Wandisolierung innen?!

02.02.2014 Hoehes



Hallo Fachwerkfreunde,

wir haben folgendes konkretes Problem:
An unserer Südwand war die Pfette an beiden Seiten abgerissen. Um diese neu Abzustützen hat unser Zimmermann eine neue Wand vor die alte gestellt und diese mit der Pfette verbunden (siehe Foto). Nun steht quasi eine Fachwerkwand vor der anderen. Was mach ich aber mit dieser Wand? Was ist am Sinnvollsten?
Der Zimmermann hatte folgenden Vorschlag. Dämmung ins Gefache, mit OSB Platten verkleiden, Dampfsperre darüber und dann eine Gibspkartonwand.
Nun habe ich folgende Sorge: Wenn die Dampfsperre nicht 100% dicht ist bekomme ich ggf. ein Schimmelproblem wegen dem Taupunkt. Habe gehört, dass Innenisolation immer kritisch ist.
Aktuell haben wir nur 50mm Außendämmung.
Was würdet Ihr machen?
- Das Gefache ausmauern? Mit oder ohne Isolation? Gibt es taupunkttechnisch was zu beachten wenn ich einfach 2 Wände hintereinander habe und dazwischen nur Luft?
- Hohl lassen? Also nur eine Trockenbauwand davor?

Ihr seht, Fragen über Fragen... und panische Angst vor Feuchtigkeit und Schimmel...

Gruß aus Schwaben
Höhes



ääääääääääh



Wieso wird da so ein Unsinn gemacht?
Sollte das alles nichts kosten?

Das Dach hätte man eigentlich an den Sparren etwas hochdrücken können um ein neues Lagerholz einzubauen.

So wie ihr das da vorhabt (ich weiss, es kommen jetzt wieder die üblichen Verdächtigen, die sagen werden "wenn man das richtig (richtig = teuer und nur durch eine Fachfirma) macht, ist das kein Problem") bringt Euch in spätestens 3-5 Jahren den Schwamm ins Haus.
Und wenn ich das richtig auf dem Bild sehe, stehen die Stiele gleich an der Wand, ohne Sperrschicht. Wenn da jetzt seitlich die Dämmung ran kommt, ist die Wand hinter den Stielen spätestens im Sommer das erste mal nass.



planvoll oder los … 



Hallo

versuchen sie sich mal gefühlsmässig von dem "beratenden Handwerker" zu trennen … 

schon die jetzige Situation kommt mir "spanisch" vor …

Machen kann man ja eigentlich ALLES … aber sinnvoll sollte es dann auch im Gesamtzusammenhang sein … 

Florian Kurz





Am sinnvollsten fänd ich, baut Euch aus dem vorgesetztem Holz was anderes schönes und das Fachwerk gehört Zimmermannsmäßig mit historischen Holzverbindungen repariert.....war nur Spass!

Warum der das jetzt so gemacht hat,läßt viel Raum zum spekulieren.

Das ganze Hohl lassen geht gar nicht,der angedachte Aufbau des Zimmemannes geht für mich garnicht.
Möglich wäre Stampflehm oder Leichtlehmziegel,Hohlraumfrei vor die alte Wand gesetzt.

Grüße Martin



AW ääääh



Hallo Klaus,

Warum gleich so aggressiv?

Kannst du mir noch sagen weshalb du den Hauschwamm in 3-4 Jahren erwartest?

Was würdest du jetzt empfehlen nachdem die Wand schon steht?

Danke Höhes



AW planvoll oder los …



Hallo H. Kurz,

Hätten Sie auch einen konstruktiven Hinweis für mich?

Schon mal vielen Dank
Höhes



AW



Hallo Martin,

Danke für die Hinweise. Warum glaubst du das die Lösung grundsätzlich nicht optimal ist? Habe bisher unserem Zimmermann vertraut. Ist ein alter schwäbischer Meister der schon einige Fachwerkhäuser gemacht hat und einen sehr guten Ruf in der Branche hat. Warum der auf Einmal aus eurer Sicht Pfuscht würde ich gerne verstehen...

Was hältst du von Kalksandstein?

