit gemacht ?

Grüße Sascha



Die Lasur...



sollte schichtbildend sein, damit ein besserer Schtz gewährleistet ist, ferner halbwegs dampoffen. Pigmente bieten zusätzlichen UV - Schutz. Aus der Palette, die ich gern verwende (und auch verkaufe), wäre das die Holzlasur von Natural (Leinölprodukt).

Beratung zu Farbtönen und Verarbeitung gern bei Interesse.

Grüße

Thomas



Lasur für Eichefachwerk



Wenn überhaupt Lasur würde ich nur eine auf Ölbasis nehmen.
Dies allerdings nur wenn optische Gründe dafür sprechen.
Die Haltbarkeit der Eiche wird sich nur minimal erhöhen, wenn überhaupt.

Wenns nur um Feuchtigkeit geht Leinöl/- firnis nehmen, wenns um Farbe geht Pigmente einrühren, das hilft dann gegen Vergrauung durch UV- Schutz. Wie gesagt: nur optisch.
Ich habe die Holzlasur außen von Kreidezeit genommen, hält einige Jahre aber muß immer wieder erneuert werden, wie jede Oberflächenbehandlung.
Bei meiner Lärchenverbretterung mache ich nichts- hält dann genauso lange wie mit Lasur ist aber weniger Arbeit.
Andreas Teich



Dös...



ist ebenso unwahrscheinlich wie unbeweisbar:

"hält dann genauso lange wie mit Lasur"

Es sollte nachvollziehbar sein, daß ein Bauteil im Außenbereich, das der Verwitterung unterliegt, durch eine begrenzt dampfoffene Schutzschicht besser geschützt wird als ohne diese (konsequent weitergedacht, wäre ansonsten selbst ein Fensteranstrich überflüssig). Ferner würde ich eine Verbretterung nicht mit einer Fachwerkkonstruktion gleichsetzen. Der Aufwand für die Erneuerung der ersteren ist ungleich geringer, wie auch deren Wertigkeit.

Eine Holzlasur wie die von mir vorgeschlagene ist keinesfalls nur optisch. Sie bietet auch den Pigmenten eine bessere Bindung, weil sie eine dünne Schicht auf dem Holz bildet. Damit ist sie verwitterungsfester als ein (ja auch dünnzuhaltender) Leinölanstrich.

Grüße

Thomas



Lasur auf Fachwerk



restauratio@ et al
Maßhaltige Bauteile wie Fenster sind ein anderer Fall,
diese können und müssen aber auch immer allseitig gestrichen werden.
Außenseitig sollen verwitterte Anstrichschichten wieder ersetzt werden aber keinesfalls immer nur außen und innen nie!
Dazu gab es z.B. ein im 'Bauhandwerk' erwähntes Gutachten eines Gerichtsgutachters, in dem festgestellt wurde, das relativ neue Fenster nur durch zu dicken äußeren Anstrich verrottet sind, da der in der warmen Innenluft enthaltene Wasserdampf in das Holz eindrang und außen nicht mehr ausdiffundieren konnte, die Holzfeuchtigkeit der Rahmenhölzer dadurch erheblich stieg und dadurch das Holz verrottet ist.
Läßt sich anhand von Feuchtemessungen ermitteln.

Ist also nicht nur für diffusionsberechnungüberbewertende von Bedeutung.

Gerade die am stärksten feuchtebelasteten Bauteile wie Dach- und Wandschindeln, Bedachungsbretter etc werden nie!!!! irgendwie behandelt und dürfen es auch nicht-

und die halten Jahrzehnte ohne Erneuerung oder Reparaturen.

Ich habe hier in Kärnten Lärchebretter als Bedachung auf Berghütten gesehen, die lt Aussage der Eigentümer über 100 Jahre alt waren (und auch nie gestrichen worden waren).Die Dächer waren flacher als 45 Grad.

Auch bei Lärchenfassaden gibts NIE eine Empfehlung, daß ein Anstrich die Lebensdauer erhöhen würde oder könnte.
(außer möglicherweise von der Farbenindustrie)

Ich kenne ein großes Eichensägewerk bei Bonn, wo die geschnittenen Balken/Bretter teils seit Jahrzehnten im Freien liegen(waagerecht).
U.a. daher hielten ja Hölzer, die geflößt wurden länger, da das Lignin dadurch ausgewaschen wurde und dadurch geringerer Schädlingsbefall resultierte.

