Verschönern mit Rindenmulch - Schade ich damit meinem Haus?

30.05.2012 die Kirchhofs



Hallo,
wir haben vor einem Jahr ein schönes Fachwerkhaus erworben das ca 1920 erbaut wurde. Es ist mit einem Bruchsteinkeller unterkellert. Entlang des Hauses verläuft mit einem starken Gefälle unsere Auffahrt. Zwischen Auffahrt und Haus (Keller) befindet sich ein schmaler Randstreifen der bis jetzt mit großen weißen Kieselsteinen dekoriert ist. Mir gefällt das jedoch nicht und ich finde es auch nicht besonders pflegeleich da ich um das Unkraut richtig entfernen zu können immer alle Steine wegräumen muss und danach wieder hin. Ich würde die Steine gerne ganz entfernen und das ganze einfach mit Rindenmulch auffüllen.
Jetzt weiß ich allerdings nicht ob ich damit nicht dem Bruchsteinkeller schade und letztenendes dem Fachwerk da Rindenmulch soweit ich das richtig verstanden habe viel Wasser speichert. Vieleicht hat damit ja schon jemand so seine Erfahrungen gemacht und könnte uns helfen.
Vielen lieben Dank schon mal
die Kirchhofs



Mulch



Hallo Fam? Kirchhof


Gegen Unkraut zwischen den Kieseln hilft Geoflies. Macht die Steine aber auch nicht schöner.
Auch zwischen Rindenmulch wächst es: Käfer, Asseln, Pilze, Schwämme, Moder...
Rindenmulch ist eine Modeerscheinung...


Vorschlag: Geoflies, Split und Steine in unterschiedliche Größen, oder mit Steinbrech, Mauerpfeffer und Steingartenpflanzen bepflanzen.

Alternativ Cotoneaster pflanzen, die wachsen so dicht, daß kein Unkraut dazwischen wächst...



Andreas



oder



Wiese ansäen und regelmäßig pflegen ....
ökologischer geht es nicht, das Wasser läuft von allein ab durch das starke Gefälle, wie Du schreibst.





Der Kies hat eine Funktion.
Er schützt das Haus gegen Spritzwasser und Dreck.
Da er sich mit der Zeit zusetzt sollte man einmal reinigen und dann mit dem schon genannten Geoflies arbeiten.
Eine Bepflanzung erst in ca. 50 cm Wandabstand.
Es gibt sicher bei ihrem örtlichen Baustoffhändler einen Kiesel, der ihnen auch gefällt. Fahren sie einfach mal hin, die Auswahl ist groß.

Rindenmulch am Fachwerkhaus hört sich an wie Anfüttern/Vorspeise der Holzzerstörenden Flora und Fauna um sich dann auf die Hauptspeise zu freuen. Bitte nicht in unmittelbarer Nähe.



Warum nichts…



… Altbewährtes?

Die Kies-Lösung ist doch auch nur eine 70er-Jahre-Mode.

Die von Olaf aufgezeigte "Wiese" funktioniert, wenn richtig gemacht, doch gut.



Trockner ist besser...



und gerade beim Fachwerk würde ich alles, was in Wandnähe Wasser speichert oder beschattet vermeiden.

Eine Wiese in Wandnähe war üblich, aber nicht "altbewährt". Es gab nur häufig nix anderes und aufsteigende Feuchte wurde bis zum Zeitpunkt, als Horizontalsperren aufkamen, schlicht als unvermeidbar betrachtet.

Grüße

Thomas



Kann mich



den Vorrednern nur anschliessen ,Geotextil oder Drainageflies,daruf Steine,mein Tipp Natursteinhof Radke in Langenfeld,hat eine riesige Auswahl an Steinen,Kiseln,Splitt,etc.auch wenn es nicht um die Ecke ist das lohnt.
Mulchen ist keine Modeerscheinung,Der Deko-Pinienrindenkram schon!

Viel Spass beim gestalten

Grüße Martin



"Wiese"...



... habe ich nicht umsonst in Klammern gesetzt.

