Warum ölt man Holz zweimal?

29.05.2016 Anno1839



Mich beschäftig obige Frage.
Ich öle und öle (Kreidezeit Öl, ohne Lösungsmittel), Eichen- und Lärchenholz. In beiden Fällen habe ich das Gefühl, der zweite Durchgang ist Voodoo ohne jeden Sinn.
Bei der Lärche habe ich das Öl pigmentiert. Bretter die ich zum zweiten Male geölt habe, sind keinen Deut dunkler, im Grunde ist null Unterschied zu den einmal geölten Brettern zu sehen. Ich habe beim zweiten Durchgang den Eindruck, ich trage Öl auf und nehmen es wieder runter, ohne Effekt.
Daher die Frage: Warum macht man das? Sicherheitsdenken, weil einzelne Stellen durstiger sein können? Oder tut sich da tatsächlich noch irgendwas im zweiten Durchgang?



Es kommt drauf an,



wie saugfähig das Holz ist und wie die vorherige Oberflächenbehandlung war. Ein zweiter Ölauftrag ist immer dann notwendig, wenn nach dem ersten Auftrag ein Zwischenschliff gemacht wird.
Bein Eichenparkett oder sehr gut geschliffenen Eichendielen reicht meist ein einmaliger Auftrag.



Wichtig



ist auch, überschüssiges Öl mit einem Lappen z.B. zu entfernen
bzw. abzuziehen. Eine zu dicke Ölschicht braucht ewig zum trocknen und bleibt entsprechend klebrig.
Besonders bei gut geschliffenen Oberflächen reicht eigentlich auf Grund der Verdichtung der Fasern, i.d.R. ein einmaliger Durchgang.
Ansonsten, wie o.g. zwischenschleifen.

Freundliche Grüße

GFM



okay,



danke für die Information. Dann lag ich ja nicht so ganz falsch mit meiner Einschätzung. Natürlich habe ich das überschüssige Öl gründlich aufgenommen.