Wasseranschluss

28.07.2009



Hallo,
gerne würde ich Informationen zu folgendem Gebiet von Euch erhalten:
Wir haben ein altes Haus gekauft und die Wasseruhr ist demontiert. Unsere Nachfrage beim örtlichen Versorger hat ergeben, dass dieser (unabhängig von dem Objekt) keine Wiederinbetriebnahmen zulässt. Sprich: Wenn das Wasser einmal abgestellt wurde und die Wasseruhr nicht mehr da ist, dann muss man von dem Versorger einen kompletten neuen Wasseranschluss bauen lassen (neue Wasserleitungen im Erdreich Verlegen lassen, Schächte graben, komplett neue Anlage...) Kosten ca. 2000 bis 10000 Euro. Aussage vommitarbeiter: Wenn ein mal das Wasser abgestellt war, müssen neue Wasserleitungen verlegt werden, der komplette Anschluss muss erneuert werden, aus Hygienetechnischen Gesichtspunkten.

Ist diese Aussage richtig? Gibt es andere schnellere und günstigere Lösungen?

Über Anregungen und Hinweise zu anderen Möglichkeiten würden wir uns sehr freuen.
Vielen Dank





Hallo Katharina,
vor dem gleichen Problem stand ich vor ein paar Jahren auch. Das hatte der örtliche Versorger mir auch gesagt. Ich habe den örtlichen Versorger belatschert, ob wir es nicht erstmal so versuchen könnten. Da meint er, gut, machen wir, aber die Leitung muss lange gespült werden so ein oder zwei Stunden. Das Wasser läuft in der Zeit weg in den Garten. Danach kommt die Hygiene und nimmt eine Probe und wenn die gut ist, kann es so bleiben. Wenn nicht, müssen die teuren neuen Leitungen her. Dann ging es los mit sehr netten Leuten von den Wasserwerken, die bereits 40 Jahre dort arbeiteten. Die wußten genau, wo die Leitungen lagen. Mein Haus liegt an einer Stichstraße und vor mir noch ein Haus, welches immer Wasseranschluß hatte. Meine Wasserleitung und die meines Nachbarn konnten nicht getrennt abgestellt werden. Das war mein Glück! All die Jahre war Bewegung in der Leitung, da meine Nachbarn ja Wasser abzogen. Die Männer von den Wasserwerken haben die Wasseruhr und einen Wasserhahn angeschlossen und von Anfang an kam herrlichsten klares Wasser zum Vorschein. Da war von Spülung und Hygiene keine Rede mehr. Der Anschluß war in einer halben Stunde erledigt. Ich brauchte dann nur einen Baukostenzuschuß bezahlen, der irgendwie nach Grundstücksgröße mal Faktor X berechnet wird. Das waren damals 1200,- EUR. Mein Häuschen hatte bestimmt 10 Jahre keinen Wasseranschluß, aber wat war dat schöön, als man das Wasser benutzen konnte. Inzwischen haben die Wasserwerke von sich aus die Trennung zwischen mir und meinem Nachbarn in die Leitung eingebaut, damit sie meine Leitung zudrehen können, falls ich mal einen Rohrbruch habe und damit mein Nachbar dann trotzdem Wasser hat. Ich drück Dir die Daumen, dass Du auch so ein Glück hast! Viele Grüße aus Mecklenburg von Kathrin