Wenn die Schwelle nicht gerade in der Erde liegt und ein leichtes Gefälle des relativ verdichteten Bodens das Oberflächenwasser vom Haus ableitet, müsste es doch auch funktionieren. Durch Gras oder Magerrasenbepflanzung wird nicht allzu viel Nässe gespeichert, trotzdem aber Spritzwasser verhindert.

Natürlich geht auch Kiesdrainage, aber in vielen Fällen wird dadurch das Problem nur eine Etage tiefer verlagert.

Ich bin auch in einem Gartenforum angemeldet, da gibt es genug Fälle von nicht funktionierender Drainage, trotz Expertenrats.



Auf Olaf's Foto...



...liegen sogar Teile der Schwelle im Dreck.

Und auch wenn nicht: Wenn das Erdreich bis an die Wand geführt wird, ist die Wand im kritischen Bereich der Balkenauflager und Schwelle mit höchster Wahrscheinlichkeit feuchter, als wenn eine Kiesschicht ansteht.

Was an dieser Stelle ein Problem ist, wird im Bruchsteinkeller (also eins tiefer) kein's sein, der ist sowieso leicht feucht.

Daß man mit einer falsch gebauten Drainage das Wasser auch anlocken kann, spricht aber nicht im geringsten gegen eine richtige Drainage oder gegen eine Kiesschicht in der Einbausituation wie beschrieben (Gefälle).

Grüße

Thomas



Gänsehaut...



... weiß gefärbte Deko-Kieselsteine im Paradies der Kärcher-Helden, wie in den Filmdokumentationen von Dieter Wieland...

Sorry für meine Kieselstein-Allergie, aber die Assoziationen gehen mir dabei eher in Richtung Araukarienbäume im Vorgarten und Alu-Riffelglastür, aber niemals Fachwerkhaus.

P.S.: Die, im Dreck liegend Schwelle des Hauses auf Olafs Photo ist sicherlich suboptimal, entspricht aber leider den Anti-Beispielen in vielen Museumsdörfern.



Übern Tellerrand



hinaus gibt es weit mehr als nur weissen Cararra-Kies,es geht auch nicht um Drainwirkung,der Sockelbereich soll vom Spritzwasser frei gehalten werden!



Grünspecht



Wo hat der TE etwas von Spritzwasser geschrieben? Wenn dort vorher große Kiesel lagen, hat es von denen sicher auch hochgespritzt.


Im Endeffekt ist es egal, wasam Fundament liegt, solange es nicht hygroskopisch ist und verrotten kann. Damit fallen Betonbruch und organische Materialien schon mal weg....


Andreas



Nöö



hat sie nicht,so ein Streifen hat aber für mich mehr als nur optische Funktion,da alle organischen Materialien wegfallen,bleibt wohl nur Stein in irgendeiner Form und davon gibts neben dem Kiesel unendlich mehr.



das



funktioniert schon über 100 Jahre - allerdings Sandgegend !
Mit dem Foto wollte ich natürlich nichts zur Lage der Schwelle sagen ! Es ging nur um die Optik !
Bei weißen Kieselsteinen denke ich ebenso immer an Gartenzwerge. Außerdem soll das gelände ja abschüssig sein - warum also eine Drainage?

sieha uch hier: http://www.panoramio.com/photo_explorer?source=wapi_group_photos#view=photo&position=347&with_photo_id=60050808&order=date_desc&group=28221

und in den Städten geht Kies ohnehin nicht - da wird der Gehsteig bis ans Haus gepflastert. Auch die Frage noch Wetterseite und Dachüberstand sind noch nicht angesprochen.



Wir müssen...



...nicht über Drainagen debattieren, weil wir gar nicht wissen ob und was für eine da liegt.

Die "Natur" vom Fachwerk fernzuhalten, kann nie falsch sein. Die Steinfarbe ist da völlig egal. Vielleicht mag die verschollene Fragestellerin ihre weissen Kiesel ja auch individuell gestalten, wie Ostereier zum Beispiel. Da kann sie ihre Gestaltungswut austoben, ohne das Haus zu schädigen.

Buenos Eires!

