Wandverkleidung direkt auf Lehmputz

25.02.2019 Jeebeling



Beim Entfernen der Gefache einer Innenwand ist uns eine interessante Konstruktion aufgefallen:
- in den noch feuchten Lehmputz wurden horizontal Dielenbretter gedrückt und zusätzlich in den Stützen des Fachwerks vernagelt. Es gibt keine Unterkonstruktion und damit auch keine Hinterlüftung. Die Dielen gingen über die gesamte Länge der Wand bis zu einer Höhe von 90cm. Auf die Dielen wurde eine Abdeckleiste genagelt. Der obere Teil der Wand ist mit Feinputz bis an die Leiste angeputzt. Über die Jahre war diese Wandverkleidung mal gebeizt, mal mit Alkydharzfarbe o.ä . Lacken gestrichen. Sie waren stumpf aneinandergelegt, keine Nut und Feder. Spaltmaß von 0-6 mm.

Die Dielen waren auf der Rückseite in Ordnung, nicht feucht und es hat sich kein Schimmel gebildet.

Nun zur Frage:
Wir überlegen, diese Dielen in ähnlicher Weise an anderer Stelle genauso zu verbauen. Sprich die Dielen werden ohne Unterkonstruktion in den feuchten Putz gedrückt und verschraubt. Allerdings handelt es sich um eine gedämmte Außenwand (Lehmputz auf 40mm Holzfaserdämmplatte auf Fachwerk mit Gefache aus Ziegelstein). Die Einsparung an Tiefe für die UK ist verlockend, selbst eine Sparlattung bringt ja ein paar Zentimeter. Aber ist diese Form der Befestigung wirklich ratsam?



Klingt interessant



Habt ihr ein Foto davon?

Wenn ohne Hinterlüftung gleichbedeutend mit Holhraumfrei im Lehm ist, dann sollte es doch eigentlich physikalisch unbedenklich sein? *Laienmodus aus*