Stinkwanzen als ständige Untermieter




Hallo liebe Wissende,

in meinem Fachwerkhaus habe ich Dauergäste, die zwar nicht gefährlich, aber doch verdammt lästig sind.
Zum Glück konnte ich die kleinen Racker schon identifizieren, es sind "Stinkwanzen". Im Herbst klebten sie in ganzen Rudeln draußen am Haus (natürlich auch in der Nachbarschaft) und sind einfach nur eklig und wecken mich mit ihrem lauten Gebrumme auch öfter mal nachts auf.
Nun habe ich die Fenster wegen der unmittelbaren Nähe zum Wald schon mit Fliegengitter zugemacht, aber die kommen trotzdem immer wieder rein.
Sie tauchen bisher aber "nur" im ersten Stock und im Dachgeschoß auf. Von wo kommen die bloß rein, und was kann ich dagegen tun???
Ich habe die alten Holzdielen liegen, darauf liegt nicht verklebter Teppichboden. Zwischen Fußleisten und Boden sind teilweise sehr breite Fugen - können die irgendwie von außen in den Fußbodenzwischenraum gelangen und dann irgendwie dort raus?

Ich weiß, die Tierchen tun nichts, aber wenn man jeden Tag so ca. fünf von denen sieht, sie einem hin und wieder über die Hand krabbeln die auf der Computermaus liegt ... ist nicht grade prickelnd :-(

Bin dankbar für jeden Hinweis!
Viele Grüße,
Martina



Bild verfügbar?



Hallo Martina, ich kenne diese Stinkwanzen nicht vom Namen her, aber vielleicht vom Sehen? Könnten Sie ein Bild davon einstellen? Wir hatten im Haus Käfer die auch nichts taten, mir aber auch lästig waren, wenn ich die mehrmals am Tag gesehen habe. Sollten wohl Messingkäfer gewesen sein, konnten nicht fliegen, tauchten nur im EG auf.
Habe mich im Internet mit der Lebensweise vertraut gemacht, weil ich denen die Nahrung entziehen wollte. Die fressen natürlich wiedermal alles, dass das umsonst war. Dann fiel mir auf, dass die immer wieder an bestimmten Stellen auftauchten und an einer Stelle haufenweise, aber tot waren. Des Rätsels Lösung: auf einer der Hauptwege freute sich eine Spinne über das reichhaltige Nahrungsangebot! Normalerweise jage ich alles was in der Wohnung rumkrabbelt, aber an den Stellen wo die Käfer immer wieder auftraten, habe ich die Spinnen so lang gelassen, bis die Käfer alle waren. Das dauerte ca. 1/2 Jahr. Unsere Käfer haben wir aber beim Einzug mit eingeschleppt und einmal ausgerottet hat man dann Ruhe. Bei Stinkwanzen muss ich mich erst mal schlau machen. Melde mich dann noch mal, wenn ich was brauchbares gefunden habe.
MfG Petra



Grüne Stinkwanzen



Das habe ich beim googlen gefunden - wenn es die sind ... Was soll an diesen harmlosen Gesellen so Schlimmes sein ???
Bei uns gibt es die auch, manchmal auch im Haus, gestört haben die noch nie.



Nun ja.



Also, ein Foto habe ich leider nicht zur Verfügung.

Natürlich sind die Dinger nicht gefährlich, aber wenn man täglich im Schnitt fünf von ihnen um die Ohren brummen hat oder schon mal eine im Bett vorfindet ist das nun mal nicht so schön, zumal die Dinger auch unlecker riechen können.

Ich bin halt nicht SO naturverbunden, daß ich diese Dauergäste im Haus tolerieren möchte. Ist das so schlimm?
Es hat wohl jeder Mensch seine eigene, persönliche Ekelgrenze. Bei mir ist sie eben überschritten.
Wer diese Tierchen im Haus mag, der kann sie ja auch behalten.

Viele Grüße
Martina





... :-)) ... so nah bin ich an die Biester noch nicht drangekommen, daß ich etwas über unschöne Gerüche derselben sagen könnte. Ich sage ja auch nicht, daß man sie lieben muss ...
Es sind halt Käfer, wie sie in der Nähe von Wald schon mal vorkommen können. Da es einige Leute gibt, die zwar gerne in der Natur leben, mit der Natur aber nichts zu tun haben wollen, gibt es auch Seiten mit Rezepten von Gegenmitteln wie z.B. http://www.falter.at/tierderwoche/detail.php?code=1502 Ob diese Mittel nun wirklich helfen oder nur das gute alte Haus verseuchen, weiß ich natürlich nicht. Mich stören Stinkwanzen nicht ...



