wandheizung

13.02.2012



hallo,
ich habe vor wandheizungen in meinem haus selbst zu bauen.
ich möchte gerne die heizkörper abbauen und die rohre für die heizkörper mit den rohren für die Wandheizung verbinden.
meine fragen : geht das eigentlich, dass ich die bestehenden rohre mit den rohren der wandheizungen verbinden kann. und auf was muss ich achten.
danke im voraus.



Verbinden der Rohre geht,



aber es ist damit noch nicht viel erreicht:
Dimensionierung der Heizkreise
hydraulischer Abgleich,
Raumtemperaturregler,
Durchflußanzeiger,
Heizkreisverteiler,
u.a. sind Stichworte, die hier Beachtung finden müssen.
Informiere dich zunächst einmal über den grundsätzlichen Aufbau einer Flächenheizung, dann überlege ob das Verwenden der bisherigen Verrohrung der Heizung dabei noch sinnvoll ist. Dann vernünftige Planung und los geht´s. Man kann dabei leider auch viele Fehler machen!



wandheizung



vielen dank



Nicht zu vergessen,



den Wandaufbau, wenn die Wandheizung an eine Aussenwand kommt.

Grüsse



Geht!



...und nicht zuviel fachliches WirrWarr entstehen lassen.
Haben viele Objekte diesbezüglich schon ausgeführt und funktionieren alle bisher mängelfrei.
Anbindung des Rücklaufes an einen Temperaturbegrenzer mit Regelung und dann Rohre auf die wand, Lehmputz unter Wärme drauf und am Ende Feinputz plus Farbe und fertig.
Gute Heizungsbaufachbetriebe beherrschen das.

Grüße Udo



Wie schon Kutti



schreibt geht das aber....

Eine Raum kann man gut mithilfe eines RTL Ventils regeln (siehe Grafik). Bei mehreren Räumen bietet sich der Anschluss über eine Heizkreisverteiler an.

Grüße



Interessante Frage!



Ich denke über ähnliches nach. Allerdings geht es mir zunächst nicht um den "Selbstbau" sondern um ob überhaupt.

Da ich in einem Raum in diesem Jahr eh den Innenwandaufbau neu gestalten will, habe ich auch über eine Wandheizung nachgedacht.
Bisher ist in dem Raum ein normaler Heizkörper installiert.

Aufgrund der Fachwerksanierung an den zwei Außenwänden des Raumes steht nun der komplette Innenwandaufbau an.
Grundkonstruktion: 18ér Eichenfachwerk mit Ausfachung aus 2DF Leichtlehmsteinen mit Lehm vermörtelt. Außen zweilagiger Kalkputz (nach Fertigstellung der Innenwände).

Geplant ist eine Massenerhöhung der Wände (keine Dämmung) um die Wärmespeicherkapazität zu verbessern. Das ganze aber als homogener Wandaufbau ohne Zwischenräume. Innenschale aus Lehmsteinen und Verfüllung der Hohlräume ebenfalls mit Lehm. Nach innen dann ein Kalkputz und Anstrich mit entsprechenden Kalk-, Lehm-, oder Kaseinfarben (ist noch nicht entschieden).

Was würdet ihr tun? Konventionelle Heizkörper belassen oder eben eine Wandheizung installieren, wenn eh der Wandaufbau erneuert wird? Ich habe mit Wandheizungen bisher keinerlei Erfahrung kann mir aber vorstellen, dass es etwas "wohliger" sein kann.

Heizanlage ist übrigens eine Scheitholz-Zentralheizung. Solarunterstützung wäre möglich, ist aber nicht realisiert zur Zeit.

Grüße und danke schon einmal für eure Antworten
Martin





Die Wärme einer Flächenheizung wird oftmals als angenehmer empfunden. Dies wohl auch, weil die Temperaturunterschiede im beheizten Raum kleiner werden. Dies kommt daher weil eine relativ große Fläche aufgeheizt wird. Allerdings kann die Temperaur deutlich unter der Temperatur eines koventinellen Heizkörpers bleiben, sie muß es auch, da die Wandeinbettung sicherlich kaum Temperaturen>45G C auf Dauer vertragen würde. Bei einer Heizanlage in der dann unterschiedliche Systemperaturen für Flächenheizung und HZ gefahren werden müssen, steigt der technische Aufwand und die Effizienz der Anlage sinkt. Eine Flächenheizung (egal ob in der Wand oder im Fußboden) ohne Dämmung gegen die kalte Seite halte ich für abenteuerlich, das kann dann schon mal bei eisigen Teperaturen sehr teuer werden. Man kann es auch ausrechnen, welcher Anteil der losgelassenen Energie des Heizkessels den Bewohnern zur Behaglichkeit verhilft und welcher Anteil durch die Außenwände ins Freie geht. Da würde ich schon zu einer Innendämmung der Außenwände raten!



@"Kutti"



..danke für dein Statement. Klinkt zunächst plausibel. Da werde ich dann wohl besser bei konventionellen Heizkörpern bleiben.

Eine Innendämmung im klassischen Sinne kommt nicht in Frage für mich.
Erstens weil ich es in einem Fachwerkhaus ähnlich problematisch sehe wie viele hier, zweitens weil meine DMS-Behörde es ähnlich sieht. Die würden tatsächlich gleich abwinken.
Außendämmung eben auch nicht, weil Einzeldenkmal.

