Denkmahlschutz?




Guten Abend an alle
Ich hab Mahl sohne Dumme frage Ich weis es gibt viele menschen
Die es nervt das ihr haus unter denkmahlschutz Steht
Aber mich interesiert es ob ich diesen status erlangen kann.
Also mein Haus Oberlausitzer Lehmhaus BJ 1790 soll historisch
rekonstruihrt werden es ist das älteste haus im dorf es hat den großen dorfbrand 1860 überstanden da es im gegensatz zu den anderen strohgedeckten heusern schohn ein ziegeldach hatte
Aber zurück zum Thema
es ist in meinem augen wert diesen Status als baudenkmahl zu erhalten
also kennt sich jemand dazu aus wie das in sachsen gehandhabt wird

eigentlich bin ich nur an dem blau weissen emailschild interesiert was an die Fassade kommt (lach)
nein im ernst
ich freu mich immer auf antworten





Hallo Erich,

das blauweiße Emailieschild gibt es nicht mal für umsonst! Dafür muß man zumindest hier in Berlin sogar Geld bezahlen, weshalb hier einige "private Denkmale" als solches nicht gleich zu erkennen sind.

Wenn jemand daran interessiert ist für ein denkmalwürdiges Objekt (Gebäude, Flächen oder aber Naturobjekt) in seinem oder in Fremdbesitz einen Schutzstatus im Sinne eines Denkmals zu erlangen kann dies jeder bei den zuständigen Stellen beantragen. Weiß jetzt nicht mehr genau ob es die den jeweiligen Bauämtern beigestellten Unteren Denkmalschutzbehörden sind. Im Prinzip braucht es dafür aber nur einen formlosen Antrag + entsprechende Begründung warum der Denkmalstatus gerechtfertigt scheint. Der Antrag wird dann von der Oberen Denkmalschutzbehörde geprüft und ggf. dann der begehrte Status erteilt.

Also einfach mal mit den zuständigen Behörden Kontakt aufnehmen

Gruß aus Berlin,



Da würde ich mich mal erkundigen,



ob das Haus nicht sowieso schon auf der Denkmalschutzliste steht.
Ansonsten: Was erhoffst Du Dir von so einem Status?
Im Raum Stralsund haben die Bauherren von mir, die alte Häuser haben nur schlechte Erfahrungen mit diesen Beamten gemacht.
Die drücken dir Auflagen drauf, die teilweise Quatsch sind und rücken keine Kohle raus. Ich rate allen Bauherren diese schlafenden Hunde nicht zu wecken.
Ich bin für sachgerechten, sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz, der damit verbundene Beamtenapparat hat bei mir gar keinen guten Schnack.
Ralph Schneidewind



Denkmal



Hallo Herr Erich H.

Aus der Sicht des Eigentümers lohnt sich "Denkmalschutz" nur dann , wenn Sie in der glücklichen Lage sind vieeele Steueren bezahlen zu dürfen und viel Geld in das Haus investieren wollen.
Dann können Sie nach EStG § 7i erhöht abschreiben.

Wenn sich das für Sie "rechnet" , dann stellen Sie einen formlosen Antrag bei der unteren Denkmalschutzbehörde mit dem Titel: Antrag auf überpfrüfung der Denkmaleigenschaften.
Der Antrag sollte begründet werden: zB. ältestes Haus, ortsbildprägend, Alleinstellungsmerkmale.

Der Antrag wird dann weitergereicht an das Landesamt für Denkmalpflege. Der zuständige Konservator macht dann eine Art Gutachten --- oder lässt es machen.

Dann wird entschieden und das Gebäude wird in die Denkmalliste eingetragen.(oder nicht)

Wenn der Konservator keine Lust hat das Gutachten zu machen, kann er auch einfach sagen: "Das ist ein Denkmal"
Dann kommt des Gebäude auf die vorläufige Denkmalliste. (oder nicht)

viele Grüße



Also



Wenn ich das richtig verstanden habe dann muss ich nur
einen formlosen Antrag stellen das ist kein problemn
und hinter den anforderungen des amtes wie originalität und ähnlices steh ich voll dahinter. Bis hierhin kein Problem.
Nur jetzt was meint ihr mit viel steuern bezahlen
hab ich da was verpasst



Ehrentitel



Der einzige für mich akzeptable Grund wäre kulturgeschichtlicher Art.

Bei uns in NRW liest sich der gesetzliche Passus zur Verleihung der Denkmalplakette (kein blau-weißes Logo, sondern das NRW-Wappen) fast so wie der Schmus bei der Verleihung eines Ordens.

