Was mach ich nur

29.12.2020 Jessi


Guten Tag wir sanieren eine Wohnung mit Sandsteinwänden nur meine frage wie verkleide ich die ohne ein Feuchtigkeitsproblem zubekommen? Gleichzeitig habe ich Sorge ohne innen Dämmung eine Infrarotheizung einzubauen ist das berechtigt?



Sandsteinwände dämmen



Infrarotheizungen sind allenfalls bei sehr gut gedämmten Gebäuden mit niedrigem Heizwärmebedarf oder nur bei sporadischer Nutzung wie in Badezimmern (möglicherweise) sinnvoll.
Die Schlagregenbelastung sollte geprüft und ggf reduziert werden.

Innendämmung ist zB mit vollflächig angesetzten Multiporplatten möglich.
Es fehlen div Infos, zB ob eine steinsichtige Fassade besteht etc.



Begriffswirrwar!



Ausnahmslos jede Heizung ist eine Infrarotheizung, von einer reinen Warmluftgebläseheizung ohne Konvektoren vielleicht mal abgesehen. Alle anderen Heizungen haben einen nicht unerheblichen oder auch überwiegenden IR - Strahlungsanteil. Vergessen Sie besser die schönen Werbeversprechen der Anbieter von elektrischen "Infrarot" - Heizungen. Diese sind wenig leistungsfähig, überlasten möglicherweise Ihr Leitungssystem, und sie sind im Betrieb sehr teuer.

"Verkleiden" im Sinne von Gipskarton drauf sollten Sie tatsächlich nicht. Mein Favorit wäre Holzweichfaserplatten vollflächig in Lehm angesetzt, darauf eine Wandheizung mit Lehm verputzt. Da Sie ohnehin an die Wände wollen, dürfte das eine wirtschaftliche und wohngesunde Lösung sein.

Grüße

Thomas



Vielen Dank für die Antworten



Was genau ist meinen Sie mit wandheizung?
Die folienheizungen wo man Unterputz anbringt ?

Gruß jessi



Grundlegendes



ich habe den Eindruck, bei Dir sind ein paar grundlegende Dinge unklar und Ihr schwimmt jetzt rum und sucht nach einer Lösung für eine Heizung in Eurer Wohnung.
Handelt es sich um eine Eigentumswohnung ?
Was für eine Heizung ist jetzt verbaut?
Wie umfangreich wollte Ihr umbauen und steht die Wohnung in der Zeit leer oder erfolgt die Renovierung währenddessen Ihr drin wohnt?
Habt Ihr schon Kontakt zu Handwerkern gehabt und von denen Empfehlungen bekommen, wenn ja welche?



Genau wir Schwimmen



Es ist eine Eigentumswohnung es waren Nachtspeicheröfen verbaut.
Wir wollen die Wohnung so herrichten das wir sie vermieten können. Sind mit Unterbrechung seit Juni dabei ;
Sandstein war mit Zementputz verputzt darauf noch ne Holzvertäfelung.
Sandstein wie Putz waren sehr feucht
könnten jetzt aber abtrocknen und der "muff" ist auch nicht mehr in der Wohnung.
Diesen Fehler wollen wir nicht mehr machen und Nachtspeicheröfen wollen wir auch nicht mehr.
Haben schon mehrere Fachleute da aber 5 Leute 5 Meinungen.
Gas lohnt sich nicht da die anderen Eigentümer ihre Nachtspeicheröfen behalten wollen.
Flächenheizung unterputz auf die Außenwände ist mir öfter empfohlen worden finde aber keine gescheite angaben wieviel Watt ich brauch und was für eine Fläche ausreichend ist zb. für 18qm



Wohnzimmer


Wohnzimmer

Das soll mal Wohnzimmer werden



Eine Wandheizung im Sinne meines Postings...



...ist eine wassergeführte Niedertemperaturheizung.