Aber man kann natürlich Eichebalken lasieren, primär wurde dies aber wegen der Optik gemacht und bei ungehobelten Hölzern wegen geringerer Verschmutzungsneigung.

Wobei dunkle Farben wegen der damit einhergehenden Aufheizung und dadurch bedingter Rißbildung sich bei Südausrichtung negativ auswirken.
Andreas Teich



Naja,



das hat zum ersten nix mit der Frage zu tun:

"Dazu gab es z.B. ein im 'Bauhandwerk' erwähntes Gutachten eines Gerichtsgutachters, in dem festgestellt wurde, das relativ neue Fenster nur durch zu dicken äußeren Anstrich verrottet sind, da der in der warmen Innenluft enthaltene Wasserdampf in das Holz eindrang und außen nicht mehr ausdiffundieren konnte, die Holzfeuchtigkeit der Rahmenhölzer dadurch erheblich stieg und dadurch das Holz verrottet ist.
Läßt sich anhand von Feuchtemessungen ermitteln."

Soll der Fragesteller jetzt sein fachwerk kontinuierlich von 4 Seiten streichen? In meiner Antwort ging es um Sinn oder Unsinn von wetterschützenden Anstrichen.

Zudem erscheint mir das erwähnte Gutachten (link?) ziemlich angreifbar. Das "NUR" kann kein Gutachter beweisen, allenfalls behaupten, wenn ihm sonst nichts einfällt. So verkürzt, wie hier erwähnt kann ich nur betonen, daß sich der offenbare Tenor dieses Gutachtens nicht in der Praxis wiederfindet. Außerdem: Das Gutachten bezog sich vielleicht auf irgendwelche falsch aufgetragenen minderwertigen Wasserlacke, ganz bestimmt nicht auf eine Leinöllasur. Was also soll das hier?

Warum in Einzelfällen bewitterte Bretter lange halten, können weder Sie noch ich schlüssig erklären. Fakt ist aber, daß Holz im allgemeinem einem zügigen Verwitterungsprozess unterliegt, der konstruktiv und/oder durch geeignete Beschichtungen verzögert werden kann. Das hat nichts mit Werbebotschaften zu tun und ist auch tradierte Kenntnis der allermeisten Tischler.Im übrigen sind die gerne zitierten Berghütten noch ein bisschen weniger relevant. In den Bergen ist es trockner und kälter als in tieferen Lagen. Beides ist der Haltbarkeit hölzerner Bauteile dienlich.

Hier kommen wir aber nun zum gefährlichen Halbwissen oder auch zum Nachbeten von irgendwo unverdaut Aufgeschnapptem:

"U.a. daher hielten ja Hölzer, die geflößt wurden länger, da das Lignin dadurch ausgewaschen wurde und dadurch geringerer Schädlingsbefall resultierte."

Lignin ist ein Grundbaustein des Holzes. Fände dessen Auswaschung statt (was nicht erfolgt, schon wegen Unlöslichkeit ebendessen), würde das das Holz schädigen. Der geneigte Leser schaue hier bei Tante Wiki 'rein:

" Lignine (lat. lignum „Holz“) bilden eine Gruppe von phenolischen Makromolekülen, die sich aus verschiedenen Monomerbausteinen zusammensetzen. Es handelt sich um feste Biopolymere, die in die pflanzliche Zellwand eingelagert werden und dadurch die Verholzung der Zelle bewirken (Lignifizierung). Etwa 20 % bis 30 % der Trockenmasse verholzter Pflanzen bestehen aus Ligninen,..."

Lignin ist nicht in relevanten Mengen löslich. Das sind nur Ligninderivate, die bei dessen Abbau entstehen. Ausgespült werden in wirklichkeit lösliche Holzinhaltsstoffe wie Holzzucker (Hemicellulosen), die besonders schmackhafte Nahrung für Holzschädlinge darstellen. Flößen hatte offenbar bei Nadelhölzern eine gewisse zusätzliche Resistenz bewirkt. Bei Eiche aber ist die Ausspülung der schützenden Gerbsäure ein weitaus größerer Nachteil, als die Ausspülung von Holzzucker ein Vorteil sein könnte. Die jeweils obersten Stapelbretter in bewussten Sägewerk werden deshalb auch eher für den Ofen als für eine Tischlerarbeit geeignet sein. Bei Blockstapelung liegt denn auch eine Schwarte oben. Keinesfalls ist Sinn und Zweck einer Blockstapelung im Freien, daß Holzinhaltsstoffe ausgespült werden.

