Badsanierung ohne Fliesen, fugenlos; Eigenbau Badewanne




Hallo,
ich bin momentan in der Plaung für eine Badsanierung (Dusche, Eckbadewanne und Waschbecken, Boden und Wände) und möchte das gesamte Bad inkl. Nassbereich fugenlos, ohne Fliesen, gestalten. Der Duschbereich soll barrierefrei ausgeführt werden. Da das Bad sehr klein ist, will ich die Eckbadewanne und das Waschbecken frei nach meinem Gusto gestalten. Eine handelsübliche Eckbadewanne, wie ich sie benötigen würde, ist nicht aufzutreiben.

Für Wanne und Becken schwebt mir ein Basisaufbau aus verklebten Porenbetonsteinen vor.
Die Geschossdecke (EG) ist aus Beton.

Aufbau der Wanne:
Innenmaße asymmetrisch ca. 1,50 x 1,10m x 0,45m; Gemauert mit 17,5cm Planblock. Boden mit 17,5cm Planblock verklebt. Die Innenkanten sollen dann so weit wie möglich mit Porenbeton ausgeformt werden. Die endgültige Formgebung soll eine Putzschicht erledigen.

Jetzt zu meinen Fragen:
1)Ist o.g. Aufbau sinnvoll? Muss ich den Porenbeton für die Wanne bewehren (Stahlbänder, Betonschalung, oder ähnliches)?

2)Welche Materialen, bzw welchen Aufbau, soll ich ich verwenden damit die Oberfläche von Wanne und Waschbecken wasserdicht und kratzfest ist?
Verträgt die Oberfläche dann auch eine der handelsüblichen Chemiekeulen zur Reinigung?
Wie gesagt, alles ohne Fliesen.

3)Der Duschbereich in Trockenbauweise/Rigips(ohne separate Duschwanne), der Boden bzw die Wände des Bades sollen ebenfalls wasserdicht und kratzfest sein. Wobei die Wände nur im Spritzwasserbereich eine Beschichtung erhalten sollen.
Welche Materialen sind hier zu empfehlen?
Kann ich auf bestehende alte Verfliesung aufbauen?


Materialen bzw Techniken wie Ultrament, Kreativwand, a-monolith und Tadelakt sind mir bekannt.

Jetzt suche ich nach einer geeigneten Lösung für meine Problemchen und hoffe auf Eure Tips.

Im Vorraus schon mal vielen Dank....

Stefan





Hallo

ein sehr interessantes Material für fugenlose Badgeschichten ist Corian von der Firma Dupont?. Damit lassen sich individuelle Bäder erstellen, ist aber nicht ganz billig. Es gibt ähnliche Materialin auch von anderen Firmen, wie die preislich und qualitativ liegen, weiß ich nicht.
die Oberfläche fühlt sich nicht so kalt wie Fliesen an und ist gut rutschfest. Mit Scheuermilch würde ich da zwar nicht unbedingt rangehen (ist auch nicht nötig weil es sich sehr gut reinigen lässt)Ist aber Säurebeständig . Genaueres solltest du bei einem Verarbeiter in Erfahrung bringen (nennt dir die Firma)oder auf der Homepage.
Die Platten an sich sind relativ dünn, so das du evt. einen Porenbetonunterbau machen könntest und da dann die fertige Wanne einsetzen kannst. Aber das würde ich wirklich mit einem geeigneten Fachmann abklären ( die Firma arbeitet mit Handwerksbetrieben zusammen).
Gruß Dorothée





Hallo Dorothée,

vielen Dank für Deinen Tip.
Aber ich suche eher nach einer Lösung, die ich, wenn möglich, selbst ausführen kann.

Grüsse
Stefan



Wanne aus Porenbeton.



Hallo Stefan,

ich komme aus Fliesenlegerecke, deshalb bin ich beim Thema fugenloses Bad nicht wirklich neutral. Aber bei der Wanne aus Ytong, der ja wärmedämmäßig nicht so schlecht ist, würde ich sagen, daß spätestens bei der Putzschicht, die die endgültige Form dann geben soll, es mit der Wärmedämmung dann nicht mehr soweit her ist. Ich vermute, das Wasser wird schnell auskühlen (wie gesagt, Vermutung).
Weiter bin ich etwas skeptisch, was die Übergänge in den Ecken (Wand/Boden, Wand/Trockenbauwand) angeht. Beim Fliesen wird die Wasserdichtigkeit über flexible Dichtbänder in den Ecken und die Fläche mit Dichtmitteln gewährleistet. Die Sichtfläche (Fliesen) sind dann starr und die Bewegungen der Wände und Boden zueinander wird über die Silikonfuge ausgeglichen.
Solltest du nun eine Beschichtung mit deinen gewünschten Eigenschaften finden (kratzfest, scheuerbeständig), kann sie schlecht zugleich die Bewegungen mitmachen und Risse sind vorprogrammiert. Ohne Silikon wird es wohl nix werden.
Vielleicht bin ich etwas zu fliesenlastig, ich kann es mir rein technisch halt nicht wirklich vorstellen.
Wenn du es tatsächlich mit 17,5er ausführst und die "Wanne" dann lediglich 45 cm hoch ist, glaube ich nicht, daß das bißchen Wasser soviel Druck ausübt, daß eine Bewehrung notwendig ist. Ein Pool ist das ja nicht gerade von der Größe her und sauber verklebter Ytong reißt nicht in der Fuge, sondern im Material und das sollte bei der Stärke das mitmachen.

Gruß Patrick.



Nachtrag



Übrigens gibt es von Kaldewei Wannen in der Größe, sogar mehrere, wenn du aus 150 157 cm machst. Im Baumarkt natürlich eher nicht.

Gruß Patrick.





Hallo

Den Unterbau und so weiter kannst du ja gerne selbst machen, aber gerade bei einer Wanne sollte das ganze schon richtig dicht sein, deshalb mein Vorschlag sich einen Einsatz auf Maß anfertigen zu lassen und dann sicher sein dass das dicht ist. Wenn die Wanne aus mehr oder weniger geraden Flächen besteht, sollte das kein Problem sein und auch preislich im Rahmen bleiben. Ich habe auch schon (wahrscheinlich gemauerte) Wannen mit Tadelaktüberzug gesehen, aber da müssen die Spezialisten was dazu sagen.
Gruß
Dorothée