Wandaufbau bei Innendämmung und Wandheizung

04.08.2009



Hallo zusammen,

im Zuge eines Badezimmerumbaus beschäftige ich mich mit dem Thema Innendämmung in Fachwerkhäusern.
Die Wärmedämmung des Raumes soll verbessert und eine Wandheizung installiert werden.
Die Wandheizung soll ein Trockensystem aus Fermacell mit eingelassenen PB- Rohren werden.
Das Fachwerk wurde 1986 auf dem vorhanden Grundmauern des Gebäudes komplett neu aufgebaut.
Der Wandaufbau sieht folgendermaßen aus (von außen nach innen):
-12 cm Eichenbalken- Fachwerk, ausgemauert mit 11 cm Porenbetonsteinen (Ytong), verputzt mit Kalkputz.
-2 cm Luftschicht
-12cm Fichtenbalken- Fachwerk, auch ausgemauert mit 11 cm Porenbetonsteinen
-Regips mit 3cm Styropordämmung, Tapete

Bis jetzt gab es keine Probleme mit Feuchtigkeit, ich befürchte jedoch durch eine zusätzliche ID den Taupunkt zu verschieben, bzw. das durch ausscheidendes Kondenwasser Bauschäden entstehen könnten.

Mein bisheriger Ansatz:
Regips mit Styropor entfernen.
Neue Vorsatzschale aus CW/ UW Profilen 7,5cm direkt an das Fichtenfachwerk.
Dämmung mit Weichholzfaserplatten 8cm.
Wandheizplatten aus Fermacell 1,8cm.

Sind bei diesem Aufbau Probleme zu erwarten oder sollte eine Dampfsperre/ Dampfbremse eingesetzt werden?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Freundliche Grüße

S. Schulte



Probleme



sind hier vorprogrammiert. Der erste Punkt sind die 2cm Luft zwischen den beiden Wandschalen. Allein das erfordert eine Dampfsperre, die aber in der erforderlichen Dichtheit im Altbau nicht realisierbar ist.
Fachwerk erfordert einen hohlraumfreien Aufbau aus diffusionsfähigen und kapillar leitfähigen Materialien.
Besonders im Badezimmer mit hohem Feuchteanfall wichtig, um eine sicheren Abtransport der Feuchtigkeit zu gewährleisten.
MfG
dasMaurer



Genau..



aus diesem Grund habe ich die schlecht leit- und speicherfähigen Materialien (Rigips, Styropor) bereits entfernt.
Wie beschrieben möchte ich nun Weichholzfaserplatten und Fermacellplatten mit Wandheizung einsetzen.
Desweiteren sollte doch eine Wandheizung auch das Trocknen des Mauerwerks begünstigen, falls Wasser kondensiert?
Der zweischalige Aufbau mit Luftschicht ist nun mal vorhanden und soll wenn irgendmöglich auch beibehalten werden. Zumal er in den letzten 23 Jahren funktioniert hat und auch ein Thermographie recht gute Ergebnisse geliefert hat. Die Frage ist vielmehr inwiefern ich den Wandaufbau von innen weiter verändern kann, um noch bessere Dämmwerte zu erzielen, ohne das mein Fachwerk "absäuft"?