Was als Trittschalldämmung für Dielenboden auf Spanplatten

29.05.2015 sockenhopf



Hallo zusammen,
ich wohne in einer Altbauwohnung im 4.OG eines Mehrfamilienhauses und will jetzt gerne das abgeranzte alte Laminat durch Massivholzdielen ersetzen. In den beiden Räumen in denen ich die Dielen Verlegen will, ist irgendwann mal nachträglich eine 10cm hohe Bodenkonstruktion aus Spanplatten (30 mm) und wenn mich nicht alles täuscht einer Blähtonschüttung eingebaut worden. Wahrscheinlich um größere Unebenheiten im Boden auszugleichen. Die beiden Räumen haben also bereits einen 10cm höheren Fußbodenaufbau als der Rest der Wohnung und somit auch eine Stufe zum Flur.

Mein Plan ist nun die neuen Dielen direkt auf die Spanplatten zu schrauben. Das Einzige was mir dabei aber Sorgen bereitet ist der Trittschall. Bereits der bisherige Boden knarzt an einigen Stellen ganz ordentlich. Eine größere Lärmbelästigung durch erhöhten Trittschall will ich meinen Nachbarn eigentlich ersparen. Eine Schicht Rollkork, Wollfilz oder ähnliches zwischen den Dielen und den Spanplatten die dann von den Schrauben durchdrungen wird, macht ja wahrscheinlich keinen Sinn. Eine zusätzliche Balkenlage als Unterkonstruktion will ich auf Grund der größeren Aufbauhöhe aber auch vermeiden, da die Spanplatte ja als Untergrund zum Verschrauben ausreichen sollte.

Daher meine Frage: Welche Optionen habe ich für eine bessere Trittschalldämmung, mit der geplanten Methode und ohne die Aufbauhöhe deutlich zu vergrößern?

Ich freue mich über jede Antwort und jede Art von Vorschlag.

Gruß, Toni



Trittschalldämmung bei Holzdielen



Ich gehe davon aus das Haus gehört dir oder du darfst machen was du willst?
Ansonsten erst abklären, da Fußbodenkonstruktion eher zum Gemeinschaftseigentum gehört.

Laminat abreißen ist schon mal günstig.
Wenn es knarrt dann wohl weil sich Befestigunsgmittel gelöst haben.
Ich würde den Trittschall überprüfen indem du nur auf der Spanplatte herumläufst.
Wenn das zu laut ist sehe ich primär 2 Möglichkeiten:
Bei geringer Aufbauhöhe Spanplatten sorgfältig beseitigen/nachschrauben
sofern statisch die Balken genügen ggf den Holhlraum darunter mit einigen cm geglühten Sand zur Beschwerung und Schalldämmung auffüllen.
Ggf Boden gerade ausrichten- siehe div Antworten hier im Forum- das müßte u.U. vor dem Sand auffüllen passieren.
Den noch verbleibenden Zwischenraum bis zu den Dielen mit Dämmstoff (Zellulose, Hanf, flexible Holzfaserplatten etc) auffüllen zur Vermeidung eines Resonanzbodens mit Trommeleffekt.

Dann könnten massive Holzdielen verschraubt werden.

Bei höherem Aufbau:
entweder die vorhandenen Platten verwenden, wieder nachschrauben-dafür besser vorbohren.
-dann 40 mm Holzweichfaserplatten auslegen-
-jeweils neben einen Plattenstreifen eine dünnere
(30 bis 35 mm dick, ca 50-60 mm breit) Holzlatte zur Verschraubung der Dielen verlegen.

Dh, die Dielen werden nur auf der Holzlatte befestigt, diese berührt aber nicht den Unterboden.

Die Dielen liegen auf den Faserplatten auf.

Ggf kannst du auch noch unter die Latten einen Kokosfaserstreifen legen, was aber unnötig ist.

Das gibts auch als fertiges System mit Nut und Feder-Latten und entsprechenden Holzfaserplatten-
das ist aber teurer und bewirkt dasselbe.

Andreas Teich



Bitte kläre...



...erst einmal, wie der Unterbau wirklich aussieht: Sind die Platten tatsächlich 30mm stark, sind sie in Nut und Feder verklebt, sind sie schwimmend verlegt, oder auf Lagerhölzern (Abstand) und wie befestigt? Was für eine Schüttung ist drunter?

Grüße

Thomas