Sanierung nach Wasserschaden - haben wir etwas vergessen???




Hallo zusammen,

diesmal handelt es sich zwar nicht explizit um eine Fachwerk-Frage, aber Ihr seid nun mal meine Community … ;-)

Also, wir haben in unserem Haus zwei, direkt übereinander liegende Sanitärräume. Das Bad/WC im EG wurde wohl noch vor wenigen Jahren vom Vorbesitzer renoviert. Das Bad im OG war dagegen noch im „Charme“ der 70er Jahre, weshalb wir dieses gründlich renoviert haben.

Dabei haben wir aber offenbar das WC nicht ganz richtig angeschlossen: Jedes Mal, wenn die Spülung betätigt wurde, ist wohl ein Teil des (Frisch-)Wassers in die Wand gesickert. Da im OG nur Unterrichtsräume sind, wurde das WC dort so selten benutzt, dass uns dies über ein Jahr lang gar nicht aufgefallen ist.

Das hat sich jedoch vor kurzem geändert, als wir für 10 Tage drei Gäste auf diesem Stockwerk beherbergt hatten und die Toilette quasi im Dauerbetrieb war …
Auf einmal fing es nämlich im EG an, auf Höhe der Toilette durch die Decke zu tropfen …

Das WC im OG wurde mittlerweile von einem Sanitärfachbetrieb wieder angeschlossen und ist jetzt dicht – zumindest kam seither trotz fortlaufender Beanspruchung kein Wasser mehr nach.

Auf dem Foto könnt Ihr den betroffenen Teil der Decke im EG sehen: die Trockenbauelemente (von der Renovierung durch den Vorbesitzer), darauf die Unterlattung und die Deckenpaneele. Die schadhaften Paneele haben wir entfernt und die Trockenbauelemente mit einem Schimmel-Ex behandelt (muss noch gereinigt werden). Nun wollen wir die Decke einige Wochen trocknen lassen und dann neue Paneele montieren.

Unsere Frage: haben wir noch etwas übersehen oder vergessen? An der Außenfassade ist übrigens nichts zu sehen.



Wasserschaden



Sofort runter mit dem Gipskarton!

Georg Böttcher



Sanierung



der Hinweis mit dem Rinterressein ist zwar im Prinzip richtig - ABER:
das bedeutet im Interesse der Gesundheit der Bewohner und derjenigen die die Arbeit durchführen, dass die einschlägigen Vorschriften (Handlungsanweisung BGBau) unbedingt eingehalten werden: Abschottung der Räume evtl. mit Schleuse (Schwarz-Weiß-Bereiche), Absaugung mit Unterdruck, Abbruch mit Schutzbekleidung und entsprechender Maske, Entfernung des Befalls, evtl. Desinfektion, Feinreinigung aller Oberflächen, Freigabemessung und erst dann Wiederaufbau!
Ich empfehle die Versicherung sowie einen Baubiologen vor Ort einzuschalten (www.baubiologie.net) und eine Begutachtung, Sanierungsplanung und -begleitung zu beauftragen.



Danke...



... an beide Kommentatoren. Der Tipp mit dem Gipskarton war korrekt, noch wichtiger der Hinweis auf die Versicherung (ja, wozu hab ich die denn?). Jetzt werkeln die Profis ...