Natürlich ist es nur recht und billig, dem Denkmaleigner die besonderen Mehrkosten der Sanierung und Erhaltung steuerlich zu vergünstigen, aber der Gedanke, mit einer Denkmalimmobilie einen Reibach irgendeiner Art machen zu können, ist absurd.

Nach all dem, was man allein schon hier im Forum zum Denkmalschutz lesen konnte, besteht das Hauptdilemma darain, dass es offensichtlich keine bundesweit verbindlichen Richtlinien gibt, dass man also oftmals der Willkür und dem Kompetenzgerangel der behördlich Beauftragten ausgeliefert ist.



ah



wie ich das hier so verstehe sollte ich es also besser seien lassen
für mich ist es halt interessant in einem( denkmahl ) zu wohnen und ich will fern jeglicher neuerungen leben
wie isoglasfenster und zentralheitzung
und hab stattdessen wieder einfachverglaste srossenfenster und alte grundöfen in die zimmereingebaut
so koche ich auf einem gesetzten Kohle herd
und wasche meine wäsche im Kessel meine strohmrechnung ist lächerlich
daher stören mich die denkmahlschutz bestimmungen wenig
ich finde diesen status als etwas besonderes
aber wenn ich damit noch finanziel benachteiligt werde dann werde ich es wohl sein lassen



Die blau-weißen ...



... Denkmalplaketten gibt's u.a. auch bei eBay, aber das wäre ja eigentlich Etiketten- bzw. Plakettenschwindel. ;-)



Schwindeln!



Schwindeln is vieleicht nich die Schlächteste ideh .
Hauptsache mann ist am Ziel (lach).
Mahl sehen noch ist keine entscheidung gefallen





man kann ja auch die DS-Belange im Auge behalten ohne Plakette und Stempel.
Wenn man nicht auf den Steuervorteil aus ist, spricht eigentlich nichts für diesen Verwaltungsakt.

Zu bedenken ist auch, dass der DS später ein Mitsprache-Recht hat bei Dingen, die man selbst vielleicht ganz idyllisch findet, bei denen DS aber 'no' sagt. Als Beispiel möge die Sache mit der Schlagrichtung der Torflügel dienen.

ich würd's lassen.

Gruß G



Detailfragen



"... man kann ja auch die DS-Belange im Auge behalten ohne Plakette und Stempel..."
Ja, so machen wir es auch. Es war viel Recherche und "Gebäudeforschung" nötig um festzulegen, was alles zurückgebaut wird und was auf welche Weise wieder neu entstehen soll. Ich hatte auch schon Kontakt mit unserem zuständigen Denkmalschutzbeauftragten, da ging es allerdings nur um Vermittlung von Handwerksbetrieben, sie sich in Sachen Denkmalschutz in der Region einen Namen bemacht haben. Der Denkmalschutz zeigte sich sehr interessiert, er wollte mir anfangs gar nicht glauben, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, denn warum sollte man sonst diesen Aufwand betreiben? Irgendwann musste ich ihn dann doch höflich aber bestimmt abblocken, er wurde zu aufdringlich, wollte sich das Haus mal ansehen usw.

Nachdem ich ich in unserer Region ziemlich viele denkmalgeschützte Häuser besichtigt und auch deren Unterlagen gelesen habe, bin ich froh, dass unser Haus nicht unter Denkmalschutz steht:

Da wurde z.B. nachträglich vor eine Backsteinmauer gesetztes Fake-Fachwerk als Fachwerkwand aufgenommen, da wurden nicht uninteressante alte (1920er-Jahre, Fotodokument) Fenster aufgenommen, aber auf einem anderen Foto von 18XX sieht man, dass ursprünglich noch andere Fenster verbaut waren.

Wie würde man dem Denkmalschutz klarmachen, dass man das alles zurückbauen will, um einen älteren Erstzustand des Gebäudes herbeizuführen? Geht sicherlich, könnte aber auch in Behördenfrust enden, allein schon weil auch eine inzwischen fast 100 Jahre zurückliegende Umbauphase irgendwie auch schützenswert sein könnte.

Ob ich mich noch einmal mit dem Denkmalschutzexperten in Verbindung setze, wenn alles komplett fertig ist, weiß ich nicht genau. Entweder spricht ein Haus für sich oder eben nicht, egal ob mit oder ohne Plakette.



IG Bauernhaus fragen



Hallo Erich H.
ich finde Ihre Haltung schwer in Ordnung. Und Ihr Anliegen auch. Nur so bleibt die alte Kultur erhalten.