Grüße

Thomas



Heizungswahl



aha, zur Vermietung. Ich weiß ja nicht, wie bei Euch die Wohnungsnachfrage und die Mietpreise etc. sind. Bei uns in der Region Chemnitz in Sachsen ist noch ausreichend Wohnraum vorhanden, auch bezahlbarer. In der Nachbarschaft gibt es ein neues Wohngebiet ( also jetzt vlt. 15 Jahre alt), da gibt es nur elektr. Fußbodenheizungen. Das ist viel zu teuer im Betrieb, entsprechend stehen 25% der Wohnungen leer, weil zwar die Miete relativ günstig ist, aber immens hohe Heizkosten anfallen. Kennt Ihr denn die Wohnbehaglichkeit der Nachtspeicheröfen und die jährlichen Heizkosten in dieser Wohnung? Könntet Ihr darüber ( falls Ihr keine Info dazu habt) offen ( d.h. ohne Schönfärberei) mit den anderen Eigentümern reden?
Zur Wärmeerzeugung: Es gibt kleine Gasthermen ( liegt überhaupt Gas an?), die sind für Etagenwohnungen konzipiert und hängen an der Wand. Die Frage ist, wo die Abgase hingeleitet werden können. Wieviel Wärme Ihr für die Wohnung braucht, kann vom Heizungsbauer über eine Heizlastberechnung erfolgen. Alternativ müßtet Ihr eigentlich beim Kauf der Wohnung einen Energieausweis bekommen haben ( das ist vorgeschrieben), in dem der Wärmebedarf ausgewiesen ist.
Wenn die Wärmeerzeugung klar ist, kommt es auf die Frage der Verteilung in der Wohnung an. In der Regel werden Heizungen heute mit Warmwasser betrieben.
Da gibt es nun die Möglichkeit, die wasserführenden Rohre in den Fußboden, die Decke oder unter einer Putzschicht auf einer an die Wand gebrachte Dämmung an der Wand zu verlegen. Das sind sogenannte Flächenheizungen.
Ganz herkömmtlich bleibt natürlich auch noch die Möglichkeit, ganz normale Konvektionsheizkörper unter die Fenster zu setzen.
Bei Mietwohnungen mit Wandheizung ( ich habe selbst eine in der Vermietung) ist es etwas aufwändig den Mieter die Einschränkungen mit dem Nutzen der Wände als Hängefläche für allerlei Nif-Naf klar zu machen, weil man eben nicht wahllos so einfach in die Wand bohren kann ohne Gefahr zu laufen, ein Heizungsrohr zu verletzen.
Bei Vermietung auf dem freien Markt ( damit meine ich nicht an Verwandte oder Freunde) haben sich, wenigstens aus meiner Sicht, die traditionellen Konvektionsheizkörper bewährt, weil sie aus Sicht des Vermieters kostengünstig und relativ wartungsarm sind. Oder eine Fußbodenheizung, da bohrt man seltener etwas rein. Da gibt es auch im Altbaubestand sehr flache Systeme, über die ein versierter Heizungsbauer Auskunft geben kann.
Ihr seht, es ist erstmal wichtig, sich mit den verschiedenen Systemen unter dem Aspekt der Umsetzbarkeit ( Versorgeranschlüsse, Abgasrohre) und der Praktikabilität hinsichtlich Mietobjekt zu befassen.



Rechte in Eigentumswohnungen sind beschränkt



Ihr hab da ein großes Projekt vor, alle Achtung. Da es eine Eigentumswohnung ist, könnt Ihr nicht wahllos herum arbeiten. Die anderen Eigentümer haben auch Rechte. Es gibt gemeinschafts Dinge, wie Wände, Decken Heizungen, die dürft Ihr nicht ohne Einverständnis der anderen Eigentümer anfassen und verändern. Renovierien ja, aber nicht zerstörren und neuaufbauen.
Wie sollte denn die Heizung funktionieren ohne Schornstein und Anschluß an die Gasleitung für eine wasserführende Heizung? Es bleibt Euch nichts anderes übrig, als die Speicherheizung drin zu lassen.
Ach wo steht das Haus? Könnt Ihr das entsprechend Euren Aufwand auch vermieten?



Heizung



Gas liegt ist aber noch nicht ans Haus angeschlossen. diese kosten kommt noch zu der Therme dazu.
Es gibt einen Energie Ausweis dieser ist ja nun nicht mehr aussagekräftig da wir die Sandsteine freigelegt haben es war wie oben schon erwähnt zementputz plus Vertäfelung angebraucht ca. 15-20cm war diese Schicht dick. Die Wohnung hat eine gesamt Grundfläche von 66qm davon ist wohn und Esszimmer mit ca. 30qm. Deshalb lohnt es sich in meinen Augen nicht eine Gastherme zu verbauen. Würde mir das ganze Objekt gehören würde ich keine Sekunde zweifeln.
Es zieht meine Mutter ein da hätte ich jetzt bezüglich Bohrlöcher weniger angst.
Ein Nachbar hat seine Sandsteine nicht gedämmt und ist nach dem ersten Winter erschrocken wegen der höhe der Nebenkosten hat dies nachträglich getan dies will ich umgehen.
Deshalb meine ausgangsfrage weil wenn wir jetzt anfangen zu Verputzen und danach fällt uns ein das wir eine Heizung einbringen sollten haben wir doppelte Arbeit.
Oder doch besser in den Boden einbringen ?



