WDVS contra Vorhangfassade




Giebelwand Altbau (Jugendstihlhaus),Schlagwetterseite soll saniert werden ,entweder hinterlüftete Vorhangfassade verschiefert inkl. Dämmung Mineralwolle ca. Kosten 240 Euro qm oder WDVS.

Die Schieferfassade ist meiner Meinung nach die dauerhaftere Ausführung ,aber auch die teurere Variante.

Welches WDVS würdet ihr empfehlen ,womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht,Langzeiterfahrungen wären klasse.
Wenn ich so durch die Gegend gehe und mir 30 Jahre alte WDVS anschaue sind die so gut wie alle veralgt.

Die Giebelwand wurde in den letzten 30 Jahren dreimal komplett von einem Malerfachbetrieb gestrichen mit allem Pipapo ,Gewebe ,Spachtel ,Rißüberbrückung... und sah spätestens nach fünf ,sechs Jahren wieder sch.... aus.

Jetzt soll es halt was endgültiges werden,die Fassade nur verkleiden geht nicht ,weil die EnEv eingehalten werden muss.
Bitte keine Grundsatzdiskussionen über Sinn und unsinn von Dämmung.
Großartige Stuckelemente sind auf der Wand nicht vorhanden und sämtliche Fenster bis auf DG,Mansarde sind zugemauert.

Danke und Grüße Martin



Hallo Martin,



ich würde immer zur Schieferfassade raten, einige Nachteile von WDV-Systeme haben Sie schon selber hier geschrieben.
Kosten tut WDVS auch und wenn in ein paar Jahren neue Farbe dran soll Kostet es wieder + weitere Kosten für Gerüste usw...

Eine gut gemachte Schieferfassade kann als endgültiges betrachtet werden.

Bild: Schieferfassade in Dingelstädt mit einfacher Wabendeckung und aufgesetzten Orten um die Fenster.

Mit besten Grüßen Danilo



Hallo Martin



WDVS mit Keramischer Bekleidung ( Klinkerriemchen ) wäre auch eine Variante.

Schönes WE

Rudi



WDVS mit Holzweichfaser



Wir führen WDVS mit Holzweichfaserdämmplatten als Putzträger aus und blasen den Hohlraum dahinter mit Zellulose aus.
Die Unebenheiten der Fassade können ausgeglichen werden und der gesamte Aufbau einschl. Putz und Anstrich ist diffusionsoffen.
Durch die hohe Wärmespeicherkapazität der Konstruktion fällt an diesen Fassaden kaum Kondensat aus und es kommt nicht zu Algenwachstum. Auch nicht an den Nordseiten.
Gruß
SB





Das Veralgen von WDVS-Systemen erweist sich in den letzten Jahren als ein zunehmendes Problem. Pauschal kann man das nicht am Alter eines Systems festmachen, teilweise aber an der Dämmstärke. Manche "alte" Systeme aus den späten 1980er Jahren mit Dämmstärken bis 6 cm stehen oft noch besser da, als später montierte Systeme mit mehr als 12 cm.

Mit Deinen eigenen bisherigen Erfahrungen dürfte sich die Empfehlung anschließen, das ein hinterlüftetes System immer das dauerhaftere sein wird.
Feuchtigkeit, die aus dem Gebäudeinneren durch die Außenwände diffundiert kann an der außenliegenden, kälteren Oberfläche kondensieren und wird über die Hinterlüftung abgeführt. Auch die Dämmlage selbst wird nicht vom Schlagregen belastet.
Hinter einer Kunstharzputzschicht ausgefallenes Kondensat kann zu Frostschäden und Ablösungen der Gewebeschicht führen. Geklebte Riemchen haben einen noch höheren Diffusionswiderstand.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



WDVS vs. Vorhangfassade



Ein eindeutiges Pro zur Vorhangfassade!
EIn Putz muss immer wieder gestrichen werden.
Naturschiefer hält sehr lange und die Mehrkosten sind gut angelegt.
Außerdem ist die Vorhangfassade nicht so problematisch wie das WDVS.





Wenn der Putz durchgefärbt ist muss er nicht ständig gestrichen weden.
Sicherlich ist eine Schieferfassade hochwertiger, aber auch doppelt so teuer.
Die geputzte Holzweichfaserdämmung ist die Alternative zum WDVS mit EPS.
Diffusionsoffen und bezahlbar.
Wir können nicht immer nur gegen die EPS Dämmung wettern ohne bezahlbare Alternativen aufzuzeigen.
Ein großteil der Hausbesitzer kann sich 240€/m² Fassadendämmung schlicht nicht leisten. Und selbst wenn mit Nachtspeicheröfen geheizt wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung schwierig.



Erstmal



danke für eure Antworten!

Die Kosten spielen bei der Entscheidung mit die größte Rolle.

Das ist das Haus von einem Freund ,die Wand hat ca 70qm ,da sind wir mal schnell bei 7-8 Tausend Euro im Unterschied.
Dann ist eine Wand fertig und vier warten noch,ebenso da Dach,da sind mal schnell 70 ,80 tausend versengt für die komplette Sanierung und die kommen nie wieder rein auch wenn man das abzieht was sowieso passieren müßte.

Jetzt könnte man sagen sch... drauf nach mir die Sinnflut ,hält das ganze 30 jahre ist der gute mitte siebzig.

Eps kommt auf keinen fall in frage ,Mineralwolle ,Kratzputz ,wären die Alternative.
Meine Frage an Simon wäre ,welchen ca. qm preis hätte ich bei deiner Holzfaser-Einblaslösung?

Bei den ganzen Zahlen hier kommt mir eher der Gedanke 500 Euro in einen Energieberater zu investieren um sich von der EnEv befreien zu lassen.

Verzwicktes Ding!

Klinkerriemchen sehen bei so einer hohen Fassade eher bescheiden aus,denk ich mal,trotzdem danke für den Vorschlag.

Das Haus wurde mehr oder weniger in Eigenleistung saniert,modernisiert ,wohnen und bauen im Bestand ,halt das typische, wenig Geld und soviel Eigenleistung wie möglich ,da blieb natürlich auch vieles auf der Strecke....

Danke und Grüße
Martin



nach



10 Jahren habe ich gute Erfahrung mit WDVS (Steinwolle) und Dickputz (bis 3 cm). Bisher mußte ich nichts neu streichen. Wen es interessiert - bitte vorbeikommen und ansehen.