Insektenbuch



Hallo Martina,
habe in meinem schlauen Insektenbuch die Stinkwanzen gefunden unter Großer Grünling bzw.Gemeiner Grünling. Bei uns treten die nur sehr vereinzelt auf. Ein einzelnes Exemplar habe ich mir auch mal ins Haus geschleppt - mit der Wäsche. Leider steht in meinem schlauen Buch nichts drin, was helfen könnte, die Massen loszuwerden.
Wahrscheinlich mögen die nicht mal die Singvögel fressen. Aber wenn die Wanzen Alex und Joe nicht stören, dann sammmel doch mal die Hauswand ab (wie in dem anderen Forum beschrieben) und bring sie den beiden vorbei ;), geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.
Das mit dem Gift würde ich mir stark überlegen- nicht dass wir dich dann auch noch mit einsammeln müssen.
Aber gerade kommt mir eine Idee: Versuch es in der Wohnung doch mal mit einem Leimband-Fliegenfänger. Die Dinger sind doch duftstoffgetränkt. Vielleicht locken die ja auch die Wanzen an. Wanzen leben doch auch vom Saftaussaugen.
Und draußen würde ich an die Hauswand so etwas wie einen "Flächen-Fliegenfänger" selber bauen: Große weiße Fläche (Pappe?) mit Baumwachs bestreichen z.B. (gibt es in jedem Gartencenter, klebt fürchterlich das Zeug) und mit doppelseitigem Klebeband an die Wand kleben, wenn ihr nicht gerade Rauhputz habt. Das müsste genau so warm werden wie die Hauswand, so das du kein Lockmittel benötigst. Die Wanzen, die sich dort sonnen wollen, Kleben dann hoffentlich fest. Dann Pappe entfernen, einrollen, ab in die Mülltonne, neue Pappe anbringen und hoffen, dass du nach einer Windböhe nicht selber festklebst. Oder sich so ein Ding selbständig macht und auf Nachbarschaftsfang geht.
Da ich aber das Problem selber nicht habe, ist das nur so eine Idee, d.h. es hat noch keine Erprobung stattgefunden und es ist auch noch kein Patent darauf angemeldet. Also, wenn du dadurch reich wirst, denk an mich. Wenn du mehr Männer als benötig einfängst, musst du selber zusehen wie du klar kommst.
MfG Petra



Beerenwanze



Liebe Fr.Züllighofen,

wir haben hier das gleiche Problem wie Sie und sind ebenfalls auf der Suche nach einem Mittel, um die Beerenwanze zu vertreiben.
Wenn Sie inzwischen eins kennen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie es mir mitteilen würden.
E-Mail-Adresse siehe unten.

Wagner W.



Noch nicht :-(



Hallo Herr Wagner,

leider habe ich diese putzigen Gesellen noch immer zu Gast. Je wärmer es wird, umso mehr werden es.
Es sind jetzt jeden Tag mindestens sechs-sieben, oft sogar mehr, die sich in den verschiedenen Räumen tummeln.
Ich habe begonnen, mit Fugenmasse die sichtbaren Ritzen abzudichten, doch bisher leider erfolglos.
Der einzige Vorteil ist, daß diese Wanzen sehr träge sind und sich gut einfangen lassen.
Aber morgens von ihnen geweckt zu werden wenn sie einem am Ohr vorbei brummen ... ich kenne schöneres. :-(

Ich werde mich wohl mit deren Anwesenheit abfinden müssen, denn außer dem Abdichten habe ich noch keine Lösung gefunden. Ist aber in diesem Haus hier sehr schwierig.

Ich wünsche Ihnen mehr Erfolg bei Ihrer Suche, und falls Sie etwas finden wäre ich dankbar für jeden Tip! :-)

Viele Grüße
Martina Züllighofen





Hallo,

auch wir sind von Stinkwanzen sehr geplagt.
ich weiss, dass sie einen Platz zum überwintern im dachgebälk suchen, dann wurschteln sie sich durch die Dachritzen und kommen so in die Wohnung.
Wo aber leben, oder halten sie im Sommer auf???

