Weisskalkhydrat mit extra Hinweis "nicht einsumpfen!"

12.07.2012 De Meinweg



Nachdem ich bisher erfolgreich mit Weisskalk CL-90 (von einer dieser Bio-Apothekenpreisfirmen), den ich einsumpfte arbeitete, habe ich mir nun bei einem großen Baustoffhändler Weisskalkhydrat (Rheinkalk, Wülfrather) eingehandelt (man bezahlt am Schalter, geht mit einem Zettel zum schweigsamen Mitarbeiter im Baustofflager und bekommt das Zeug per Gabelstapler 'reingepackt...), bei dem sich nirgends ein Hinweis in der Richtung CL-90 findet, dafür aber "nicht einsumpfen!", "sofort zu verarbeiten!" und "keine Mörtelstandzeit!".

Sind das Kann- oder Muss-Optionen?

Ich mache mir keine allzu großen Illusionen, dass Qualität und Verarbeitung durchs einsumpfen verbessert werden, die Meinungen dazu gehen ja auch hier im Forum ziemlich auseinander, aber für die bisherige, sehr gemischte Anwendung (hier mal etwas grob verputzen, da mal etwas mauern oder fein verputzen) war es praktisch.

Kann es sich hierbei um einen "verunreinigten" Mörtel mit Beimischungen fürs schnelle Abbinden und Härten handeln, oder bedeutet es ganz einfach nur, dass man sofort loslegen kann, ohne Zwangswartezeiten durch Einsumpfen?

Bitte keine Hinweise auf Sumpfkalk geben. Es geht hier um Baukalk. Anstreichen kommt erst ganz zum Schluss. ;-)

Danke für eure Antworten
grüße
Christian



ruf



doch einfach mal beim Verarbeiter an oder mache einen Test !



Verarbeiter?



Ich möchte den Kalk selber verarbeiten.

Dem Typen vom Baustoffhandel sagte die Bezeichnung CL 90 nichts, inzwischen habe ich aber herausgefunden, dass es sich beim gelieferten Kalk um die Qualität CL 90-s handelt. Also werde ich die Hinweise à la "nicht einsumpfen!" ignorieren.

Irgendwer schrieb hier mal, dass man sogar den fertigen Putzmörtel noch einmal mit Wasser bedeckt über Nacht stehen lassen soll um spürbar bessere Verarbeitungseigenschaften zu erlangen. Ist da was dran?



wenn



es reiner Weißkalkhydrat ist - ja !.
CL 90 ist nur ein Hinweis, wie "weiß" er wird, hat etwas mit der Reinheit zu tun, ich müsste auch erst nachschlagen - man wird halt vergesslich bei den chemischen Sachen ....

Eingesumpfter Kalkmörtel wird dann sähmiger, aber keine Luft ranlassen, voll mit Wasser abdecken und das dann bei Bedarf abgießen.





Hallo,

wir haben schon Farbe aus Weißfeinkalkhydrat hergestellt, also einsumpfen geht prima. Ist auch billig.

Grüße



CL90



ist der reinheitsgrad des kalkes,d.h. das er 90% oder mehr aus reinem kalk besteht und wie wir freunde dieses wunderbaren stoffes wissen wird er dann natürlich weiß. nimmt man z.b. einen CL70 ist das natürlich vom aussehen her ein anderes wenn ich den anschaue. dieser ist eher grau da er eben den hohen reinheitsgrad nicht hat. was die verarbeitung angeht kann ich nur sagen das ich genau diesen kalk (CL90) selbst sehr gerne verarbeite da er wirklich direkt verarbeitet werden kann.



Habs



nun gefunden:
Die Reinheit des Kalkhydrats ist sehr wichtig und wird in der DIN 1060-1 geregelt. Danach bedeutet “CL90?, dass mindestens 90% aus Calciumkarbonat und Magnesiumkarbonat bestehen; höchstens aber 5% Magnesiumkarbonat enthalten sind. Ein höherer Magnesiumanteil ist unerwünscht. Für die Herstellung von Kalkputz oder Kalkfarbe sollte man also “CL90? verwenden. Dies ist in der Regel auf den Säcken groß aufgedruckt, z.B. “Weißkalkhydrat CL90?.
Quelle: http://www.bastelitis.de/baustoffkunde-kalk-teil-1-kalk-arten-oder-was-ist-was/

Hier stehen auch viele weitere Anmerkungen zu den den Nicht-Dämm-Theorien ....