Noch mal Danke
Höhes



Alte Meister



So einen alten Zimmermeister hab ich auch schon hier nebenan gehabt,wirbt damit das er eng mit dem Denkmalschutz zusammen arbeitet.
Endergebniss frisches Holz ,stumpfe Stöße,lange Schrauben und viele Winkelverbinder...da brauch ich keinen Meister,das kann jeder Holzkopf.

Ich hab im Fachwerkhaus so generell meine Sorgen mit Folie und Plaste....

Was halt ich von KS ,hab hier keinen verbaut,im Grunde kannst du den auch nehmen,ist die Frage in wie weit dir Dämmung wichtig ist.
Ich würde mich in der Auswahl der Materialien möglichst immer am Bestand orientieren.

Grüße Martin



Aw Aw äääääääh



Ne, das war eigentlich überhaupt nicht agressiv.
Nur habe ich schon so oft von angeblichen Facharbeitern hier im Forum zu kluge Ratschläge bekommen.

Warum ich den Schwamm erwarte ist ganz einfach erklärt.
Du setzt vor eine Aussenwand bündig Holzbalken.
Holz ist wärmer als Stein.
Wird es aussen kalt, kondensiert auf kalt Wasser.
Das Holz nimmt das Wasser auf und gibt es dann wieder ab.
Soweit so gut.
Kommt ausreichend Luft dran, fault das Holz einfach nur in ein paar Jahren weg.

Kommt aber jetzt Dämmung rein (und Folie), dann zirkuliert da keine Luft mehr zwischen Wand und Holz.
Wenn die Balken Leimbinder sind, sind da wohl keine Schwammsporen drin und es schimmelt einfach nur.
Sind das Vollholzbalken (und so dünn, wie die aussehen, sind sie das wohl), also Konstruktionnsvollholz, dann sind da auch Schwammsporen dran.
Dann dauert das ein Jahr, bis das alles schön spriesst, im zweiten Jahr kommen die ersten Fruchtkörper und im dritten Jahr siehts dann lecker aus.

Fasse es nicht agressiv auf aber diese Lösung ist einfach nur ein Krampf.
1. Die Folgeschäden sind nicht absehbar, denn neben dem Schwammproblem ist auch noch die Statik der Wand hinüber und die Statik der Decke darunter ebenfalls.
Ob sowas baurechtlich machbar ist, weiss ich nicht aber vorstellen kann ich mir das kaum.

2. Weil ein Balken kaputt ist, zieht man keine neue Wand ein. Da stützt man ab, hebt das Dach an (was gar keinn Problem ist, das habe ich bei mir auch gemacht) und legt ein neues Lagerholz rein.
Diese Arbeit hat mein Zimmermann an einem Tag ganz alleine gemacht.

Nun kann es einen speziellen Grund geben, warum er das bei Euch nicht getan hat aber dieser Grund erschliesst sich mir mit den bisherigen Informationen nicht.

Was ich empfehlen würde?
Zimmermann rausschmeissen, die Sparren auf Drückerstützen abfangen, die neuen Balken rausreissen, Dach 10cm anheben, alten (kaputten) Balken raus, neuen rein, Dach absenken.



Ein Dach



auf voller Last mal eben 10 cm anheben und einen Balken mit allen seinen Verkämmungen und Verzapfungen schnell alleine und an einem Tag austauschen ist nicht.... auch nicht bei Klaus( Das ist schon an seinem Motto zu erkennen).

Weiterhin finde ich das garnicht schlecht, was Ihr Zimmermann da gebaut hat und denke das sich der Hohlraum in/zwischen Holzkonstr. und Bestandswand hervorragend mit Leichtlehm und Leichtlehmsteinen hohlraumfrei und dämmend vermauern lässt.

Auch scheinen die neuen Hölzer nicht direkt an der Bestandswand anzuliegen. Somit könnte auch in diesem Bereich Dämmung hinterstopft werden.

( Also: Die Bestandswand von sperrenden Sichten säubern, Elektroinst. in die Holzkonstr. und Leichtlehm rein....wäre mein Lösungsansatz)

Mit Grüßen
Danilo Conraths



Ein Dach



auf voller Last mal eben 10 cm anheben und einen Balken mit allen seinen Verkämmungen und Verzapfungen schnell alleine und an einem Tag austauschen ist nicht.... auch nicht bei Klaus( Das ist schon an seinem Motto zu erkennen).