Nehmen Sie mal Kontakt zur Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. auf. Das ist ein bundesweiter gemeinnütziger Verein, der sich um alte Ortsbilder, Dorfstrukturen und historisches bauen u.v.m. kümmert. Diese Leute helfen gern und uneigennützig aus Idealismus heraus, beratend und wenn es sein muß auch mal praktisch.
www.igbauernhaus.de > IGB in Ihrer Nähe.

Viel Erfolg und gutes Gelingen.



Denkmal-Schutz



Hallo

das mit dem Denkmalschutz ist so ne Sache.

Da kann man an "Kniefiesler" geraten, die einem die Hölle heiss machen oder an welch, denen nur der eigene Job und die eigene Ruhe wichtig ist …

Wenn man sich für eine nachhaltige, feinfühlige Sanierung eines Hauses entschliesst mit den einfachen Mitteln, die nachhaltig und nachweislich funktionieren, dann hat man noch für lange Zeit etwas vom Haus …

… ein wesentlicher Plus-Punkt eines Denkmals ist: keine ENEV

kann der Baukonstruktion wesentlich beim Überleben helfen …

Viel Spass und Erfolg mit dem schönen alten Haus …

Mal mit so einem vom Amt einfach mal reden, paar Bilder zeigen oder erst sachte sanieren und erhalten und dann nachfragen … ich weiss es nicht was BESSER ist!

… mit offenen Karten spielen ist eigentlich immer gut …
ausser der andere spielt mit gezinkten …

Florian Kurz





In diesem Forum kommt der Denkmalschutz generell schlecht weg. Das kann unterschiedliche Gründe haben, die ich natürlich nicht beurteilen kann. Ich kann aus meiner nun über 20-jährigen Berufspraxis im Denkmalbereich nichts Nachteiliges berichten, vielmehr überwiegen die positiven Erfahrungen und Vorteile.
Die IG Bauernhaus kann ich Ihnen auch empfehlen.

Gutes Gelingen

Bernd Kibies



Das ist so...



... im Leben...
Wenn alles klappt, ist das selbstverständlich, gibt es Probleme, wird lamentiert, auch wenn das "Nichtklappen" statistisch die absolute Ausnahme ist...

MfG,
sh





viel Spass mit den Leuten
Ich würde es nicht mehr tun. Aufwand nutzen stehen in keinem Verhältniss



Denkmahlschutz?


Denkmahlschutz?

Nun Ja das ich diese gescichte eh erst anschieben will ,
Wenn dass haus wieder in original zustand ist.
Denn So wie es jetzt noch aussieht gibt mann mier
eh nur den status (abrisshaus) Das hatte der Vorbesitzer auch vor.
Nur ich konnte ihn umstimmen
Und für die Arbeit vorallem die individulle alte türen ,Fenster und Möbel Aufarbeiten etc
wäre eine angemessene Belohnung (Auszeichnung)für die arbeit doch echt klasse.
Aber es Stimmt schohn dieser status kann auch viel ärger bereiten ich hab ja glücklicher weise noch zeit mich zu entscheiden
Ich Hab mahl mit paint Gespielt vor ca 40jahren war noch Holz an der Fassade





Meine Frau Mutter hat immer gesagt:

wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!


Der DS, mit dem ich selbst nur gute Erfahreungen gemacht habe, könnte z.B. auf die Idee kommen

Gutachten einzufordern,

oder

bei dringlichen Reparaturen eine Baustopp verhängen weil nicht rechtzeitig beantragt,
(was macht eigentlich das Schloss vom Klaus?)

oder

einen Umbau aus früheren Zeiten, der der orignalgetreuen Restaurierung im Wege steht, für schützenswert halten,

oder

einen weiteren Ausbau des sicher großen Daches unmöglich machen, weil Brandschutzauflagen und DS-Auflagen nicht miteinander vereinbar sind.

Das alles ist hier schon rauf und runter diskutiert worden.

Wenn's aber unbedingt sein soll und es nicht auf die Steuer ankommt, dann erst bauen und dann beantragen.
Sinnvoll erscheint mir das aber nicht.

Gruß Götz



Denkmahlschutz?



