Wandheizung auf Innendämmung - Schalldämmung zum Fußboden hin

16.11.2008



Hallo Zusammen,

in unserer Küche habe ich die Dielen rausgenommen. Auf dem Betonfußboden, der mit Stahlträgern durchzogen ist, liegen nur noch die Lagerhölzer.

An zwei Wänden möchte ich eine Wandheizung einbauen. Hinter der Wandheizung sind 8cm Innendämmung zur Außenwand hin geplant. Die Innendämmung schließt ab mit einer Heraklith-Platte, die auf Lagerhölzern and der Wand montiert wird. Darauf soll nun die Wandheizung angebracht werden, die letztendlich dann auch eingeputzt wird.

Nun meine Frage: Ist es sinnvoll / notwendig die Wandheizungsebene schallmäßig vom Fußboden zu entkoppeln? Welches Material könnte ich zwischen Betonfußboden und Wandheizungsputz einbringen? Evtl. Holzweichfaser? Diese habe ich auch schon unter die Keile gelegt, die die Lagerhölzer der Dielen ausgleichen.

Viele Grüße,
Jörg



Holzweichfaser...



...unter den Keilen zum Ausgleich? Daß da mal nicht die Punktbelastung zu groß wird, und die HWPL mit der Zeit zusammensackt. Hat's schon gegeben.

Grüße

Thomas



Nochmal zum Wandaufbau


Fliesenspiegel über Heraklith

Wie sieht denn kongret die gesamte Wandschale bei Euch aus?
Kann mit der Befestigung der Heraklithplatten auf Hölzern nicht's genaues anfangen.
Soll da hinter die Heraklithplatten Dämmung eingebracht werden?
Warum löst Ihr die Ebene nicht gleich mit einer homogenen Ebene (Holzweichfaser z.B.)?
Darauf dann die Heizung und unter Wärme verputzt.

Grüße Udo



8 cm ist unter Umständen etwas viel...



...und Udos vorgeschlagener Aufbau ist der sinnvollere.

Gruß Patrick.



Kokos



OK, ich habe mich beim Lieferanten für die Dielen informiert. Mir wurde Kokos unter den Keilen empfohlen.

Zum Wandaufbau:

- 60cm Bruchsteinwand mit Kalkputz
- Kanthölzer 38 x 58mm angedübelt
- Hanfschäben zwischen den Kanthölzern
- 1,5 cm Heraklithplatte
- Wandheizung in ca. 3cm Kalkputz

Ich möchte einen Kalkputz mit grobem Sand nehmen, da dieser die Wärme besser als Lehm überträgt (besserer Wärmedurchgang). Lehm hat ja bessere "Dämmeigenschaften" als Kalkputz. Daher finde ich Lehm bei Wandheizungen nicht das Optimum.

Mir geht es um den Berührpunkt zwischen Betonfussboden und Wandheizungs-Putzebene: Ist hier eine schallmäßige Entkopplung sinnvoll, wenn ja mit welchem Material?

Ich habe etwas Hemmungen die Wandheizung "nur" an die Heraklithplatten zu hängen. Vielleicht ist das aber auch kein Problem.

Grüße,
Jörg



@ Aufbau



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Ich möchte einen Kalkputz mit grobem Sand nehmen, da dieser die Wärme besser als Lehm überträgt (besserer Wärmedurchgang). Lehm hat ja bessere "Dämmeigenschaften" als Kalkputz. Daher finde ich Lehm bei Wandheizungen nicht das Optimum.

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Da müßten ja alle Öfen mit Kalk erstellt sein!!!!!!

Auch Hanfschäben können schimmeln und zu Feuchteproblem führen!
Eben erst mit einem Gutachter gesprochen, wo MEHABIT komplett verschimmelt war.
Homogene Wandaufbauten und diese in Lehm gebettet sind bei Bruchsteinmauerwerk sehr interessant und auch funktional.
Bei den 60er Wänden würde ich eh keine Dämmung auflegen wollen, sondern hier könnte man mittel Erstaufspritz von Lehmgrundputz ca. 3-5 cm arbeiten, nachher die Wandheizung mit Klippschienen auflegen und diese dann wiederum mit Lehmgrundputz unter Wärme verputzen.
Zum Einsatz sollte auch ein Verbundrohr kommen, denn dieses liegt bei Wärme absolut ruhig auf der Wand.
Damit ist auch die Frage der Entkopplung zum Fußboden hin geklärt.
Unterlagen unter die Lagerhölzer der Bodendielung können die Kokosfaserstreifen sein. Gibt es als 1,00 x 0,10 .

Grüße Udo Mühle



Lehm ist nicht optimal für Wandheizungen



Ich bleibe dabei. Lehm ist nicht optimal, da Wärmedurchgang (Lambda) geringer als bei Kalkputz.

Lehmputz mit etwas Stroh 1400kg/m3 Lambda ca. 0,6
Kalkputz Lambda ca. 0,9 bzw. höher mit grobem Sand

Daher höhere Leistung bei gleichen Vorlauftempereraturen, bzw. gleiche Leistung bei geringerer Vorlauftemperatur. Das spricht im Falle von Wandheizungen für Kalkputz.

Warum Öfen nicht aus Kalk sind? Ich denke es gibt Öfen aus Kalksandstein, bin mir da aber nicht sicher. Genauso gibt es z.B Grundöfen aus Lehm. In Öfen werden wesentlich höhere Temperaturen erreicht: 300, 600, 1000 Grad im Brennraum. Da ist Lehm gut geeignet, da der Ofen an der Oberfläche moderater heiß wird. Bei Wandheizungen mit 28 bis 40 Grad Vorlauftemperatur finde ich diese Eigenschaft nicht vorteilhaft.

Wo war denn das Mehabit eingebaut, im Fußboden oder Wand? Hanf gilt als relativ schimmelresistent. Wundert mich, dass Mehabit verschimmelt. Mehabit ist ja auch noch mit Bitumen behandelt. Vielleicht hat das etwas mit dem Schimmel zu tun. Ich baue die Hanfschäben "natur" ein.


Grüße,
Jörg



Einbauort



Das MEHABIT war im Fußboden eingebaut als Bestandteil eines Schwingbodens in einer großen Turniersporthalle!

Nochmals kurz zum Lehm auf Wandheizungen.
Da müßten ja alle bisherigen Einbauten energetisch betrachtet nachteilig sein und schlecht funktionieren.
Natürlich kann man alles über Berechnungen definieren, doch die Praxis beweist uns täglich auch, dass eben nicht alle Papierwerte optimal zu betrachten sind.
Beim Lehm kommt dann ja noch hinzu, dass er eine enorme Feuchtespeicherung und -regulierung hat und somit für eine gute klimatische Situation im Gebäude sorgt.

Grüße
Udo



Hallo,



"Ich bleibe dabei. Lehm ist nicht optimal, da Wärmedurchgang (Lambda) geringer als bei Kalkputz."

So kann ich die Aussage doch nicht stehen lassen, weil sie doch eher pauschal formuliert ist.

Der Wärmedurchgang bei Lehm hängt von der Menge der zugestzten Faserstoffe ab.

Je mehr desto schlechter der Wert!

Die mir bekannten Lehmputze bedingt durch den geringen Strohanteil habe eine Dicht von 1500 kg/m³. Daraus resultiert ein Lamda Wert von 0,73.

Wenn das Stroh ganz weg bleibt wird sch auch ca. 0,9 einstellen.