Was ist Kalkdispersion? oder: Gibt es eine billige Silikatfarbe??

22.02.2007



Hallo, kennt jemand Kalkdispersionsfarben?
Ich würde gerne wissen welche zusätzlichen Eigenschaften eine Kalkdispersion hat?
Würde mich freuen wenn mir da jemand Aufklärung verschafft.
mfG Thomas

Ich bin durch folgende zwei Stellen im Netz darauf aufmerksam geworden, kann aber sonst nichts genaues darüber finden:

1:Durch Zusätze von Kunststoffdispersionen, die 5 Massen% nicht überschreiten dürfen entsteht eine Kalk-Dispersionsfarbe. Sie zählt zu den Anstrichsystemen mit anorganischen, mineralischen Bindemitteln. Allerdings kann die Zugabe von Kunststoffdispersionen die optischen und technischen Eigenschaften verändern.
Quelle:
http://www.stuckateur-brockhaus.de/html/wiss_list.htm


2:Die Eigenschaften der Kalkdispersionsfarben sind jenen von Silikatdispersionen sehr ähnlich, sodass die
beiden Produkte in einer Vergaberichtlinie geregelt werden
Quelle:
http://download.nachhaltigwirtschaften.at/hdz_pdf/endbericht_moetzl.pdf



kalkdispersion ?



vielleicht helfen die informationen bei www.deffner-johann.de weiter da gibt es ein fachbuch und einige produkte zum thema
dispergiertes weißkalkhydrat.



dispergiertes Weißkalkhydrat meine ich nicht



Hallo und vielen Dank für die Antwort

Leider meine ich etwas anders: Dispergiertes Weißkalkhydrat ist ein mechanisches Verfahren wobei das Weißkalkhydrat im Dissolver mit Wasser dispergiert wird.

Ich meine Weißkalkhydrat mit Zusätzen von 5 - 10 % Dispesionsfarbe. Mir ist klar dass dabei der Bereich der reinen Naturfarben verlassen wird.
Ich würde trotzdem gerne wissen was es damit auf sich hat, welche Eigenschaften diese spezielle Mischung hat?

Es soll den Sumpfkalk wohl anwenderfreundlicher machen?

Auf einer englischen Website habe ich gestern gelesen dass diese Art von Kalkdispersion (Mischung aus Sumpfkalk und Dispersionsfarbe)in Frankreich im Farbenhandel erhältlich ist.

Ich habe bereits einige Erfahrungen, gute wie auch schlechte
mit Zusätzen wie Kasein, Quark, Kreide, Titandioxid und Leinöl gemacht und tendiere dazu meine Wände nur mit reinem Sumpfkalk zu streichen, da bei mir (in Süditalien) aufgrund gänzlich fehlender Hausisolation und hoher Luftfeuchte im Winter eine hohe Schimmelgefahr besteht.
Deswegen bin ich nun neugierig auf diese Mischung, da die Streichfähigkeit und Deckkraft von reiner Kalkmilch etwas schwierig und gewöhnungsbedürftig (zumindest für mich) ist.

mfG Thomas





kalk zum "weißeln" kreidet gern ab, wenn er nicht richtig carbonisieren kann...,d.h. Aufnahme von CO2 und Anwesenheit von Feuchte (!),z.B.: besprühen mit Pflanzensprüher, je besser das gelingt, umso besser hebt es und kreidet als Anstrich nicht ab. Wenn es gelingt, braucht man keine Zusätze. Eine Maltechniklehrerin Kunstakademie und Meister als Kirchenmalerin, empfahl mir allerdings trotzdem die Zugabe von etwas Leinöl, dann verseift sich der Kalk, Kalkseife, das müsste eigentlich tun. Verhältnis, z.B. ein großes Faß Sumpfkalk darauf etwa einen größeren Becher Leinöl...
Bei Silikatbeschichtungen nimmt man Kunstharz, Acrylat hinzu, wenn der Untergrund nicht ideal ist, z.B. auf Gipsputz...das klebt halt, weiß nicht, ob ich es Kalk zusetzen würde...würde evtl. gleich eine Silikatfarbe nehmen, es gibt jetzt auch Kieselsolfarben, die haften normalerweise auf vielen Untergründen und sind auch antiseptisch, schimmelwidrig und diffusionsoffen wie Kalk.