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob jemand Spezialkenntnisse über das Flößen hat dahingehend, ob auch das Flößen von hochwertigeren Laubhölzern üblich war. Ich vermute, daß das eher wertmindernd wirken würde.

Ich hatte schon mit eichernen Treppenstufen im Freien zu tun, die nach 10 Jahren brüchig wurden. Geht die Gerbsäure, kommt der Pilz. Lärche im übrigen hat einen sehr hohen Gerbsäureanteil; vorteilhafterweise behindern die Harzanteile dessen Ausspülung.

Im konkreten Fall dient ein Anstrich der Eichebalken nicht nur als Verwitterungsschutz, sondern behindert auch die Ausspülung der Gerbsäure. Bei völlig unbehandelten frischen Eichenfachwerk sind braune Gerbsäurefahnen am Putz darunter nicht ungewöhnlich.

Grüße

Thomas



Sachgeschichten



Schön erklärt vom Thomas:-)!



Senf



meinen gebe ich auch dazu,für mich wäre eine Lasur nur hinsichtlich der Optik sinnvoll.
Eichenfachwerk das immer wieder abtrocknen kann ,verottet nicht ,eine angewitterte Holzoberfläche läßt zumindest bei den senkrechten Balken das Wasser besser ablaufen ,eine sägerauhe Fläche saugt da eher.
Wichtig ist auch das die Kernholzseite nach aussen zeigt,ist heute auch nicht mehr jedem Zimmerer bekannt.

Wenn Fachwerk so bewittert wird das ich dieses schützen muß ,dann bitte konstruktiv.

Bemerkenswert ist auch folgende Realität ,ich kenne etliche FH wo das Fachwerk in die Abfälle der Petroliumindustrie ,verpackt wurde ,völlig diffusionsgeschlossen und das Holz ist Tiptop.
Das sind allerdings Häuser die in engen Altstadtgassen stehen und wenig Regen sehen.

Grüße Martin



"verottet nicht"?



Dann ist das kein Holz. Auch eichbaumhölzerne Eichbaumholzfachwerke fallen zusammen.

Splint sollte bei Eiche gar nicht verbaut werden.

Letztlich: "völlig diffusionsgeschlossen " ist es eben nicht, sondern nur an einer von 4 Seitenflächen. Und deshalb lebt es auch ein Weilchen. Wenn man freilich dem einseitig beschichtetem Holz das oben erwähnte Gutachten über die Verrottung von Fensterkanteln vorliest, erleidet es sofort einen strukturellen Totalausfall.

Grüße

Thomas



Eichbaumholzfachwerke



fallen zusammen wenn sie von Holzverkopftem Volk bewohnt werden....ich denke ,ich habe die Situation klar umschrieben und nochmals ständig bewittertes Holz gehört verkleidet und nicht angepinselt.

Und ich rede nicht von Fenstern oder Treppenstufen.

Grüße Martin



Schön,



daß wir nun alle klare Regeln haben, die "Lex Linden".

Dann 'mal alle 'ran, Euere ständig bewitterten Sichtfachwerke zunageln.

Überfüssiger geht's wohl kaum - in einem Fachwerkforum.

Trotzdem große Erfolge allenthalben.

Grüße

Thomas



Fachwerk behandeln



Vielleicht ufert das Thema etwas aus und dem ursprünglichen Thread -Ersteller hilft nicht alles wirklich weiter?

Trotzdem:
Allgemein bauphysikalisch wird wohl die Regel anerkannt:

Von innen nach außen diffusionsoffener

sodaß evt eingedrungene Raumfeuchtigkeit außen diffundieren kann und es weder im Dämmstoff, Baustoff oder im Holz zu einer Auffeuchtung durch außen diffusionsdichtere Schichten kommen und somit Schäden verursachen kann.
Daß geeignete Holzarten wie Lärche, Eiche, Robinie, Zeder etc im Außenbereich auch ohne jede Oberflächenbehandlung und Verkleidung
angewendet werden können, wird doch durch jahrhunderte alte Gebäude und Bauwerke bewiesen - wie auch in jedem Freilichtmuseum und in freier Natur ersichtlich.
Konstruktiver Holzschutz ist dem natürlich auch förderlich.