Gruß Ursula Metze 08.10.06



Gegen Wanzen



hilft angeblich Salmiak,der in Schalen auf den Boden gestellt wird ! Der Raum ist ein paar Tage unbewohnbar,aber die Viecher sind dann angeblich über den Jordan ! Einen Versuch ist es vielleicht wert!



Saison fängt wieder an



Also das mit dem Salmiak ist der erste Hinweis in der Art, wie ich ihn mir erhofft hatte, vielen Dank erstmal. :-)

Hier fängt die "Saison" gerade wieder an. Vor zwei Wochen hatte ich die erste Wanze wieder in der Bude, super.
Nun hängen sie bei Sonnenschein wieder massenweise an den Häuserwänden in unserer Straße. Leider knallt die Sonne den ganzen Nachmittag auf die Häuser. Im oberen Teil der Straße tut sie das nicht, und die Leute dort werden von den Tierchen verschont. Auch bei Regen bzw. Wolken hält sich der Befall in Grenzen.

Ich habe letzten Herbst das Dachgeschoss neu ausbauen lassen, weil die alte Isolierung bzw. Verkleidung so krumm und buckelig war, daß etliche Fugen und Spalten jedem Insekt freien Eintritt gewährten. Als die Dachsparren und -Ziegel frei lagen, kamen in den ersten Tagen natürlich regelrechte Schwärme der Wanzen ins Haus und haben hier Quartier bezogen. Daher war wohl der Befall im letzten Winter besonders schlimm.
Die Tiere waren auch zu 99% im Dachgeschoß und im ersten Stock, im Erdgeschoß hatte ich ganz selten mal eine.
Deshalb denke ich schon, daß sie einen Zugang außerhalb der Fenster haben/hatten, denn unten habe ich genauso häufig Türen und Fenster offen gehabt wie oben.

Irgendwann im April oder Mai war der Spuk dann schlagartig vorbei, und die Wanzen zogen wieder hinaus in die Welt, in die sie eigentlich gehören ...
Ich habe jetzt im Dachgeschoß alles dicht, ich denke, daß sie da nicht mehr rein können.
Außerdem habe ich mir Insektenschutzrollos bestellt, die wohl diese Woche geliefert werden, so daß ich bald wieder mit gutem Gewissen Lüften kann.
Ansonsten werde ich noch mal auf die Suche nach Fugen gehen, denn das Problem sind bei mir die Fußböden. Die Dielen sind recht schief, und dadurch entstehen zwischen Fußboden und Fußleisten große Ritzen. Keine Ahnung, ob die wirklich von außen irgendwie zwischen den Balken rein und dann durch diese Ritzen krabbeln können, aber wenn ich die dicht habe fühl ich mich schon etwas besser.

Sollte es wieder so massiv werden, dann probier ich mal den Trick mit dem Salmiak - und werde berichten, ob es hilft.

Allen Betroffenen wünsche ich viel Gelassenheit,
viele Grüße
Martina



stinkwanze



wir haben auch solche tiere im haus !!!
sie kommen bei uns nur wenn Licht an ist, wenn man das licht abschaltet , hört man sie brummen und fliegen kurz darauf gegen eine Wand oder auf den boden.
sie stinken schrecklich , doch auf unserer computermaus sitzen die wanzen nicht.





hallo frau züllighofen,

ich wohne auch sehr waldnah und habe mit den stinkwanzen auch ein riesiges problem.

haben sie mittlerweile ein mittel zur vertreibung gefunden???? würde mich über ihre mitteilung freuen.

liebe grüße

birgit beckers



Pfui



Also ich habe ebenfalls das Problem und habe folgendes gefunden:"Neemöl formuliert, in einem Wassergemisch über einige zeit aussen besprüht und innen mit einem Neem-Hausspray, das etwas nach Lemmon duftet, dürfte das Problem nach kurzer Zeit beseitigen." zitiert aus einem Forum...
Vielleicht hilft das ja was gegen diese Biester.





Wir haben dieses Problem auch. Eine zeitlang konnten wir uns mit Duftölen (Mischung aus Nelkenöl, Lemon Gras und Wacholder ganz gut helfen. Natürlich sind immer ein paar von den Vichern dabei die "Schnupfen" haben.

Heute habe ich es mit Öko-Orange von der Firma proWIN versucht der erste Erfolg ist überzeugend, mal abwarten wie es sich weiter entwickelt.