Was ist über meinem Gewölbekeller verfüllt




Hallo,

wir haben bei uns im Haus einen Gewölbekeller. Also in Querschnitt wirklich ein Halkreis, welcher mit Bruchsteinen gemauert wurde (stärke etwa 25 bis 30 cm)

Darüber soll ein neuer Fußboden entstehen, dazu haben wir viel gelesen u.a. die Ausarbeitungen von Georg Böttcher. Die ich soweit als Maschinenbaustatiker auch problemlos verstanden haben.

Kurzum der Abrissunternehmer hat oberhalb des Kellers die alten Dielen, die Balken und das lose Füllmaterial rausgenommen. Mmh und dann fängt mein Problem an..

Wir stoßen auf eine "halbwegs" ebene Schicht. Die bedingt fest ist. Man kann darauf rumlaufen ohne Spuren zu hinterlassen. Man kann diese Schicht sogar kehren.

Der Abrissunternehmer hat erstmal die Arbeit eingestellt, weil er unsicher ist ob jemand unser Vorfahren diese Schicht evtl. zur Stabilisierung eingebaut hat (ich meine hier nicht das Auflastgewicht). Auf jedenfall sieht man im Keller nix, das sowas mal notwendig war.

Ich habe jetzt man ein Stück der Schicht rausgenommen. Geht mit einer Brechstange recht einfach und dann den kleinen Brocken und der Lupe angeguckt.

Es sieht aus wie ein frisch abgeplatzter Sandstein, also eher gelblich. Kalk oder Zementanteile sind nicht zu erkennen. Der Brocken läßt sich mit der Hand mit mäßig Kraft zerkrümeln.

Irgendwie würde ich sagen, dass es sich einfach um Sand handelt, der vor 150 Jahren dort eingestampft wurde. (zumindest hab ich an unserem Sandhaufen diesen Sommer ähnliche Brocken entdeckt).

Was für Erfahrungen habt ihr damit, wie kann man feststellen ob es als eine Art Magerbeton, Magermörtel statisch notwendig ist?

Danke für eure Tipps.

Gruß



Stabilität



Ich habe bei meinem Keller die schön zusammengesackt Erdschicht einfach gelassen. Wenn bei einem Keller, der als mittelalterlich bezeichnet wird, das Material sich gut bewährt hat sollte dies auch nicht ausgetauscht werden. Wenn das Gewölbe nicht aus statischen Gründen erneuert werden muss, würde ich die vorhandene Erdschicht in jedem Fall belassen. Für eine eventuelle Isolation kann heute eine dünnere Schicht Isolation verwendet werden. Wahrscheinlich wurde auch bei ihnen einfach fester Boden verwendet, der in der Gegend vorhanden war. Bei mir war es vermutlich der Aushub der Baugrube.

Ich habe gebundene Isolationsschüttung und darüber Estrich verwendet. Bei derselben Höhe wie vorher der Dielenboden und die Balken hatten, habe ich jetzt eine EnEv konforme Isolation. Dazu konnte ich die gesamten Versorgungsleitungen und die bodengleiche Dusche problemlos realisieren.

Auch für eine Isolation mit Sauberkeitsschicht, Abdichtung, Isolation und Estrich wie es Herr Böttcher immer wieder vorgeschlagen hat ist genug Platz vorhanden. Sie finden hier noch viele andere Vorschläge, auch eine Isolierung mit Holzweichfaser und eingelegten Leisten für einen geschraubten Dielenboden.