Die natürliche Holzabbaugeschwindigkeit ( kurzgefaßt: Ligninabbau -
durch UV- Belastung Umwandlung in wasserlösliche Form und dadurchbedingte Regenauswaschung)
soll bis 0,1 mm/Jahr betragen,

d.h. meine (unbehandelte) 24 mm dicke Lärchefassade verliert in 40 Jahren max. 4 mm an Holzsubstanz, da Riftschnitt wohl noch viel weniger.

Da meine Haltbarkeit nicht unbedingt viel länger ist, kann ich damit gut leben -und sterben ( in 80 Jahren noch 16 mm Holzstärke ist auch noch ok)

Da Fachwerkbalken zum Glück neben der Fassadenseite noch 3 andere Seiten haben, gibt's ja zur Feuchtigkeitsabgabe noch genügend diffusionsfähige Flächen.
Innenseitig sind ohnehin meistens diffusionsdichtere Flächen vorhanden.

Die Fugen im Fachwerk dürfen natürlich nicht mit diffusionssperrender
Silikonpampe verschlossen werden, sonst wird die Diffusion verhindert.

Ein Öllasurauftrag wird da sicher keine wesentlichen Auswirkungen haben und nicht zum Tod des Fachwerks beitragen.

Optisch kanns ja durchaus hübsch sein, wie viele farbenfroh angemalte historische Fachwerkbauten beweisen oder auch Holz- Tempelbauten in China oder sonstwo.

Aber ohne Farbe geht's auch, wie bei Holzgebäuden in Rußland, Finnland, Kanada und auch Deutschland sichtbar.

Beides also möglich

Andreas Teich



Sorry Sascha !



Das heißt wenn ich in ein paar Jahren mein jetziges Sichtfachwerk mit Altdeutscherdeckung verschiefere bin ich hier überflüssig....oder reicht das verbreiten Ketzerischer Ansichten, jetzt hier schon aus, um überflüssig zu werden?

Sollte ich also dann mein Haus verschiefert haben, lieber Thomas ,dann ist eher Fachwerk.de überflüssig für mich ,weil dann bin ich fertig:-)

Da das hier aber so ne toffte Seite ist ,schreib ich dann noch weiter!

Grüße Martin



Nein.



"Allgemein bauphysikalisch wird wohl die Regel anerkannt:Von innen nach außen diffusionsoffener"

Das ist weder im Bau allgemein noch bei Fenstern generell so.

Auch das darauf fußende Argumentationsbäumelein hat ein paar dürre Äste.

Der Abbbau von Lignin ist ganz gewiss nicht der wichtigste Grund für eine geeignete Oberflächenbehandlung. Reissen und Verwerfen, Eindringen von Wasser in Holzverbindungen, Pilz- und Insektenatacken etc. spielen eine weitaus größere Rolle.

Grüße

Thomas



@ Martin



Lies was Du schreibst: "ständig bewittertes Holz gehört verkleidet" Ausdruck 5, Inhalt 5

Du kannst Deine wie auch immer zu Stande gekommene Einzelmeinung in technischer Hinsicht für ein Sichtfachwerk nicht belegen.

Das macht Deine "Vorschrift" lächerlich.

Grüße

Thomas



@Thomas



ich muß das was ich geschrieben habe immer nochmal lesen,ich kann leider nicht tippen und dabei gleichzeitig uaf n Monitor kucken,schon der Korrektur wegen...

Ich schreibe niemandem etwas vor,hier darf jeder machen was er will!

Du darfst alles anstreichen ,wie du möchtest.....gut haben die Zimmermänner hier die letzten fünfhundert Jahre halt nur rumgelabert und anscheined nur Mist gemacht,dafür stehen die Hütten aber schon recht lange.

Deine Aussage Splint sollte bei Eiche garnicht verbaut werden ist völliger Quatsch ,das wurde jahrhunderte so gemacht der Splint kam halt nach innen.

