Pitz auf Wandheizung im alten Fachwerkhaus

12.11.2006



Hallo wir überlegen, ob wir in einige Zimmer unseres Hauses Wandheizung einbauen. Die Wände bestehen aus Ziegelmauerwerk, dass von Holzbalken unterbrochen wird.

Wir überlegen noch wo wir Lehm und wo wir andere Putzarten für die Wandheizungswände anbringen.

Kann uns jemand bitte bitte sagen welche Putzarten sich wofür eignen. Und evtl. auch welche Kalkputzhersteller empfehlenswert sind.

Ein Lehmputzer hat gesagt das Lehm auf Ziegel gut hält, aber die Holzbalken brauchen eine Armierung und Teermatten. Kann uns da jemand helfen? Wie sieht denn eine solche Armierung aus und sind diese Teermatten nötig?

Vielen Dank



Hallo Kurt,



Lehm ist für eure Wandheizung das beste, was ihr machen könnt. Aber Ihr braucht auf den Holzbalken keine Terrpappe, im Gegenteil, es soll sogar ein direkter Kontagt zwischen Holz und Lehm entstehen. Was Ihr braucht, ist ein Putzträger, das kann Schilfgrohrgewebe oder Ziegeldraht sein.

MfG
HG



Putz im Fachwerkhaus



Hallo

Als Putz eignet sich - in Verbindung mit einer Wandheizung - sowohl Lehmputze, als auch Kalkputze.

Beide brauchen - wie schon oben beschrieben - über den Hölzern eine Putzträgerschicht. Hier würde ich auf Schilfmatten - dem sog. 70-stengeligem Schlif zurückgreifen.

Bei Lehmputzen würde ich www.claytec.de empfehlen und bei Kalkputzen auf reine Luftkalkprodukte setzen: www.solubel.de.

Teerpappen sind nicht förderlich -wo auch immer!

viel Erfolg

FK



Darüber



hinaus sollte darüber nachgedacht werden, ob die Putzträgerplatte nicht die erforderliche Dämmung bilden kann.



Wandheizung mit Lehmputz



Vielen Dank für die schnellen und genauen Antworten. Klasse das ihr uns geholfen habt.
Vielleicht könnt ihr uns auch noch eine Idee geben wie wir es schaffen etwas Kosten zu sparen. Der Verputzer meint zwischen Diffusionsoffenem Lehm und Kalkputz (den wir ja für die Wandheizung brauchen) ist kein großer Preisunterschied. Beides kostet so 40-45 Euro je m2. Es sei auch kein Unterschied ob jetzt die Wandheizung eingeputzt wird oder nicht da er immer zweilagig arbeiten muss. Ich dachte eigentlich um ein Zimmer einheitlich zu haben machen wir alles in Lehm oder in Kalk. Wenn es aber so teuer wird können wir uns das nicht leisten. Ist es wirklich nötig die Wände in der keine Wandheizung liegt zweilagig mit Lehm (plus Feinputz also dreilagig) bzw beim Kalkputz überall zweilagig zu verputzten? Gibt es wenn das nötig ist irgendwie eine andere Möglichkeit in einem Raum überall das gleiche Material zu haben (wegen Raumgefühl, Optik und Rissbildung) aber Kosten zu sparen?
Wäre toll wenn uns noch mal jemand helfen würde. Vielen Dank



Horrend



Deine aufgezeigten Preisangaben von "Deinem" Putzer sind schn ganz schön horrend!!!!
Bei Wandheizungen würden wir stets nur mit Lehm verputzen, da diese Material die besten Eigenschaften mit Thermik eingeht und sicherstellt.
Außerdem hat es bei Holzbaiteilen die besten Konservierungseigenschaften.
Auf Holzbauteilen setzen wir seit einiger Zeit magnesitzgebundene Putzträgerplattenstreifen ein, die mit etwas Lehm auf dem Holz mechanisch befestigt werden.
Preiswerter (8 mm) und für den Selbstbauer wesentlich schneller und einfacher.
Ein 2-lagiger Lehmputz mit Gewebeeinlage sollte deutschlandweit gemittelt nicht über 36,-€ liegen!
Daumenpreis!!!!

Grüße Udo
Grüße Udo