Bodenaufbau für Bad auf Lehmboden

31.05.2008



nächste Frage: (hoffentlich ist es euch allen zu heiß, um im Garten rumzusitzen! ;-)

in dachgeschoß soll ein bad rein. der jetzige boden (ehemals bodenspieicher) gestampfter Lehmboden zwischen sparren, natürlich uneben wie sonstwas.

mein Architekt möchte da einen 5cm Zementestrich auf eine Lewis Platte gießen.

ist das nötig?
ich würde da ja eiskalt einfach nen Holzboden draufmachen, gar nicht fliesen. waschmaschine steht im keller, also nur badewanne, Waschtisch und toilette....
.... wer läßt denn die Badewanne noch überlaufen, außer in blöden hollywoodfilmen?
viele grüße!



Wer läßt noch die Wanne überlaufen...?



....Architekten eben.
Außerdem denken die an Hollywoodfilme und haben Ihre Haftung im Kopf. Wenn Ihnen das aber egal ist, schreiben Sie das einfach Ihrem Architekten. Dann werden Sie das kriegen, was Sie wollen.

Grüße vom Niederrhein



Lewis platte



Hallo Henni,

Holzbalkendecken unter Bädern benötigen eine Abdichtung in der Qualität einer Flachdachabdichtung, mit 4cm Aufkantung am Rand und einen Gully ,der an das Abwassersystem angeschlossen wird.
Wenn Sie das nicht wollen , entlassen Sie Ihren Architekten und die Handwerker aus der Haftung und machen Sie das ,was Sie wollen.
Viele Grüße



Die Wanne ist voll,....



...und sollte man nicht auch einmal an die volle Wanne denken?
Statische Balkenmaße und so?
Aber Sie haben ja einen Architekten.
Wir haben bereits Bäderausbauten ausgeführt, ohne die Lewisplatten, ohne komplette Abdichtungslösungen (nur im eventuellen Duschbereich sollte es getan werden!) und dann diffusionsoffen mit Schüttungen (Mehabit), Holzweichfaser und Holzdielungen.

Heiße (Temperatur!!) Grüße

Udo Mühle



Solange die Wanne...



...nicht überläuft, und auch keine undichten Rohrverbindungen da sind, funktioniert das sicher.

Wenn's aber doch nass wird, können Sie Dielen und Lehm rausreißen, trocken wird das von alleine nur viel zu langsam. Ich würde den Lehm herausnehmen, den Einschub mit diffusionsoffenen Rieselschutzpapier oder -gewebe und Blähton (bindet kein Wasser) füllen. Wenn in diesen Aufbau Wasser eindringt, kommt es auch schnell wieder heraus. Ein Wasserfleck im Raum darunter würde mich weniger stören als vergammelte Balken.

Dielen im eingebauten Zustand mit einem Fußbodenöl ohne Wachs- oder nennenswerte Harzanteile (z.B. Natural, Naturhaus...) ölen, dann werden die Fugen gleichzeitig etwas abgedichtet, und die Oberfläche bleibt halbwegs diffusionsoffen.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Bodenaufbau für Bad



Hallo,

wir sind Hersteller von Schwalbenschwanzplatten, die eine Kombination von Stahlblech und Zementestrich darstellen und für den Fußbodenaufbau verwendet werden.

Duofor - Schwalbenschwanzplatten haben eine gute Haltbarkeit bei hoher Wasserfestigkeit (speziell für Nassräume mit permanenter Lüftung), sind feuerhemmend und das bei einer sehr geringen Aufbauhöhe und leichter Verarbeitung.

Wir stehen Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung unter (Tel.: 030 - 351 375 48 / 49).
Gerne können sie sich auch vorab unter www.duofor.de genau über unsere Produkte informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DUOFOR - Team



im ergebnis



haben wir alles dringelassen, auch den lehm, und Diele draufgemacht.

und hatten PROMPT nen wasserschaden!
hat aber gar nix gegammelt, aus folgendem grund:

die dielen wurden nicht bis knirsch an den rand verlegt, ne kleine Fuge im sichtbereich und ne viel größere fuge da, wo man es nicht sieht. so konnte die luft über dem lehm zirkulieren und abtrocknen.

alles furztrocken, noch nicht mal ne nasse Decke im raum drunter.
n bißchen undicht klappt manchmal besser.

"ham´wir früher in allen altbauten so gemacht"



Früher...



...gab's keine Bäder über Lehmböden, und ein Lehmunterbau ist nicht zu empfehlen, auch wenn nicht nach jedem Wasserschaden (sofort) Pilze aus den Dielen sprießen.

Grüße

Thomas



da muss ich dir



wiedersprechen. in den berliner altbauten gibt´s schon immer in den hinterhäusern Badezimmer auf dielen. und als Schüttung war alles mögliche zwischen den balken, von Schutt bis zu lehm.

es ist wirklich alles schön trocken, ich komm ja hinter der badewanne vom anderen Zimmer aus noch prima ran- auch an die lehmfüllung.



"Immer"?



Deine Berliner Altbauerfahrung in Ehren, aber die Berliner Mietskasernen sind allenfalls 140 Jahre alt. "Immer" ist was anderes. Mit Lehm wurde da kaum geputzt, und der Einschub wurde kaum mit Lehm gefüllt, allenfalls die Einschubbretter damit verstrichen. Der ganz überwiegende Balkenzwischenraum war schlicht leer. Auf dem Einschub lag meistens all das, was man beim Bau fallen lies, vielleicht noch etwas Sand oder Kies, regional auch Schlacke.

Ferner bezweifle ich, daß Badezimmer zur Erstausstattung Berliner Hinterhäuser gehört haben. Da wurde vielleicht was in den 30er Jahren nachgerüstet?

Und wieviele Balkenlagen sind seither abgerissen worden, weil desolat?

Es wäre schön, wenn Euch Euer Wasserschaden keine Pilzkultur beschert hat. Verallgemeinerbar ist das nicht.

Grüße

Thomas