Aber Danke für die Antwort, hilft weiter ;-)

Grüße
Martin



Hallo Martin,



kannst Du nochmal beschreiben was die DMS-Behörde meint mit "Die würden tatsächlich gleich abwinken."

Grüße Gerd



@Gerd



..das bezog sich auf den Begriff "Innendämmung".

Ob sie tatsächlich abwinken würden ist nur eine Vermutung, da eine Innendämmung von Fachwerk ja bekanntlich sehr problematisch ist.
Oder täusche ich mich da?
Mir ist bisher jedenfalls noch kein Verfahren untergekommen zu dem ich Vertrauen hätte.



Hallo Martin,



ich lade Dich gerne mal in mein seit 11 Jahren schadensfrei innengedämmtes, mit Wandheizung beheiztes, denkmalgeschützes Fachwerkhaus (http://lehmbau.com/uploads/media/Bundespreis_Flossherrenhaus.pdf) gerne auch zum Kaffe und Besichtigung ein.

Grüße Gerd



Mal ausgerechnet?



@ Kutti: Gibt es genaue Zahlen wieviel Energie bei einer ungedämmten Wandheizung exakt ins Freie geht, und wieviel den Bewohnern zur Behaglichkeit verhilft? Gibt es belegte Beispielberichte für zerstörte Wandheizungen durch Frost?

Hat mal jemand Taupunktberechnungen zwischen nur Wandheizung bzw. Wandheizung+Dämmung verglichen?
Kann es nicht evtl. möglich sein, dass primäre Energieeinsparung durch die Wandheizung+Dämmung durch mögliche Gebäudeschäden in der nun kalten/feuchten Außenwand mehr als wieder aufgehoben werden?

Ist "heizen für die Wände" nicht einfach der Preis dafür, dass man ein altes Fachwerkhaus bewohnt? Ob eine konventionelle Konvektionsheizung mit allen bekannten Problemen da wirklich die bessere Lösung ist?



Hallo Gerd...



...Danke für die Einladung. Wenn ich mal in der Gegend bin komme ich gern darauf zurück. ;-)

Ist den euer Floßherrenhaus Vollfachwerk?

Gruß
Martin



Das Floßherrenhaus...



... ist doch bekannt aus Funk und Fernsehen. ;-)



Durch eine Wand geht



immer Wärme. Die Menge hängt ab von:

delta T, Wärmeleitfähigkeit der Wand und Wanddicke. Wenn Du diese Werte genau kennst, kann ich dir verraten wieviel Wärme durch eine Wand in welcher Zeit geht. Allerdings sind diese Werte für eine meist nicht homogene Wand mit unterschiedlichen Materialien z.B. eine Fachwerkwand in einem sehr alten Haus schwer zu bestimmen. Weiter kommt hier die sogenannte Winddichtigkeit zum Tragen, d.h. es kommt zum Wärmeverlust nicht alleine durch Wärmeübergang durch die Wand, sondern auch durch Austausch der Luft.
Aber zur Beruhigung: Der Einbau einer Wandheizung auf eine innen gedämmte Wand bringt auf jeden Fall ein mehr an Behaglichkeit, als durch konventionelle HK.
Wenn zudem die Dämmung kapillarwirksam ist, zb. Holzfaserdämmplatten und hohlraumfrei mit der Wand verbunden ist, besteht kaum die Gefahr von Schäden am Fachwerk. Soweit jedenfalls die Theorie und mein Kenntnisstand. Aber ich bin aktuell auch am Überprüfen im eigenen Haus. Hier gibt es von Seiten der DSB keine Einwände sondern eher wohlwollendes Zureden. An einem Erfahrungsaustausch bin weiter sehr interessiert.



Hallo Martin,



nein Fachwerk ist erst ab dem 1.OG.

Natürlich kann die Wandheizung wie auch Wasserleitung einfrieren wenn der Nullpunkt länger unterschritten wird.

Wenn, wie wir auch empfehlen eine Einzelraumregel vorhaden ist läßt sich das ähnlich wie durch ein Thermostatventil am Heizkörper ausschließen.

Natürlich verliert die Wandheizung in Abhängigkeit des Wandaufbaus Energie nach außen.
Auch ist klar, dass die Wandheizung bzw. Strahlungswärme insgesamt einen positiven bauwerkserhaltende Einfluss hat.

Ich kennen kein EDV Programm das hier eine sichere Einschätzuhg ermöglicht.

Ansonsten kann ich mich Kutti nur anschließen.

Grüße



Inendämmung und DMS



Ich plane ebenfalls eine moderate Innendämmung plus Wandheizung. Bin mir allerdings noch nicht abschließend sicher, welche Ausführung es werden soll.

Bei der Begehung des Hauses mit dem zuständigen Menschen von der unteren Denkmalschutzbehörde kam der Vorschlag mit Innendämmung von ihm noch bevor ich überhaupt was dazu gesagt hatte. Das hängt natürlich auch immer vom jeweiligen Sachbearbeiter ab, aber wenn die Wand nicht gerade erhaltenswerten Stuck, Bemalung oä. aufweist sollte eigentlich der DMS nichts gegen eine vernünftige Innendämmung haben.



@ Tina



...und dabei können dann aber auch noch sehr viele Fehler gemacht werden und bei den Ausführungen ebenfalls.
Innendämmungen sollten stets durch die Konstruktionsbauteile hindurchgeführt werden.
Also bedeutet, durch die Decken nach oben, genauso wie nach unten!