Ally



Schornstein usw wäre kein Problem hab auch eine Garage wo ich die Therme stellen könnte aber der aufwand ist es mir einfach nicht wert. Die Nachtspeicheröfen sind entsorgt. Die andere Einheiten sind von der Wahl meiner Heizung nicht betroffen. Die sind Vermietet und diese beschweren sie da Ungedämmte Außenwände (Fachwerk) und veraltete Nachtspeicheröfen da hohe Heizkosten anfallen.
Wir unten haben Außenwände aus Sandstein 60 cm dick. Die im Sommer schön kalt halten aber laut der aussagen von Fachleute die wärme im Winter auch nach außen bringen mit eine Dämmung will ich das umgehen aber welche ist sinnvoll ?



Alle zustimmen



Richtig die Wände sollten gedämmt werden.
Ihr solltet mit den anderen Eigentümer über den Gasanschluß reden. Anders wird es nicht mit der neuen Heizungsidee. Auch wenn Ihr die Kosten für den Anschluß selber übernimmt, müßen die anderen Eigentümer dazustimmen. Wie Pope schon schrieb, wenn Ihr das hinkriegt, halte ich von einer Fußbodenheizung am Meisten. Wie soll den WW bereitet werden?



heizungsfragen



mal das Einverständnis der anderen Mieter vorausgesetzt, könnt Ihr eine tragfähige Entscheidung nur treffen, wenn Ihr die Fakten vergleicht und wegkommt von nebulösen Gedanken. Weißt Du denn wirklich, was eine Gastherme und der Hausanschluss dazu kostet? Da muss man sich mal hinsetzen bzw. Angebote machen lassen, alle Kosten so gut es geht auf 20 Jahre hochrechnen und dann die Entscheidung treffen. Wenn Ihr Euch dem nicht gewachsen seht, müßt Ihr eben einen Planer hinzuziehen. Die Entscheidung wegen der Innendämmung solltet Ihr treffen, bevor Ihr die Decke zumacht,weil die bis zum Einschub hochgezogen werden muss.
Und wenn ich mir den Fußboden mit den Natursteinplatten ansehe, wird dort die nächste Baustelle sein. Ich schlage vor, Ihr laßt Euch ein Sanierungskonzept erarbeiten, in dem alle anstehenden Arbeiten mal in eine Reihenfolge gestellt und aufeinander abgestimmt werden.



Dem...



...kann ich nur zustimmen. Wer sich Gedanken macht, ob eine Gastherme nicht zu teuer sei (ist sie nach umfassenderer Betrachtung wohl nicht), der sollte nicht ein Mehrfaches mit blindem Aktionismus verballern.

Insgesamt: Ihr wollt dämmen? Das ist, wenn's richtig gemacht wird, sinnvoll. Was spricht dann dagegen, im Putz auf der Dämmung eine Wandheizung zu verstecken? dämmen wollt Ihr, Putzen müsst Ihr sowieso. Die Gastherme kommt halt dazu. Ob die teuerer ist als mehrere "Infrarot" Heizkörper, ist zweifelhaft. Die Gasanschlusskosten kann man auch als gute Investition zugunsten niedriger Heizkosten betrachten. Und wenn das Gas erstmal liegt, wird wohl mancher im Hause über seine hässlichen und im Betrieb teueren Nachspeicheröfen nachdenken. Ihr könnt auch im Nachhinein gegen Kostenbeteiligung andere Eigentümer an Euerem Anschluss teilhaben lassen. Aber bitte - lasst das planen, und wurschtelt nicht selbst.

Viel Erfolg wünscht

Thomas



Grundlegendes, die Zweite



Liebe Jessi,

in einer WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) hat bezügl. Umbau-/Sanierungsmaßnahmen nur und ausschließlich die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (also alle zusammen, nicht jeder Einzelne, was juristisch ein Unterschied ist) das Sagen, nicht irgendwelche Mieter.
Wurde von der WEG ein Hausverwalter bestellt, ist i. d. R. sogar der als allererstes anzusprechen, noch vor den Miteigentümer.
Der wiederum informiert die anderen Miteigentümer und lädt evtl. alle zu einer offiziellen Versammlung ein (mit Tagesordnung, Protokoll, usw.).
Nur diese Versammlung darf rechtlich geltende Beschlüsse fassen.

Solche großen (Um-)Baumaßnahmen bedürfen, ebenfalls i. d. R., der ausdrücklichen Zustimmung der WEG.
Diese Zustimmung muss in der WEG-Versammlung beschlossen und protokolliert werden.
Stimmt in der Versammlung auch nur ein einziger Miteigentümer gegen Ihr Vorhaben, wars das erst mal mit der Umbauerei.
Denn, obwohl Sie nur in Ihrem "Sondereigentum" werkeln, kann das schon als Eingriff in die Gebäudesubstanz ausgelegt werden.