Weiterhin finde ich das garnicht schlecht, was Ihr Zimmermann da gebaut hat und denke das sich der Hohlraum in/zwischen Holzkonstr. und Bestandswand hervorragend mit Leichtlehm und Leichtlehmsteinen hohlraumfrei und dämmend vermauern lässt.

Auch scheinen die neuen Hölzer nicht direkt an der Bestandswand anzuliegen. Somit könnte auch in diesem Bereich Dämmung hinterstopft werden.

( Also: Die Bestandswand von sperrenden Schichten säubern, Elektroinst. in die Holzkonstr. und Leichtlehm rein....wäre mein Lösungsansatz)

Mit Grüßen
Danilo Conraths



Entschuldigung



war jetzt zweimal....



Homogene Ausfachung...



...mit Lehmsteinen wäre hier eine sehr sinnvolle Lösung und auch Verbesserung der gesamten Situation.
dabei muss aber auch darauf geachtet werden, dass hinter sämtliche Hölzer ebenfalls die Ausmauerung mit erfolgt.
Dann kann man innenseitig sogar die Wand als Sichtfachwerkwand gestaltend mit Lehm verputzen.
Bei dieser Lösung bedarf es aber dann noch einiger Hölzereinbauten.
In den Fensterbereichen als Querriegel.



aussen und innen



hallo

wenn ich das richtig verstanden habe ist die Aussenwand nicht mehr intakt

dann hat der Zimmermann eine Stützwand hingestellt

Welche trägt nun?
die Neue
oder
die Alte
oder beide (auch also die äussere defekte)

Wenn die äussere kaputt war udn ist … springt nun die Statik hin und her … die Äussere wird dadurch auch nicht gesünder udn mit der Zeit die innere mehr belastet … von den Decken und Bodenbalken gar nicht zu reden … 

dann kommt noch die Zusatzlast dazu … dazu noch die Problematik der "Taupunktverschiebung" … 

solche Sachen sollten immer "geplant" werden … und nicht mal so ausgeführt werden um dann mit mehr Fragen da zu stehen als vorher …

von Innendämmungen halte ich genau so viel wie von Aussendämmungen … 

Ich würde die defekte Aussenwand ertüchtigen und vorher PLANEN … 

Florian Kurz



Kluge Ratschläge



Das Dach eines Fachwerkhauses mal eben um zehn Zentimeter anzuheben,dürfte nicht nur Höhe sondern auch ne Menge Schadenspotenzial gewinnen.
Und wofür sollen zehn Zentimeter bei einen Schwellentausch sinnvoll sein ,meine Schwelle ist vierzehn hoch plus vier Zentimeter Zapfen der Ständer ,bin ich schon bei Achtzehn,auf der anderen Dachseite fangen die Pfannen an runter zufallen,vorher hats aber die Zapfenlöcher der Kehlbalken zerlegt.

Hier wurde Fachwerk nur ausgesteift und nach anschließender Reparatur max. zwei Zentimeter hoch gedrückt.

@ Hoehes das ist nun mal drin,warum auch immer und du wirst die Konstruktion nicht mehr zurück bauen,ich würde hier immer Lehm als Favorit nehmen.
Woraus besteht die Bestandswand,Sichtfachwerk,wie wird geheizt.....?

Wie wurde die Vorgesetzte Wand abgestellt? Nur mit der alten Schwelle verbunden?

Wenn die alte Schwelle abgerissen ist ,welche Kräfte haben dazu geführt?
Nur verfault,wenn warum ?Ursachen abgestellt?

Warum Pfusch vermutet wird,das alles ist nix halbes und nix ganzes!

Für Lösunge solltest du mehr Details und Infos bringen.

Grüße Martin





Ich wusste gar nicht, dass Herr Conraths schonmal auf meiner Baustelle war um beurteilen zu können, was wir wie gemacht haben



Man muß,



ja auch nicht alles wissen!