Weißes Pulver am Sparren

13.03.2018 keine aiko01

Weißes Pulver am Sparren

Guten Tag,
ich habe auf dem Dachboden weißes "Pulver" an den Dachsparren gefunden. Dieses "Pulver" hat eine Konsistenz wie Mehl/Puderzucker (nicht klebrig), ist scheinbar nur oberflächig und lässt sich leicht abbürsten/entfernen. Der Dachboden ist insgesamt trocken.
Was könnte das sein?
Ist hier Handlungsbedarf geboten?





Spontan hätte ich jetzt auf Putzreste (Kalkfarbe/Kalkputz o.Ä.) getippt - gibt es denn Hinweise auf eine frühere Verkleidung oder sonstige Bearbeitung der Hölzer?

Auf dem Dachboden scheint das eher ungewöhnlich.
Manchmal wurden die Balken nach dem Freilegen von Hand gereinigt oder in moderner Zeit gesandstrahlt, da bleibt viel in den kleinen Ritzen hängen.
Der Rest drumrum sieht so sauber aus!





Da war Mario schneller :=)

Ich finde diese historischen "Feinheiten" sehr spannend, das ist ein bisschen wie Archäologie, denn dann weis man wie das haus früher ausgesehen haben könnte!





Verkleidungen gab es nie (ist übrigens ein Harzer-Dach). In den 70er wurde ein neuer Holzschutz aufgetragen. Anbei ein weiteres Bild. Das Dach ist trocken und gut durchlüftet. Pilz? Schimmel? Oder etwas ganz anderes?





Hier sieht die Sache schon anders aus finde ich...
im Linken unteren Bildbereich wirkt das Ganze sehr "wuschelig-schaumig", sieht gar nicht so trocken aus.

In der Mitte hast du mit der Hand gewischt, richtig?

Vielleicht stand auch mal was davor - oder ein Brett war angenagelt und hat Feuchtigkeit eingeschlossen? Seit wann hast du denn diese Substanz bemerkt?





Habt ihr eine Idee, wie ich das Rätsel lösen kann?
Seht ihr Handlungsbedarf?





Unterlagen oder eine Hinweistafel gibt es leider nicht. Angeblich ist da früher eine Kolonne von Haus zu Haus gezogen und hat die Dachböden gestrichen. (Es ist die westdeutsche Seite).
Erklären kann ich mir nicht, dass nach einem Anstrich "weißes Pulver" übrig bleibt/ausblüht/vorhanden ist?!
Aus meiner Sicht rätselhaft...



Holzschutz



Nachdem ich das zweite Foto gesehen habe, kam mir gleich ein Foto in den Sinn, was ich mal gesehen hatte. Vergleich die weiße Schicht auf den Balken mal mit dem Foto weiter unten in diesem Beitrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Dichlordiphenyltrichlorethan.

Wenn sich da eine Ähnlichkeit abzeichnet, würde ich das chemisch untersuchen lassen.





Wie muss man mit DDT umgehen?





Vielen Dank für die Hinweise!



Brandschutz



Die nachträglichen Brandschutzanstriche im Luftschutz waren dünnflüssige Gipsaufträge, seltener Kalk.
Hier gleich an ganze Klumpen von DDT zu denken halte ich für sehr gewagt.
Holzschutzmittel waren in der Regel ölig um sie besser auftragen zu können, die Wirkstoffgehalte niedrig im Vergleich zum Lösungsmittel.
Wasserlösliche Holzschutzmittel wurden in der Vorfertigung eingesetzt (Druck- oder Tauchimprägnierung).





Guten Morgen Herr Böttcher,

vielen Dank für Ihren Kommentar!
Worauf tippen Sie?
Was könnte das "weiße Pulver" sein?



Brandschutz



Keine Ahnung,
ich beteilige mich nicht an Ratespielen.
Wenn Sie wissen wollen was es ist reichen ein paar einfache Versuche um die Herkunft einzugrenzen.
Nutzen Sie Ihre Kenntnisse aus dem Chemieunterricht. Genau dafür haben Sie im Unterricht gesessen.



Tipp zum Fachmann



Gehen sie mit ihrer Anfrage ganz einfach mal an folgenden Kontakt:

Mathias Heine
Dipl.- Ing.(FH) Hochbau
Baubiologe (IBN)
Freier Sachverständiger für Gebäudeschäden
Dippoldiswalder Str. 66
01731 Kreischa bei Dresden

Tel.:035206 / 21147
Fax :035206 / 30348
eMail: m.heine@baubiologie-heine.de

Er hat ähnlich viele Fotos in seinen Fachvorträgen und kann ihnen dazu sicherlich weiterhelfen.
Rufen sie ihn ganz einfach mal an.

FG Udo



Holzschutzmittel



Evt Borax oder andere Salze, die zumindest nicht ausgasen.