Ich hoffe Sie haben sich mit Ihren Miteigentümer offen und ehrlich besprochen und kennen das Wohnungseigentumsgesetz.
Es könnte sonst über kurz oder lang echter Streß drohen..... von den Anwälten der Miteigentümer.

Bitte schauen Sie sich Ihren WEG-Vertrag, Grundbuchauszug, oder was immer Sie auch an Unterlagen dazu haben genauestens an, bevor Sie weiter Geld investieren!
Es könnte nämlich durchaus sein, dass irgendwann im Nachhinein einer der Miteigentümer Ihnen einen Strick draus dreht.

Siehe z. B. hier: https://dejure.org/gesetze/WEG

Gruß,
KHH



Vorgehen in schwierigem Terrain



Sie sind in der klassischen WEG-Falle gefangen: weil die anderen Wohneigentümer vermietet haben, besteht wenig Interesse an Maßnahmen, die Geld erfordern (Gasanschluss, Gastherme, Speicher und komplett neue Heizungsinstallation!), aber kein Geld bringen. Heizkosten reicht der Vermieter ja an die Mieter durch (neutral), aber Investition und Erneuerung trägt der Vermieter aus eigener Tasche. Reicht es nicht für eine Mieterhöhung, macht er also Miese. Selbst wenn es reicht, muss er erstmal das Geld haben oder leihen. Ab einem gewissen Alter wird auch das schwierig, weil die Bank bei einem 70jährigen nicht mehr von einer Komplettrückzahlung zu Lebzeiten ausgehen kann. Will heißen: Der "Alleingang" dürfte die einzig realistische Option sein, die zeitnah machbar ist.

Bleibt als Energieträger also nur Strom und Gas (in Art einer Gas-Etagenheizung). Für Letzteres müssten Sie sich wohl gegenüber der WEG-Gemeinschaft zur alleinigen Kostentragung verpflichten.

Für Strom würde ich die Möglichkeit eines Nachtspeichers mit Wasser als Speichermedium prüfen. Das würde dann quasi auf einen Wassertank hinauslaufen, der vorwiegend nachts aufheizt und den Anschluss "normaler" wassergeführter Heizungen ermöglicht. Also einer Wand- oder Fußbodenheizung. M. E. hat letztere den Vorteil, dass die Füße warm sind und man sich bei 20 Grad schon behaglich fühlt.

Für die Wand würde ich auch mal Kalk-Dämmputz prüfen..



Im Handwerk vertraut



Wie handwerklich begabt seit ihr? Was traut ihr euch zu? Was könnt ihr selbst machen?
Das Forum Haustechnik könnt ihr über Sanitär und Heizungsdeteils erfragen.
Lest euch herin in Fußbodenheizung und bodenebene Dusche.
Wie sehen die anderen Räume aus?



möglichkeiten



ich sehe da, mal abgesehen vom rechtlichen, 3-4 möglichkeiten.
vorab müssen natürlich die rechtlichen gegebenheiten geklärt werden und
ein schlüssiges konzept (am besten vom profi) erstellt werden.
innendämmung wird in diesem fall vermutlich die einzige variante sein, ob multipor, holzfaser, kalkhanf etc sollte vom wissenden planer erarbeitet werden.

- 1: neue nachtspeicher, weils rechtlich und praktisch am einfachsten ist. (vermutlich nur die letzte option)

- 2 : gasheizung, weil der anschluß liegt und zum EG einfach wäre; mit flächenheizung

- 3 : luftwärmepumpe mit flächenheizung. eventuell lautstärkeproblem je nach aufstellungsort , aber entfernt auf der garage möglich?
panasonic monoblock wie die geisha ist sehr preiswert und effizient, macht locker WW dazu, brauch aber platz für den
WW- speicher
- 4 : verkaufen und vergessen...( sicher auch keine option )

wandheizung (weil eh innendämmung) mit FBH kombinieren (möglichst viel fläche) und perfekt auf die heizlast nach Sanierung auslegen.
wenn nötig kann man auch die decken belegen.

fördermöglichkeiten nicht vergessen und vor start beantragen ( start wäre dann nun wohl der Neuaufbau ;) )

das wären meine gedanken dazu
gruß



Liebe Jessi



Wir haben Dich total verwirrt mit Deiner Idee der Infrarotheizung, es würde ein totales Geldgrab.
Vielleicht wohnt Einer aus der Fachwerkgemeinschaft in der Nähe und kann Dich unterstützen.
Wo steht denn das Haus? Ich würde mich freuen über ein Bild vom ganzen Haus.
Stecke den Kopf nicht in den Sand. Du hast Dich doch angemeldet und wolltest Hilfe.
Erzähl doch uns noch mehr.