Wasser-Solewärmepumpe

31.08.2021 eF_Jay

Wasser-Solewärmepumpe

Hallo ihr lieben.

Wir haben einen vermutlich etwas komplizierteren fall XD
Online konnten wir leider noch nichts dazu herausfinden.

Wir hoffen ihr habt hierbei schon Erfahrung oder schonmal etwas davon gehört.

Vorgeschichte:
Gekauft haben wir einen alten Hof mit mehreren Gebäuden, Scheunen und Holzhallen. Wir möchten zwei der Gebäuden möglich kostengünstig bzw in Eigen-Regie zu Sanieren. Jetzt stehen wir nur vor der großen Frage, wie machen wir das mit dem Heizen.


Die Überlegung ist, eine Bohrung mitten im Hof für den Wasser-Solekreislauf. Wir stellen uns allerdings die frage, ob wir daran zwei Fachwerkhäuser anschließen können.

Gebäude 1) 120 m² Wohnfläche ein Haushalt mit zwei Personen
Gebäude 2) 90 m² Wohnfläche (2-3 Ferienwohnungen)

Nach eigener Berechnung können wir mit unseren Dämmmöglichkeiten einen U-wert von 0,5 in beiden Gebäuden erreichen.

Die Gebäude stehen gegenüber und sind etwa 20m zueinander entfernt.


LG Franz &. Seb



wärmeübertragungsflächen maximieren



das a und o beim wärmepumpen ist eine möglichst tiefe systemtemperatur ,

dafür müssen möglichst viel heizflächen erschlossen werden, die Dämmung maximiert und die raumweise (in diesem fall auch hausweise) heizlastberechnung möglichst exakt mit der heizleistung der flächen übereinstimmen.

schau mal hier inklusive der folgenden beiträge :
https://www.energiesparhaus.at/forum-ringgrabenkollektor-zukunft-der-erdwaerme/41030_66#614669

wenn genug gelände vorhanden ist, passt vielleicht auch ein RGK ( ein paar beiträge weiter unten im link -bis beitrag 1317) mit kalter nahwärmeverteilung. Das geht natürlich auch mit Tiefenbohrung, nur teurer.


bei uns liegt der durchschnittliche u-wert etwas niedriger so bei 0,4.
dafür decken und wände (auch außenwände auf holzfaserdinnendämmung) mit Heizrohr voll belegt



belohnt wird das mit maximalen heizmitteltemperaturen von 27°C bei Auslegungstemperatur und AZ fürs Heizen von über 6 bei uns.

beispiefotos in meinem profil.
gruß



"möglichst kostengünstig"?



Ihr wisst aber schon, was allein die Bohrung kosten kann, ja?

Mit "möglichst kostengünstig" kommt man da nicht weit. Kostengünstig ist - solange noch erlaubt - Gas oder auf jeden Fall Holz. Wobei wir da auch gerade sehen, wie Preise anziehen können.

Dennoch denke ich, das Ihr Euch für die teuerste aller Heizungsarten entschieden habt.

Vielleicht auch mal checken, ob Nachbarn ebenfalls Erdwärme nutzen, sonst kann es nämlich durchaus sein, das man sich gegenseitig die Wärme wegnimmt.



Re: Wasser-Solewärmepumpe



Aktuell plant ein Kollege seine Wärmepumpenheizung.
Sein Heizungsbauer hat ihm schon gesagt, dass für seine ca. 180 m² Wohnfläche eine Tiefenbohrung nicht reicht. Ich kann allerdings nichts zur Geometrie, Ausrichtung und Dämmwerte seines Neubaus sagen.

Wenn man den Platz dazu hat sind Ringgraben-, Flächenkollektoren oder Erdwärmekörbe eine überlegenswerte Alternative. Zumal man die evtl. selbst eingraben kann. Allerdings darf diese Fläche zukünftig nicht überbaut werden, da die oberflächennahen Kollektoren vom versickernden "warmen" Regenwasser "gespeist" werden. Es sei denn man hat hoch anstehendes Grundwasser (was allerdings das Eingraben schwieriger macht...).
Wenn man die Möglichkeit hat solche oberflächennahen Systeme selbst einzugraben, wird die Sache auch nicht soo kostspielig. Die reinen Materialkosten halten sich in Grenzen.

Da ich mich auch sehr für dieses Thema interessiere und gerne mit entsprechenden Fachleuten darüber rede, kann ich dir nur raten unbedingt einen erfahrenen Energieberater oder Heizungsbauer ins Boot zu holen!



Lieben Dank



für eure Hilfe. Wir haben uns auf den Weg gemacht eine Bohrfirma zu suchen.
Scheinbar haben wir Glück gehabt. Eine Bohrfirma mit Erfahrung arbeitet mit verschiedenen Partnerunternehmen zusammen, möchte uns gerne beim Ausbau unterstützten. Sie wollen sich das Ganze vor Ort anschauen und uns dann die Infos per Mail zukommen lassen.