wandheizung metallgitter

22.07.2015



hallo!
ich plane gerade eine Wandheizung in einen Altbau und mein monteur besteht auf einem system aus fertigen elementen, bei denen die rohre auf einem metallgitter befestigt sind. ich frage mich jetzt, ob das ein problem ist, wenn das komplette haus von einem metallgitter eingeschlossen ist (oder auch ein vorteil, faradayscher käfig, etc.)?



Warum die



Wandheizung auf einem Metallgitter montiert werden soll ist mir ein Rätsel. Das spricht nicht für seine Qualifikation in diesem Bereich!

Ich würde mal vermuten das er bei seinem Großhändler nix anders kriegt.

Grüße Gerd



so ist es



er will dieses system verwenden:
http://www.mair-heiztechnik.de/thermoarmier.html
(ich hoffe man darf so etwas posten hier?)

wenn es gut ist habe ich nichts dagegen, mir erscheint es aber auch aufwändig und das metallgitter etwas beunruhigend...



Auch



ich halte das Gitte f?r sehr aufwendig und unn?tig.

Wie wurde dimensioniert, welcher Putz kommt drauf?

Grüße





der heizungsbauer sagt eben er wär so schneller und deswegen billiger.
es kommt ein Kalkputz drauf, ca 25 mm insgesamt betten alles ein.



Das



wäre die Alternative: http://wandheizung.de/Montage-WEM-Klimaregister-und-WEM-Klimarohrsystem.88.0.html

Auch wäre Lehm das besser Material für das Verputzen einer Wandheizung.

Grüße



ich weiß...



lehm war geplant, wurde von den bauherren aus finanziellen gründne gestrichen.
meine frage bezog sich ja v.a. auf das metallgitter, ob das problematisch ist?



Ob



das Gitter problematisch ist kann ich nicht beurteilen, es ist auf jeden Fall unnötig.

Warum Lehm teurer ist als Kalkputzen kann ich nicht nachvollziehen zumal bei Lehmputzen die Leistungsabgabe pro m² deutlich größer ist.
Das reduziert die notwendige Wandheizungsfläche und spart Kosten.

Grüße





direkt unnötig ist es glaub ich nicht. es ersetzt halt die schienen und trägt die rohre.

lehmputz (ohne deckputz) wäre uns nach Ausschreibung ca. auf 45 e/qm gekommen, kalkputz ca. 10 euro weniger. das bewog die bauherren dazu den kalkputz vorzuziehen. ich fand es schwer zu argumentieren, da man den unterschied nicht ganz präzise beziffern kann, bzw. er nicht so extrem ist oder liege ich da falsch?



Habe beides schon Verputzt



Wandheizungen mit Metallgitter(bei mir war es ne Estrichmatte) davor.
Und Wandheizungen mit Schienen befestigung,

die WH mit Metallgitter hat ganz Klar den nachteil das man ,egal ob Lehm oder Kalkputz,die stellen wo man nicht so gut hinkam oder der putz nicht so gut hielt , nicht mal von hand Nachwerfen kann weil man den putz der hinterm gitter ist nicht abnehmen und erneut anwerfen kann . weil man nicht mehr drankommt.
das Ergebnis sind viele Lufteinschlüsse die äusserst schwierig Handwerklich nachzuarbeiten sind und ein sehr unregelmässig aufgebrachter Unterputz den man ja bis er vorm Gitter ist nicht bearbeiten kann..
weil man eben nicht dran kommt:)

sprich es Kommt ne Putzfirma und hält so lange die putzkanone davor bis es wie ne lawine vors Gitter schwappt,das ergebnis dürfte auch nicht fachgerecht sein.

bei einem Putzsystem mit Schienen,ohne Gitter hat man Jedes einzelne Rohr vor augen und kann die Putzfläche ganz anders handwerklich Bearbeiten.

auch Sollte das Metallgitter,(wenn es sich nicht vermeiden lässt)nicht zu kleine Maschen haben da ansonsten die bei der Putzstärke, dringend erforderliche Kornstärke gar nicht erst durchs gitter Passt... so wie zb Rippenstreckmetall.

Greets Flakes.



Wir



geben die Heizleistung bei Kalkputz bei 45°C und 5° Spreizung mit 150 W/m² an.

Bei Lehmputzen und gleichen Bedingungen mit 200/m².

Abgesehen das der Lehm auch in anderen Bereich bessere Eigenschaften hat.

Grüße





@Gerd Meurer, der Graph zur Wasserdampfsorption ist etwas irreführend, wenn man ihn zum Thema Heizleistung postet und „andere gute Eigenschaften“ damit meint.

Die Wärmeabgabe in den Innenraum wird, bei ansonsten gleichem Aufbau nach außen und gleicher Wandheizung, nur noch durch die Wärmeleitfähigkeit und Schichtdicke des Putzes beeinflusst. Ersteres liegt sowohl bei Lehmputz als auch bei Kalkputz irgendwo um 0,80 W/mK +-0,15 W/mK. Mein Gefühl, dass das nicht für 50 W/m² Unterschied sorgen kann, bestätigt als grobe Unterstützung der U-Wert-Rechner. Beide liegen bei dieser Situation ziemlich genau bei 150 W/m², Altbaubeispiel mit Innendämmung: https://goo.gl/wac3yj (musste den Link kürzen)

Da bei Mair keine Details angegeben wurde angenommen: 10 mm Überdeckung, 25 mm Gesamtputzstärke, 15 mm Rohr, 100 mm Rohrabstand, 45° VL-Temperatur.

