Wandsanierung im Stallgebäude



Wandsanierung im Stallgebäude

Hallo zusammen.

Bin neu hier und habe direkt ne Frage.

Ich hab ein Stallgebäude (Jahrzehnte lange Haltung von Rindern und Schweinen)wo ich die Wände sanieren möchte. Aufsteigende Feuchtigkeit.

Zum derzeitigen Wandaufbau:

Fundament ist Anröchter Grünsandstein. Darauf ist mit Ziegeln die Wand gemauert und mit( ich bin mir nicht sicher) Kalk verputzt. Vom boden bis Hüfthöhe ist eine Silofarbe angebracht. Der Boden ist einfach Beto/Estrich auf Sandboden aufgelegt.

Derzeitiges Problem: Feuchtigkeit drückt durch den Boden hoch und zieht in die Wände hoch bis auf ca. 1,80 cm.

Mein Plan:

Putz komplett runter und ggf die Wände von innen Sandstrahlen.(Soll nicht wieder verputzt werden)

Mit Ceresit CO82 eine nachträgliche Horizontalsperre in den Wänden anlegen. Hierzu nach Herstellerangaben in der 1. Ziegelreihe oberhalb des Grünsandsteins die Verkieselung einbringen. Sie Bild 1 und 2. Einige Wochen warten ob der gewünschte Effekt eingetreten ist.

Der Boden soll mit Ceresit BT CN 99 Epoxidgrundierung versiegelt werden und anschließend ein Epoxidboden erstellt werden.

Meine Frage ist jetzt, auf dem 1. Bild ist zu sehen das der Betonboden auf höhe des Grünsandsteins ist, kann ich den jetzt mit einer Dichtschlemme (wenn ja, mit welcher?) bis zur Höhe der Horizontalsperre abdichten, damit da die Feuchtigkeit nicht durchgeht? Und kann ich das dann auch bis zu der Höhe verputzen?( Wenn ja, womit?)

Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich beschrieben. Und ich hoffe sehr hier Hilfe zu bekommen!!!

Vielen Dank schonmal!!!



Wandsanierung im Stallgebäude


Wandsanierung im Stallgebäude

Bild 2



Bild 3


Bild 3

Bild 3



Bild 4


Bild 4

Bild 4



Verträgt



sich deine geplante Epoxidgrundierung mit den Fäkalsalzen aus dem Betonboden?



Aktionen



bevor irgendwelche Aktionen gestartet, Materialien gekauft etc. werden, sollte eine fundierte Bestandsaufnahme gemacht werden und eine Planung für die Nutzung der Räume, die Höhe des Fußbodenaufbaus etc. entworfen werden. Insbesondere finde ich es wichtig, den Grad der Salzbelastung herauszufinden, um effektive, aber nicht übertriebene Maßnahmen ergreifen zu können.( Ich habe die Denkmalbehörde nach Laboren in der Nähe gefragt) Es sollte zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich tatsächlich um aufsteigende Feuchte aus dem Untergrund handelt und nicht um hygroskopische Mauerdurchfeuchtung aufgrund der Versalzung. Im 2. Fall wäre nämlich eine Horizontalsperre vertanes Geld.



Stallsanierung



Ich werde das Gefühl nicht los das sich hier ein Verkäufer eine saftige Provision verdienen möchte.
Epoxy- Beschichtung auf einem buckligen Stallboden, waagerechte Abdichtung bei hygrischen Salzen...
Da muß man ganz schön abgebrüht sein.



Aktionen



Vielen Dank für die Antworten. Der Stall soll weiterhin Stall bleiben. Nur nicht mehr Schweine und Rinder, sondern Pferde. Auch nur 2 Stück. Es geht mir persönlich nur darum, dass die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk gehalten wird und somit ein zerfall gestoppt wird.