Thomas



"das funktionirt schon über hundert Jahre"



Die Schwelle hats doch wohl hinter sich und zumindest die ersten drei Pfosten samt Strebe dürften auch nicht unbeschadet davongekommen sein.
Aufgeplatzter und abgefallener Gefachputz spricht auch nicht wirklich für ein (noch) funktionierendes System.
Das es überhaupt so lange gut ging, liegt wohl an dem luftigen "Sockelmauerwerk" und der ebenso gut durchlüfteten Nutzung als Scheune und kann auch noch 30 Jahre vor sich hin gammeln.
Wenn ich diese Situation bei einem zu Wohnzwecken zu sanierendem Fachwerkhaus vorfinden würde, wäre der Beginn des Innenausbaus für mich jedenfalls keine Option.
Bei ge- und bewachsenem Erdreich bis ans Sockelmauerwerk, sollte dieses möglichst hoch sein (50 cm über Erdreich) und eine doppelte Horizontalsperre (eine in der Höhe des Erdreichs und eine unter der Schwelle oder der letzten Lagerfuge) eingebaut werden.

Mit handwerklichen Grüßen
ollerich



unter



dem Umstand, daß etwa 60 Jahre fast nichts am Gebäude gemacht wurde, dieses um/vor 1850 errichtet wurde - sind die unbestrittenen Schäden doch wirklich gering !
der Grünstreifen war eine mögliche Alternative zum Mulch - wenn die Kirchhofs Rollkies in weiß oder Bunt Verlegen wollen - ist Ihr gutes Recht, ich würde es persönlich nur nicht empfehlen. Ein Foto vom betreffenden Objekt wäre eben immer gut, um die Situation besser einzuschätzen - n8 :-)



So, wie es aussieht...



ist die Fragestellerin eh über alle Berge, da ihr die Antworten nicht gefallen.

Nächste Frage...



Danke für die zahlreiche Beteiligung



Leider schaffe ich es nicht täglich ins Internet (da meine zwei kleinen Kinder das ziemlich blöd finden wenn die Mama sich mit anderen Dingen beschäfftigt) und kann erst jetzt auf die zahlreichen Beiträge eingehen, was mir sehr leid tut. Vielen Dank für die Anregungen und Ideen aber auch kritischen Anmerkungen. Habe gerade ein paar Fotos von der angesprochenen Hausseite gemacht und hoffe das ich die Situation gut eingefangen habe. Ausserdem habe ich für die nächsten Wochen einen Besuch im Baumarkt eingeplant.
Mareike



Wendehals



Für Leute, die sich beim Bild nicht den Hals brechen wollen:



Vielen Dank fürs Wenden!!!!



Hab das mit dem drehen nicht hin bekommen gelobe aber Besserung!



nun



das sieht ja doch so aus, als ob das Fachwerk nun wirklich nicht in gefahr ist und nur der Pflegeaufwand die Entscheidung der Bauherrin beeinflussen wird.
Aber auch so sieht das "nett" aus m i t den K r ä u t e r n . Man könnte ja auch nur die Steine entfernen und den Grünstreifen belassen ............. :-) LG



Es grünt so grün,



weil die Steine im Dreck liegen. Das wäre durch ein richtiges Schotterbett vermeidbar.

Grüße

Thomas



das Grün ist weg



Hab heute endlich mal das Grünzeug entfernt, und werde als nächstes die Steine wegräumen und ne Schicht Unkrautflies auslegen. Mal sehen ob die Steine dann zurück dürfen oder nicht.



Unkraut



Ich lasse meinem Grünzeug mal eine Chance ..... :-)
Ein schönes Wochende wünscht Olaf aus Sachsen.



Chaos mit Grün



Olaf, da fehlen noch ein paar Kornblumen..., Zichorie, Goldlack, Löwenmaul, Lupinen...FARBE!!!!!!



Manche Leute…



… erfreuen sich halt lieber an verschiedenfarbigen Kieselsteinen.



ja



da liebt ja einer - gehört zu meiner Bergbausammlung, die ist auf dem ganzen Hof verteilt. Einen schönen Abend noch, ich denke, der Bauherrin ist geholfen und wir hatten unseren Spaß .-)