Wandaufbau für eine Wandheizung?

15.07.2013 abneustadt



Moin Moin,

wir haben ein altes (Baujahr unbekannt aber wohl vor 1900) Bauernhaus gekauft und können jetzt ab 1.8 endlich rein und loslegen. Daher ist die Planungsphase gerade in der Hochphase!

Wir möchten ganz gerne eine Wandheizung einbauen. Jetzt stellt sich die Frage, wie der Wandaufbau sein muss.
Das Haus hat von Außen an:
1. ca.30 cm Vollziegelwand
2. Putz

Ich würde gerne innen eine Holzfaserplatte anbringen vlt. 40-50mm und darauf die Wandheizung anbringen und das ganze mit Lehm verputzen.

Geplanter Aufbau also:
1. ca.30 cm Vollziegelwand
2. Putz
3. Lehm zum kleben
4. Holzfaserplatte
5. Wandheizung
6. Lehmputz

Darf der Innenputz (Nummer 2) drauf bleiben? Prinzipiell soll ja die Dampfdurchlässigkeit von Innen gegeben sein. Ich bin da jetzt arg unsicher! Allerdings im ganzen Haus den Putz von den Wänden schlagen würde ich auch nur, wenn es sein muss.

Welches System würdet Ihr empfehlen für die Wandheizung? Oder geht auch einfach irgend ein Fußbodenheizungssystem?
Metallverbundrohr sollte es wohl schon besser sein um das verschlammen zu verhindern, oder halten die Hersteller von reinem Kunstoffrohr Ihre Versprechen?

Mich würde Eure Erfahrung interessieren! Habt Ihr Tipps wie wir das ganze angehen sollten?

Viele Grüße
André



Wandheizung



Der Aufbau ist grundsätzlich ok.
Als Rohr ist entweder Kupfer- oder Metallverbundrohr empfehlenswert. Reines Kunststoffrohr ist nicht diffusionsdicht.
Ein Heizkreis ab Verteiler sollte 100 m Rohrlänge nicht überschreiten.
Es gibt Systemhersteller, man kann auch das System (bei entsprechender Fachkenntnis) mit einzelnen Komponenten selbst zusammenstellen.
Empfehlenswert ist eine fachliche Beratung – möglichst vor Ort – und entsprechende Auslegung.
Viel Erfolg.
SG



Wandheizung



Üblich bei Lehmputz sind 16x2 Metallverbundrohre...die lassen sich gut biegen und bleiben dann auch so, wie man sie biegt. Die normalen PE-Rohre sind auch nahezu diffusionsdicht und haben sich seit vielen Jahren bewährt - an der Wand sind sie allerdings unangenehm zu verarbeiten, weil sie sich teilweise unter Wärme ordentlich ausdehnen und damit den Unterputz unnötig erschweren.

Mit der Diffusionsfähigkeit kenne ich bei Fußbodenheizungen keine Probleme und ich denke, das wäre aus dieser Sicht auch an der Wand kein Problem.

Kupfer scheidet meist aus Kostengründen schon aus und die Wärmeausdehnung sehe ich hier problematischer.





Hallo,

ich habe mit Alu-Verbundrohren von Roth gute Erfahrungen gemacht. Allerdings empfehle ich, die Auslegung werksseitig machen zu lassen (gute Ingenieurarbeit !)und nicht selber zu überlegen.

Grüße



Wandflächenheizung



Hallo

Haben Sie schon mal über eine Temperierung nachgedacht?

da braucht man weniger Rohrlängen, weniger heisses Wasser … weniger Aufwand … weniger … Geld

… manche schwören drauf … manche verteufeln sie … 

Machen Sie sich ein eigenes Bild!

bei interesse mail oder meine Seite oder googeln … 

Florian Kurz



Wandheizung – Nachtrag zu FK



…und weniger warm.
Das ist was für Museen o.ä. oder für hartgesottene Zeitgenossen.
Irgendwo muss die Energie für die Wärme im Wohnraum ja herkommen.
SG



SV-Märchen



Hallo Herr E

WISSEN Sie das … oder glauben Sie noch?

Florian Kurz



Märchen?



Hallo Herr K.,
ich weiß das – ist nämlich Physik und keine Esoterik.
Noch eine kleine Anmerkung: Ich habe mir Ihre Website und die von Ihnen zitierten, angesehen und kein einziges überzeugendes Argument gefunden.
Der Unterschied der verbauten Rohre bei Temperierung und Wandheizung beträgt etwa den Faktor 10 – mal drüber nachdenken.
Das Buch vom Drachen von Carl Sagan habe ich ja schon mehrfach empfohlen; wahrscheinlich wird es aber nicht hilfreich sein.
Zum Abschluss eine Polemik:
"Die Erde ist eine Scheibe und fünftausend Jahre alt."
SG



"Die Erde ist eine Scheibe und fünftausend Jahre alt."



Wurde von nicht wenigen US-amerikanischen Präsidenten bekräftigt und die müssen es ja wissen...



Wandheizung



Moin,
vielen Dank für die Antworten.

Temperierung habe ich mich vor einigen Wochen schon intensiv eingelesen und für uns nicht als ideal befunden. Trotzdem Danke für den Tipp. Ist eine spannende Sache, die teilweise sinnvoll einzusetzen ist und sicher noch nicht allzu bekannt ist. Grundsatzdiskussionen bitte nicht hier im Thread ;-)

Also Kupfer hatte ich tatsächlich im Vorwege schon ausgeschlossen, trotz anscheinend guter Eignung.

Es sollte also Metallverbundrohr in 16x2 werden, denn nahezu diffusionsdicht finde ich bei unter Putz verschwindenden Bauteilen als nicht ausreichend.
Sind hierbei die Qualitätsunterschiede wirklich gravierend?
Denn bei einigen Systemherstellern zahlt man ja durchaus 1,5€ bis 2€ pro m Rohr. Gibt es da günstigere Alternativen?

Termin mit dem Installateur ist leider erst nächste Woche, daher kann ich noch nichts näheres zu den Daten sagen. Ich hätte jetzt von ihm die Heizlast berechnen lassen. Danach müsste dann doch die benötigte Rohrlänge sich aus der Vorlauftemperatur und den Parametern des verwendeten Systems ergeben. Zumindest hatte ich das aus den Datenblättern so gelesen. Dort ist die Wärmeleistung in Anhabhängigkeit zur Länge, Vorlauftemperatur und Verlegabstand angegeben. Vergesse ich jetzt etwas wichtiges für die Auslegung?
Jetzt schreiben Sie, dass die Auslegung werksseitig erfolgen soll. Meinen Sie der Hersteller des Systems übernimmt solche Aufgaben auch? Oder wie ist werksseitig gemeint? Was für Kosten erwarten einen da ganz grob?

Ich muss noch mal ganz konkret nachfragen: Der Innenputz (egal ob Kalk oder Zement) darf unter den Dämmplatten bestehen bleiben?

Viele fragende Grüße
André





Hallo,

einige Anbieter machen die Ingenieurleistungen (gehört zum Lieferumfang), kann sein,dass das nur für Handwerker gilt, um die nicht zu verlieren.
Sie können das selber unmöglich rechnen.

Der Putz kannn drunter bleiben, die Befestigung der Platten erfolgt neben der Verklebung im wesentlichen noch durch die Verdübelung/Verschraubung der Tragschienen für die Rohre.

Grüße