Nun gut also wird es wohl doch auf (Etikettenschwindel) rauslaufen.
Also den Spass seien lassen die Bude nach besten wissen
Restaurieren
die Plakette an die Wand ran und sich freuen



Ich kann doch



ein Gebäude auch fachgerecht, sensibel, im Einklang mit Bauphysik und Geschichte sanieren ohne dass diese Beamten Ihren Senf dazu geben!
Wenn einem die Liebe zu historischer Bausubstanz am Arsch vorbeigeht, wird er sich wohl nicht mit Fachwerk .de oder der IG Bauernhaus befassen.
Ich hab' ne alte Bude, die mit ziemlicher Sicherheit ausm Barock ist, die nicht unter Denkmalschutz steht und ich bin heilfroh dass diese Typen mir beim Wiederherrichten nicht reinreden.
Brauchts die wirklich?
Ralph Schneidewind
P.S.: Sorry, ich bin ein wenig in Wallung geraten. Das liegt an dem Sanddornwein, den ich hiermit allen zum Genuß empfehle! :-)



Denkmahlschutz?



Eigentlich ists richtig die Behörde wird wohl immer was zu mäkeln haben das isses nich wert.
Ohne Ds kann mann sein ding durchziehen
Aber ich Bleibe dabei das der Ds grundsätzlich für die Gebäude eine gute sache ist Es würden sonst zu viele schöhne häuser abgerissen
oder Schrecklich verstümmelt





Ich denke hier wurde viel Richtiges gesagt! Dennoch bringt es der Satz von Ralf: ... "Brauchts die wirklich?" ... auf den Punkt.

Leider ist es genau diese Grundhaltung die es vielerorts verhindert daß Denkmale denkmalgerecht saniert werden oder sogar erhalten bleiben. Bei Ralf persönlich mag der Fall anders liegen da man Ihm sicher den nötigen fachlichen Sachverstand nicht absprechen kann und grundsätzlich wohl auch die Grundhaltung zum Thema stimmt. Da ich Ihn nicht persönlich kenne, wert ich seine Aussage daher jetzt mal spekualtiv eher als Frustration über die - wie ich glaube nicht ganz so seltene - Selbstherlichkeit der Behördler, der man sich als Denkmaleigner gegenübersehen KANN. ...

In vielen anderen Fällen ist es wohl aber eher die mangelnde Dialogbereitschaft und das allgemeine Grundverständnis sich da irgendwo reinqutschen lassen zu müssen. Letzteres ist dabei meiner Erfahrung nach eher ein mentales Problem, daß sich im Grunde in dem Moment entscheided wenn der erste zu den eigenen Vorstellungen abweichende Bescheid der Denkmalschützer eingeht. Meist gehen dann schon die Zankerein auf beiden Seiten los. Klaus "Barockschlösschen" im Ruppiner Land (vor ein paar Monaten hier im Vorumbehandelt" ist da wohl nur ein Beispiel unter vielen. Kühlen Kopf bewahren und das Ganze als Grundlage für weitere Gespräche zu nehmen, bekommen dabei scheinbar die Wenigsten hin. Dabei kann diplomatisches Feingefühl durchaus Wunder bewirken.

Wie auch immer. ... Grundsätzlich stimme ich der Grundhaltung Vieler hier im Forum zu, daß man sich nicht notwendigerweise den Denkmalstatus auferlegen sollte nur weil man an einer Ehrung interessiert ist. Leider weiß man vorher wirklich nicht an welche fachlichen Kompetenzen man bei den unteren Denkmalbehörden gerät. Ich persönlich weiß da auch so meine Geschichtchen zu erzählen darüber wie von den Zuständigen Studien gemacht werden wenn das Geld fehlt. Mein Haus sähe heut wohl anders aus, wenn ich nicht selbst historische Dokumente in der Hand gehabt hätte, die die Fehler in den Vorstellungen des DS entlarften.
Anders sieht es aus, wenn man über den Denkmalstatus erreichen möchte, daß man von anderen Ereignissen, vielleicht auch erstin ferner Zukunft, buchstäblich überrollt wird. Wenn z.B. in der Nachbarschaft der Verfall droht, Straßen oder Einkaufszentren gebaut werden sollen etc.

Erich, Hand aufs Herz! ... Deine Ehrung für die "Aufbauleistung" die Du, so wie Du schreibst, wohl noch ein gutes Stück vor Dir hast, wirst Du auch anders erhalten. Es wird genug Leute geben die den Wert Deines Einsatzes auch ohne das blauweiße Schild neben der Tür erkennen und Dir das auch so sagen werden. Wichtiger noch, dein Haus wird eine Geschichte (Dein Wissen über das Haus) haben die nicht nur über Dein Leben erzählt, sondern darüber hinaus. Und wenn dieses Erhalten bleiben soll, gilt es deren Spuren zu bewahren.

Nur das ist das Entscheidende!


Gruß aus Berlin,



Denkmahlschutz?



Ich glaube Das ist der beste Beitrag den ich bis jetzt gehört
habe.
danke nochmahl für all die antworten