Ich kann mit deiner Meinung leben,echt!

Grüße Martin



Holz-Infos



Auch wenn es nicht zur ursprünglichen Frage gehört, einige Infos,(in Auszügen):

Vertieftes Wissen: Lignatec
Lignum, Holzwirtschaft Schweiz ist die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft:

Die Dauerhaftigkeit des Holzes ist unbegrenzt, sofern es vor Feuchtigkeit geschützt wird. Zahlreiche Holzgebäude, die mehrere hundert Jahre alt sind, belegen dies.

....Eine nach Westen ausgerichtete Fassade ist stärker beansprucht. Dieser Aspekt kann bei der Konzeption berücksichtigt werden, indem z.B. je nach Orientierung unterschiedliche Verkleidungen verwendet werden. Holzarten wie Lärche, Kastanie oder Douglasie weisen eine bemerkenswerte natürliche Resistenz gegen biologische Schädlinge auf, weshalb keine Behandlung erforderlich ist.

Unbehandeltes Holz Fassaden aus unbehandeltem Holz erfordern lediglich einen geringen Unterhalt und weisen eine beachtliche Dauerhaftigkeit auf.Eine der Witterung ausgesetzte Bekleidung aus unbehandeltem Holz erfährt in Abhängigkeit von Holzart, klimatischen Bedingungen und geografischem Standort eine Farbänderung von hellbraun zu dunkelgrau.
Diese Veränderung geschieht nicht immer gleichmässig
z.B. im Bereich der Fensterbänke), bewirkt jedoch keine Verringerung der Festigkeit.

Aus Wikipedia: LIGNIN Ist verarbeitetes und unbeschichtetes Holz über einen langen Zeitraum Ultraviolettstrahlung ausgesetzt, so wird es oberflächlich geschädigt, wobei vor allem das Lignin denaturiert wird. Im Falle direkter Bewitterung wird es nachfolgend vom Regenwasser ausgewaschen. Die Oberfläche wirkt dann schmutzig grau. Unterbleibt die Einwirkung von Regenwasser, erhält das Holz infolge der UV-Wirkung eine silbrig-weiße Farbe.

Zum Fößen von Eichenholz

http://www.floesserstuben.de/index.php/historie-/die-floessereiFlößerei :
Seit uralten Zeiten benutzten die Menschen den Rhein und seine Nebenflüsse als Transportweg. Um Baumstämme Richtung Holland zu transportieren band man Eichenholz mit einer Unterlage Nadelholz zu so genannten Flößen zusammen.
In unserer Gegend werden Flöße schriftlich erstmals zu Beginn des 13. Jahrhundert in der Koblenzer Zollrolle erwähnt.

Zu dem Fenstergutachten:
Fenster sind üblicherweise allseitig behandelt, daher wirkt sich das einseitige Eindringen von Feuchtigkeit natürlich ungleich stärker aus, als wenn diese irgendwo diffundieren könnte wie z.B. bei einem Fachwerkbalken, bei dem nur 1/4 der Oberfläche gestrichen ist.

Die Vorschrift von innen nach außen diffusionsoffener zu bauen ist nun wirklich eine -unter Fachleuten- völlig unbestrittene Forderung und in allen DIN-und Ö-Normen enthalten.
Dies gilt u.a. bei Wärmedämmungen, Fenstermontagen etc, also überall wo es um Feuchtedurchgang durch Baustoffe geht, von der warmen zur kalten Seite und auch genauso bei Holzbauteilen.

Aber bei Fachwerkbalken gibt es ja zum Glück Diffusionsmöglichkeiten durch die Flanken-
sobald diese aber durch Abdichten der Fachwerkfugen mit Silikon verhindert wird kann eine Oberflächenbehandlung mehr Schaden als Nutzen bringen, wenn das Austrocknen verhindert wird.
Dazu gibts von Manfred Gerner div Veröffentlichungen.

Aber das Thema muß ja nicht zu breit getreten werden-
ist eh alles in der einschlägigen Fachliteratur nachzulesen.
Andreas Teich



Völlig richtig:



"Aber das Thema muß ja nicht zu breit getreten werden"

Und nicht zuviel Diffusel trinken!

Grüße

Thomas