Und zum Thema Faradayschen Käfig: Ich bin kein Physiker, aber eine Wandheizung an der Innenwand ist genauso ein Faradayscher Käfig wie ein Bobbycar mit Überrollbügel einer ist. Möglich, dass das System W-Lan- oder vielleicht noch Handy-Empfang minimal beeinflusst, aber nicht mehr als z. B. eine armierte Betondecke.

Abgesehen von der, meiner Meinung nach, nichtigen Auswirkung auf die Heizleistung, hat Kalkputz den Vorteil aufgrund des alkalischen PH-Wertes schimmelhemmend zu sein (vor allem bei fehlender Horizontalsperre erwägenswert). Lehm wiederum kann man trocken heizen und leichter Korrekturen vornehmen. Kalkputz kann man nur kurz „anheizen“, um dem Rohr kurzfristig etwas Platz zu machen. Aluverbundrohr hat übrigens einen deutlich ungünstigeren Ausdehnungskoeffizient als Kupferrohr, kostet dafür auch nur einen Bruchteil – es sei nur erwähnt.

Also letztlich ist die Entscheidung ob Kalk- oder Lehmputz vor der jeweiligen Situation und vor allem von Geschmack, Erwartung ans Wohnklima und Budget abhängig. An der Heizleistung sollte man die Entscheidung, meiner Meinung nach, nicht festmachen.

Wenn das Budget ein Reizthema ist wäre evtl. noch überlegenswert ob es ein spezielles System sein muss, das Wandheizungshersteller gern als Fußbodenheizung für die Wand abtun. Aluverbundrohr an die Wand, evtl. noch grobe Gewebeeinlage dazu, verputzen, fertig. Dosen etc. kann man so auch leicht umfahren. Den besonderen Vorteil des genannten Systems habe ich nämlich noch nicht ganz verstanden.



@aw1



den Graph habe zum Thema "andere Eigenschaften" von Lehm eingeblendet und auch so beschrieben.

Das ein Lehmputz im Gegensatz zum Kalk eine h?here Heizleistung erzeugt ist uns bekannt und durch Thermographie Aufnahmen dokumentiert!
Auch erzeugt ein Kalkputz eine h?here Heizleistung als ein Gipsputz.

Anbei eine Foto von parallel angesteuerten Wandheizung die mit unterschiedlichen Putzen versehen ist. Die untere, deutlich w?rmere Fl?che ist mit Lehmm?rtel verputz, die oberen mit unterschiedlichen Kalkputzen.

Grüße





Die höhere Temperatur sagt noch nicht zwingend etwas über die Heizleistung aus: Nach welcher Zeit (nach dem Anfahren der Heizung) wurde diese Thermographie-Aufnahme gemacht?



Für



mich ist die Grafik aus der Aufnahme resultierende Information klar.

Was lesen Sie hier raus?

Den Zweitraum kann ich nicht exakt benennen.

Anbei das Foto zum Aufbau.

Grüße



Wandheizung



Die Flächenheizung, gleichviel ob Wand, Fußboden oder Decke ist im Prinzip eine Rohrschlange, die auf die Rohinnenseite des Baukörpers aufgebracht wird und dann in Putz bzw. Estrich eingebettet wird (darüber hinaus gibt es auch Trockensysteme).
Ein guter Handwerker, der sich damit auskennt, braucht kein System; aber Systeme erleichtern die Arbeit, was sich auch auf die Kosten auswirkt.
Davon gibt es mittlerweile eine fast unübersehbare Anzahl auf dem Markt; über das Für und Wider der einzelnen Systeme kann man lange trefflich streiten.
Ich empfehle, sich einen Heizungsbauer auszusuchen, dem man vertraut und sich von ihm erklären zu lassen, warum er dieses System verwendet, was die Vorteile und Nachteile gegenüber anderen Systemen sind. Und wenn er überzeugt hat, den Auftrag mit einem klaren Pflichtenheft zu erteilen. Er steht dann für seine Arbeit fünf Jahre in der Gewährleistung.
Gründe, die gegen das Metallgitter sprechen, sehe ich nicht.
Die Heizleistung der Wandheizung ist neben der Vor- und Rücklauftemperatur des Wärmeträgers, von der Rohrdimension und dem Verlegeabstand abhängig.
Der verwendete Putz spielt nur eine untergeordnete Rolle - vorausgesetzt, es handelt sich um einen für diesen Verwendungszweck geeigneten. Die Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Putze unterscheidet sich nur marginal.
Vierzig Grad sind schon im Grenzbereich. Ich ziehe 35 Grad vor.
Die Behauptung, die Wärmeabgabe sei bei Lehmputz ein Viertel höher als bei Kalkputz gehört in den Bereich der Fabel.



@ Herr Esztermann



" Die Behauptung, die Wärmeabgabe sei bei Lehmputz ein Viertel höher als bei Kalkputz gehört in den Bereich der Fabel."

Haben Sie meine Aufnahmen gesehen?

Ist Ihnen bekannt das die Leistung einer FB-Heizung im Abhängigkeit zum Belag angegeben wird?