Erfahrungen zur Deckenheizung

17.02.2012 joerjen



Hallo Leute,

bisher hatte ich an eine Wandheizung gedacht, aber da ich im EG sowieso die Decke verkleiden muß, kam mir die Idee, hier von Grün Lehmprodukte die Wandheizungsplatte zu verwenden und dann auf eine Deckenheizung zu setzen. Es handelt sich im EG um Nebenräume mit 2.80m Deckenhöhe. Der zusätzliche Arbeits- und Kostenaufwand wäre geringer als bei der Wandheizung....
Die Decke ist eine Spannbetondecke, darüber dann die Wohnetage mit Fußbodenheizung.

Geheizt wird über eine vorhandene Brennwerttherme und entsprechend niedrigen Vorlauftemperaturen.

Wer hat Erfahrungen mit Deckenheizungen in seinem Haus?

Funktioniert sowas auch in Werkstattbereichen mit 4.25m Deckenhöhe?



Deckenheizungen ...



... werden für Raumhöhen ab 3,00m empfohlen, da es sonst zu ungemütlich warm werden kann in Kopfnähe. Sie entspricht dann nicht vom Wärmeprofil dem, was Mensch als angenehm empfindet: warme Füsse und kühler Kopf.

Zudem kann es im Bereich der Fensterflächen zu kühl werden und zu erhöhter Kondensation kommmen, da die hier keine konventionelle Warmluftheizung die Glasscheibe mit erwärmt.

Bei Raumhöhen von 4,25m werden sie wahrscheinlich mit einer extrem hohen Vorlauftemperatur arbeiten müssen, damit unten noch ausreichend Strahlungswarme ankommt.

Die Deckenunterseiten müssen in jedem Fall gedämmt werden wie bei der Wandheizung.





Das mit dem heißen Kopf liest man immer mal wieder, bezieht sich allerdings auf höhere Vorlauftemperaturen als 35°C. Muß ich denn die Betondecke wirklich dämmen, wenn darüber direkt der Wohnraum sitzt?

Bei einer Fußbodenheizung tritt doch im Bereich der Fenster auch keine Warmluftheizung auf, oder?



Flächenheizungen



- jede warme Fläche erzeugt an der Oberfläche Warmluft.
- faktisch nimmt Strahlungswärme auf 3 m um 1° ab. Bei hohen Wärmemengen erst je 10 m. In normalen Räumen ist die Raumthermik ist zu vernachlässigen.
- Fußbodenheizungen können Wasser in den Beinen und Füßen einlagern. Sie fördern auch Krampfadern.
- das Wohlbefinden der Menschen richtet sich nach der Fußwärme. Deshalb ist horizontale Verlegung mit unterem Vorlauf angenehmer.
- schimmelnde Fenster werden durch Außenwandheizungen; auch unter den Fenstern(!); weitgehend vermieden. Wenn auch Innenwände beheizt werden, sollten die Außenwände 15 - 20 % wärmer sein.
- Türen unten immer gut dicht halten (Türbesen, etc.). So mindert man die Temperaturdifferenz des Kaltluftstrom und damit die Fußkälte.
- Massenspeicherheizflächen erhöhen den Wohnkomfort. Durch weitere Vorlaufabsenkung kann das Heizen noch günstiger werden.
- je gößer die Heizflächen, desto weniger; thermischer; Staubtransport. Die Schleimhäute werden es danken.
- Puffer mit sehr guter Schichtung und passendenden Steuerungen sparen Geld.
Gruß Walter