Andere Teile dieses Gebäudes sollen zum Teil Werkstatt und Garage werden. Auch hier ist der Gedanke die Feuchtigkeit daran zu hindern in den Boden zu ziehen bzw. in den Wänden aufzusteigen.

Über die gesamte Gebäudelänge wurde eine Drainage angelegt und so die drückende Nässe abgeführt. Da ich aber nicht unter das Fundament komme, muss hier irgendwie verhindert werden das die Feuchte ins Mauerwerk bzw. in den Boden zieht. Hier wurde ja bereits ein Fachmann zu Rate gezogen. Deswegen bin ich ja auf den Weg so gekommen.
Ggf. wird der Fußboden auch erneuert. Alten Boden entfernen Schüttung, Folie neuer Beton. Bzw. an einigen Bereichen ist ein auffüllen ausreichend.....

Und das jeder etwas vom Kuchen haben will, wenn es einen gibt, ist mir klar. Der Außendienstler, der Architekt, Handwerker, Labore etc. machen es alle nicht kostenlos und versuchen an solchen Dingen was zu verdienen.......

Grundsätzlich gibt es keine richtigen Aussalzungen in dem Gebäude. Auch gibt es keinen Schimmel. Nur Feuchtigkeit die nach ein Paar Tagen Regen im inneren sichtbar wird. Vor der Wanddrainage war sie nach einem deutlich kürzerem Zeitraum sichtbar.



Abdichtung Stall



1. Vergessen Sie Injektionen und Beschichtungen.
2. Sie haben schon eine waagerechte Abdichtung, Ihr Fundament.
3. Für die Wände reicht ein einfacher Pinselputz PI CSI (Weißkalkhydrat und Sand 1:3), frescal mit Weißkalkschlämpe gestrichen. Unschlagbar billig und falls mal nach ein paar Jahren was abfallen sollte leicht zu reparieren.
4. Der Sockelbereich (ca. 30 cm unter- und oberhalb der Geländeoberkante)sollte abgedichtet sein (mehrlagiger mineralischer frostsicherer Putz), keine waagerechten Kanten und Vorsprünge!
5. Den Boden bei Bedarf mit einem Verbundestrich 2-4 cm Stärke begradigen und eventuell mit Betonfarbe streichen.

Wurde die Dränanlage an die öffentliche Vorflut angeschlossen?



Wasser in der Wand



noch einmal zur Bekräftigung was die Fachleute schon ausgeführt haben. Bei mir gibt es auch eine leicht Feuchte Wand. Im Sommer habe ich so rund 1-3 cm Lehmputz aufgetragen und gewartet bis es trocknet. Keine Chance. Nach etwa 4 Wochen habe ich dann trotzdem die Lehmfarbe auf den fast trockenen Putz gebracht. Das Wasser kommt sicher nicht aus dem Untergrund, der ist nämlich trocken und höher als andere Räume.

Es ist eine ca. 45 cm dicke Sandsteinwand und das Wasser kommt aus der Luft. Dazu kommt noch etwas Salzbelastung, da das bis vor 50 Jahren noch eine Stallwand war. Das Salz stört die Wand nicht und wenn das Ganze über die Zeit auf einer gleichmäßigen Temperatur gehalten wird, passiert auch der Mauer nichts. Das bisschen Salz hat die Mauer jetzt schon einige hundert Jahre ausgehalten. Ich vermute eher dass der moderne Abdichtungswahn mit irgendwelchen Kunstharzen, Dichtschlämmen und so weiter der Mauer Schaden könnte.

Ich werde jedenfalls nichts absperren und falls es weiter ausblühen wird werde ich eben den Putz "opfern" und durch einen Sumpfkalkputz ersetzen. Alles soll diffusionsoffen bleiben, damit die Feuchtigkeit auch abtrocknen kann.



vernünftige Idee



Ich sehe es genau so. Absperren funktioniert nur kurzfristig, weil es die Ursachen nicht beeinflußt. Der Schaden in einigen Jahren ist dann meistens größer!