Wasser im Keller

28.01.2021 Dirk


Hallo

Das Haus ist von 1940 mit Gewölbekeller. Der Kellerboden scheint gemauert mit einer nachträgliche Estrichlage drauf. Dieser war bis jetzt außer Schwitzwasser trocken.
Vor dem Haus wurde die Strasse neu gemacht und ein Laternenmast an der Hausecke aufgestellt.
Seit dem LÄUFT Wasser in den Keller. Es kommt an den Durchbrüchen für Wasser und Strom raus. Das Wasser läuft an der Wand runter. Das größere Problem ist aber die "Sickergrube" ähnlich wie hier.
https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/wasserrohr-im-gewoelbekeller-288545.html
Sie dient aber scheinbar nur, um Wasser im Keller abzupumpen. Der Boden der Grube ist aus Beton und die Wände sind gemauert. Das Loch ist einer Ecke des Kellers ca. 50cm von der den Wänden weg. An der einen Wand kommen auch Wasser und Strom ins Haus. Seit dem die Laterne steht drückt es das Wasser im unteren Drittel durch die Steinwand. Das Loch ist ca. 50x50x50cm. Wenn ich das Wasser abpumpe, ist es am nächsten Tag randvoll, als würde vor der Wand Wasser stehen. Es hat schon vorher stärker geregnet, aber nie stand Wasser in der Grube. Ich muss noch mit der Strassenbaufirma reden, die Strasse, Fußweg und Laterne gestzt hat. Die sollen sich das ansehen.

Meine Frage ist aber, wie dichte ich den Schacht ab, um den Wassereintritt zukünftig zu verhindern? Den Durchbruch für Wasser und Strom kann ich von außen machen aber ich will auf keinen Fall den ganzen Gewölbekeller ausgraben.



Reklamieren



Wenn die Einführungen der Wasser- und Stromleitungen erst undicht sind seid die Laterne hin gebaut wurde, solltest du bei der Stadt/Gemeindeverwaltung reklamieren. Das hört sich sehr nach einem Folgeschaden durch die Bauarbeiten an. Vermutlich wurden die beiden Leitungen außen "bewegt" und so die Abdichtung kaputt gemacht.
Von innen läßt sich so etwas (so wie jeder Kellerwand) nicht dauerhaft abdichten.



Das Problem scheint viel größer zu sein



So wie es sich mir darstellt, scheint vor der Kellerwand Wasser zu stehen. Die Durchbrüche für Strom und Wasser sind ca. 1m unter dem Strassenniveau und ca. 1m über dem Boden des Kellers. Ich hatte wegen der Erneuerung der Straße fast 2 Monate keinen Bürgersteig. Das Regenwasser konnte an der Hauswand ungehindert in den Boden sickern. Die ganze Zeit war es trocken. Jetzt ist alles wieder zu und das Wasser läuft durch die Durchbrüche. Viel schlimmer ist die Grube. Das drückt das Wasser durch die Fugen. Es muss aussen Wasser vor der Wand stehen. Die Grube 50x50x50cm ist in 15 Stunden voll. Entweder ist die Wasserleitung beschädigt oder der Kanal. Noch schlimmer ist, das auf dem Wasser ein Film Heizöl schwimmt. Ich habe aber keine Ölheizung. Wo kommt das denn her?

Wenn es wieder trocken ist, werde ich die Grube erneuern. Die Anschlüsse und die Grube sind in einer Ecke des Kellers mit je einer Außenwand. Nur die Wand mit den Durchbrüchen ist auf einem Meter Breite feucht. Alle anderen Wände sind oberflächlich trocken.
Mal sehen was die Baufirma sagt.



Schadensanzeige



mein erster Weg wäre die Gemeinde/Stadtverwaltung. Die hat die Bauarbeiten ja wahrscheinlich beauftragt und ist auch Baulastträger des Bürgersteigs, jedenfalls ist es ja nicht Dein Grundstück. Ich vermute, bei Bau ist eine Vertikalsperre, wenn nicht Dein Außenmauerwerk beschädigt worden. Während der Bauarbeiten hast Du wohl nicht ab und an einen Blick aufs Geschehen geworfen ?
Die jetzige Situation ist zwar Sch..., aber wenn Du jetzt da anfängst rumzudoktern, können sich die Verantwortlichen schön rausreden und den Schaden Dir selbst in die Schuhe schieben. Und alles gut fotografisch dokumentieren.



Verantwortlich....



....dir gegenüber und dem entsprechend dein Ansprechpartner ist die Stadt-/Gemeindeverwaltung.
Die ausführende Baufirma ist dir gegenüber nur der Subunternehmer der Kommune.
Da hat Roland vollkommen recht.
Genauso wenn er dir empfiehlt nichts selbst zu reparieren, bevor du den Schaden den zuständigen Behörden gemeldet hast, diese bei dir waren und die Ursache (Straßenbauarbeiten) akzeptiert haben.
Das Einzige was du vorher machen kannst ist, selbst einen Gutachter zu holen, der den jetzigen Zustand dokumentiert und evtl. auch die Ursache eruiert. Sprich, ein Beweissicherungsverfahren einzuleiten.
Alllerdings wirst du den Gutachter auch selbst bezahlen müssen.

Das Heizöl solltest du bei deiner Meldung an das Straßenbauamt auf jeden Fall deutlich hervor heben!
Nicht nur dass das dein Mauerwerk und deinen Keller dauerhaft verseucht, da geht es dann auch um Umwelt-/Grundwasserverschmutzung, was bei den Behörden eine viel höhere Priorität hat als ein "abgesoffener" Keller (Einzelschicksal).
Vor Allem, warte nicht mehr lange, das Öl könnte für dich ein viel größeres Problem werden!!!
Z. B. behördliche Auflagen wg. potentieller Grundwasserverschmutzung durch den Kellerboden, oder was den Herrschaften sonst noch so einfallen könnte...
Nebenbei bemerkt: Einfach das ölverseuchte Wasser aus dem Pumpensumpf in den Kanal pumpen ist nicht! Lass dich dabei nicht erwischen......das kann man in der Kanalisation gut zurück verfolgen.

Wenn du selbst nicht weiter kommst, rufe zur Not die Feuerwehr wegen Ölalarm.
Die entsorgt das verseuchte Wasser und bringt die Sache mit der gebotenen Dringlichkeit "an die Öffentlichkeit".

Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Wenn ja, frag auch da nach.
Melde den Schaden auch deiner Gebäudeversicherung. Die hilft dir evtl. auch, zumindest mit rechtlichem Rat/Beistand.

Gruß,
KHH



Kann erst mal weiter abgepumpt werden.



Da ich spätestens morgen das Wasser wieder abpumpen muss, habe ich die Feuerwehr angerufen,was ich machen soll, ob sie mir ein Auffanggefäß stellen können. Die haben sich dann angesehen und es für gut befunden. Da die Pumpe nicht bis auf Null abpumpt und immer ca. 3cm Wasser übrigbleiben, darf ich erstmal weiter abpumpen und werden morgen die Stadt anrufen. Mal sehen, was dabei raus kommt.